Daten-Roaming

Fax- und Datenübertragung im Ausland

Welcher Standard funktioniert wo und wie
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Die vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber bieten ihren Kunden neben Telefongesprächen und Diensten wie SMS auch Datenkommunikation an. Die Voraussetzungen hierfür bestehen für Vertrags- und Prepaidkunden, wobei es für Prepaidnutzer im Ausland Einschränkungen gibt. Der USSD-Callback, über den im Ausland zum Teil abgehende Verbindungen hergestellt werden, ermöglicht nämlich keine Datenverbindungen.

Als Vertragskunde haben Sie jedoch auch im Ausland die Möglichkeit, Faxe zu verschicken (und - wenn Sie eine zusätzliche Mobilfunk-Faxnummer haben - auch zu empfangen), WAP zu nutzen, im Internet zu surfen und E-Mails abzurufen sowie zu versenden. Nahezu alle ausländischen Netzbetreiber ermöglichen inzwischen auch Datenübertragungen.

GPRS und UMTS fast in allen Ländern verfügbar

Vor allem in den westlichen Industriestaaten, inzwischen aber auch in fast allen anderen Ländern, bieten inzwischen die Netzbetreiber den paketvermittelten GPRS-Dienst an. Auch die UMTS-Versorgung ist in den meisten Ländern heutzutage mindestens auf dem aus Deutschland bekannten Niveau und der Netzausbau schreitet weiter voran.

Während für herkömmliche Datenverbindungen (CSD), die kaum noch genutzt werden, und den ebenfalls kaum noch gebräuchlichen HSCSD-Dienst beliebige Einwahlnummern genutzt werden können, steht für GPRS und UMTS auch im Ausland nur die Einwahl beim Heimat-Netzbetreiber zur Verfügung.

Die Kosten

Die Kosten für die Nutzung der Datendienste im Ausland unterscheiden sich von Land zu Land und von Netzbetreiber zu Netzbetreiber, liegen aber in der Regel deutlich höher als diejenigen im Inland. Man sollte sich daher in jedem Fall über die gültigen Tarife informieren, bevor man im Ausland mobil das Internet nutzt. Als Alternativen zu den kostspieligen Standard-Tarifen bieten inzwischen alle Netzbetreiber spezielle Optionstarife für die mobile Internetnutzung im Ausland, mit denen sich bereits einiges sparen lässt, auch wenn die Kosten immer noch erheblich sind. Noch einmal günstiger wird es mit internationalen oder ausländischen Discounter-SIM-Karten sowie gegebenenfalls über WLAN-Hotspots und Internetcafés.

Seit 1. März 2010 können sich Nutzer des mobilen Internets auf Reisen im EU-Ausland eine Höchstgrenze setzen, von der ab ihre Anbieter ihren Zugang automatisch unterbrechen müssen. Seit 1. Juli 2010 ist eine Obergrenze von 50 Euro netto (also 59,50 Euro in Deutschland) voreingestellt, wenn der Kunde nicht ausdrücklich eine andere Regelung wünscht. Der Nutzer erhält bei einer Reise in einen anderen EU-Staat beim Internet-Surfen auf dem Laptop oder dem Handy zunächst eine Warnung, wenn 80 Prozent der Deckelung erreicht sind; ist die Obergrenze ganz erreicht, wird die Verbindung automatisch unterbrochen.

In unserem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten und Kosten der mobilen Internetnutzung im Ausland.

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