Im Mobilfunknetz gilt das Gleiche wie im Festnetz: Zur Datenübertragung
benötigen Sie eine Telefonverbindung, ein Modem und einen Computer.
Sie können alle drei Geräte getrennt kaufen: Handy, PCMCIA-Modem
und Laptop, oder Sie wählen Kombigeräte, die alle Funktionen in
einem Gehäuse vereinen. Diese
Smartphones
sind besonders klein und handlich. Benötigen Sie aber einen vollwertigen Ersatz zum
Desktop-PC, dann kommt für Sie nur ein Laptop mit zusätzlicher
Datenfunkausrüstung in Frage. Der ist dafür deutlich schwerer
und größer. Es gilt also, Größe und Leistungsfähigkeit abzuwägen,
um so die optimale Lösung zu finden. Wenn Sie bereits einen Laptop
oder
PDA besitzen und diesen weiterhin nutzen wollen, dann
entfällt für Sie ein Teil der Entscheidung.
Mobiles Internet vom Laptop aus

Ein vollwertiger PC-Ersatz sind weiterhin nur Laptops
oder Notebooks. Bei diesen Geräten ist alles wie vom
Desktop-PC gewohnt. Tastatur und Monitor sind zwar etwas kleiner,
aber die Technik kann sich mit den großen Rechnern messen. Auf
ihnen laufen alle gängigen Anwendungsprogramme. Auch DVD- bzw. CD-ROM- und
Diskettenlaufwerk sind enthalten und ermöglichen so das Aufspielen
von neuer Software auf dem üblichem Weg.
Etwas kleiner sind die Geräte der Subnotebook-Klasse, insbesondere
die sogenannten Netbooks. Die etwa DIN-A5 großen Computer
werden ebenfalls mit den Betriebsystemen der großen Rechner ausgeliefert. Ein DVD-,
CD- oder Diskettenlaufwerk ist allerdings nicht integriert. Auch die Größe von
Bildschirm und Tastatur ist nicht jedermanns Sache. Vor dem Kauf sollten Sie
einmal probehalber einen Text schreiben, um so Ihr eigenes Urteil fällen zu können.
Modem und Mobilfunkverbindung für Laptops

Für die Verbindung zum Netz benötigt man zum Teil noch weiteres Zubehör.
Einige Hersteller bieten inzwischen auch Notebooks mit integriertem
UMTS-Modem, doch dies ist noch nicht die Regel.
Eine WLAN-Schnittstelle hingegen, über die man
an Hotspots online gehen kann, gehört weitgehend
zum Standard.
Eine relativ einfache Lösung für Besitzer eines Laptops ohne
integriertes Datenmodem sind Handys mit integriertem
Modem und einer Bluetooth-Schnittstelle.
Der früher gebräuchliche Infrarot-Standard ist nicht empfehlenswert,
da er in der Performance stark eingeschränkt ist und so nur eine
vergleichsweise langsame Online-Verbindung zustandekommen würde.
Das Handy können Sie einfach und drahtlos mit Ihrem Laptop oder
PDA verbinden und wie ein Standardmodem anmelden.
Aktivieren Sie bei Bedarf die Bluetooth-Schnittstelle am
Handy und Laptop bzw. PDA und stellen Sie eine Verbindung zwischen den beiden
Geräten her. Das klappt in der Regel automatisch. Ansonsten sollte
ihr Handy-Hersteller entsprechende Treiber mitliefern bzw. zum
Download bereitstellen. In der Regel klappt die Modemverbindung
auch, wenn Sie ein Windows-Standardmodem verwenden. Wenn Sie eine
Übertragung per Kabel vorziehen, dann können Sie für Preise ab
20 Euro ein Datenkabel kaufen. Diese sind meistens für den
Anschluss an der USB-Schnittstelle des Notebooks vorgesehen und vom
verwendeten Betriebssystem nahezu unabhängig. Einigen Handys
legen die Hersteller das Datenkabel auch ohne Aufpreis bei.
Wenn in Ihrem Handy kein integriertes Modem steckt und kein
Softmodem erhältlich ist, dann müssen Sie eine PCMCIA-Modem-Karte oder ein
Modem in Form eines USB-Sticks kaufen. Bei vielen Laptops ist
eine PCMCIA-Schnittstelle vorhanden, USB ist ebenfalls Standard. Wenn Sie Ihr Notebook des
öfteren mit einem festen Telefonanschluss verbinden möchten, lohnt die
Anschaffung einer Universal-Modemkarte. Diese Karte ist
sowohl ein herkömmliches Modem, als auch ein GSM/GPRS- bzw.
UMTS-Mobilfunk-Modem. Auch Kombinationen
mit PCMCIA-Netzwerkkarten sind erhältlich.
Ein Cardphone ist eine PCMCIA-Modemkarte mit integriertem
Datenhandy. Sie legen einfach eine SIM-Karte in das Cardphone und
stecken es in den PCMCIA-Schlitz. Nur das Sende-/Empfangsteil
mit der Antenne ragt dann noch aus dem Laptop heraus. Das ist
besonders praktisch, wenn Sie gleichzeitig mit Ihrem bisherigen
Handy telefonieren und nebenbei Daten übertragen wollen.
Sie brauchen dann allerdings eine zusätzliche SIM-Karte, also
eine für das Handy und eine für das Cardphone. Dadurch müssen
Sie möglicherweise eine zusätzliche Grundgebühr zahlen.
Besonders sinnvoll sind HSDPA-Cardphones,
die es von T-Mobile, Vodafone
und o2 zu kaufen gibt. Diese ermöglichen mobile Datenübertragungenn
mit bis zu 7,2 MBit/s im Downstream. E-Plus
verkauft bislang nur Modemkarten für den UMTS-Standard mit 384 kBit/s
Übertragungsbandbreite. HSDPA gibt es beim Düsseldorfer Anbieter noch nicht.
Die Einführung ist jedoch geplant.
nächste Seite:
Mobiles Internet mit PalmTops und PDAs