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Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. Meldung Meinung Service teltarif.de 22.03.2010 


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Cell Broadcast ist bald Geschichte


GSM-"Textrundfunk" beim UMTS-Mobilfunk nicht vorgesehen


Damit man immer erreichbar bleibt, auch wenn man seinen Aufenthaltsort ändert, tauscht jedes Handy mit den Basis-Stationen des Netzbetreibers ständig Informationen aus, auch wenn man nicht telefoniert. Während dieser Übertragung können zusätzlich verschiedene Textinhalte übermittelt werden, die sich mit den meisten Handys dann auswerten lassen. Dieses Verfahren wird als Cell Broadcast (kurz CB) bezeichnet. Es ähnelt in gewisser Hinsicht dem vom Fernsehen her bekannten Videotext. So empfangen alle Handy-Nutzer in einer Funkzelle dieselben CB-Mitteilungen, wenn sie diesen Dienst aktiviert und den Kanal, auf dem die Sendungen ausgestrahlt werden, eingestellt haben. Dies unterscheidet Cell Broadcast von den beliebten SMS-Kurzmitteilungen, bei denen eine Textnachricht gezielt an einen bestimmten Teilnehmer versendet wird.
     CB-Nachrichten können maximal zwar nur 93 Zeichen umfassen, doch da sie fortlaufend gesendet werden, lassen sich trotzdem in kurzer Zeit viele verschiedene Informationen übertragen, die meist auch im Abstand von wenigen Minuten erneut gesendet werden, so dass man auch dann keine Meldung verpasst, wenn man sich für kurze Zeit in einem "Funkloch" befindet. Auch können die Anbieter regional unterschiedliche Informationen bereitstellen, so dass zum Beispiel Verkehrshinweise oder Wettervorhersagen ganz gezielt auf den aktuellen Aufenthaltsort bezogen übermittelt werden können. Und das beste: Der Empfang dieser Mitteilungen ist kostenlos!

Wie empfange ich Cell Broadcast?

Grundsätzlich empfängt jedes GSM-Handy die CB-Informationen des Netzbetreibers. Aber ähnlich, wie man mit der Fernbedienung eines Fernsehgerätes zunächst auf die Videotext-Anzeige umschalten und dann mittels einer dreistelligen Nummer die gewünschte Seite wählen muss, muss man auch am Handy zunächst die Darstellung der CB-Mitteilungen aktivieren und mittels einer dreistelligen Nummer angeben, welche der Informationen aus den übertragenen Daten herausgefiltert und angezeigt werden sollen.
     Praktisch jedes neuere Handy-Modell ist hierzu in der Lage, jedoch "verstecken" sich die Einstellungen bei jedem Hersteller in einem anderen Menü und unter einer anderen Bezeichnung wie z.B. "Nachrichtendienst", "Zelleninfo", "Rundsendung" oder eben "Cell Broadcast". Auch waren viele Hersteller sehr kreativ, als es um die Bezeichnung der Nummer ging, über die das Thema der Meldungen definiert wird, die man empfangen möchte: Bei einigen heißt sie "Code", bei anderen "Kanal", "Mitteilungstyp", "Themen ID" oder schlicht "Nummer", so dass man auch hier etwas suchen muss. In jedem Fall sollte man aber nach der Auswahl des richtigen Untermenüs aufgefordert werden, eine dreistellige Zahl einzugeben. Beispiele hierzu finden sich in der Tabelle am Ende dieses Artikels. Anschließend muss die Anzeige von empfangenen Mitteilungen noch aktiviert werden: Suchen Sie hierzu am besten nach einer Einstellmöglichkeit wie "an / aus" oder "aktiv / nicht aktiv".
     Ein wesentlicher Nachteil des Cell-Broadcast-Dienstes soll jedoch auch nicht verschwiegen werden: Bei aktivierten CB-Meldungen entlädt sich der Akku des Handys schneller, so dass sich dessen "Standby-Zeit", also die Zeit, bis eine erneute Aufladung des Akkus erforderlich wird, zum Teil erheblich verkürzt.

Welche Informationen werden angeboten?

Früher gab es vor allem bei Vodafone einige interessante Dienste. Da mit Cell Broadcast jedoch kein Geld zu verdienen ist, sind die Angebote, die meist über Sponsoren finanziert wurden, inzwischen eingestellt worden. Vodafone strahlt somit nur noch die Ortsvorwahlen aus, zu denen Kunden mit einer City-Option am jeweiligen Aufenthaltsort vergünstigt telefonieren können. T-Mobile kam nie über einen Cell-Broadcast-Testbetrieb hinaus und E-Plus führte den Dienst erst gar nicht ein, auch nicht auf Testbasis.
     o2 Germany nutzt Cell Broadcast derzeit noch dazu, um die Koordinaten der nächstgelegenen Basisstation in codierter Form (Gauß-Krüger-Format) zu übertragen. Das ermöglicht es dem Handy, die für einige Tarifvarianten wichtigen Gebiete der "Homezone" bzw. der aktuell nicht mehr angebotenen "City-Zone" anzuzeigen, in der man zu vergünstigten Preisen telefonieren kann. Dieses Verfahren soll jedoch mittelfristig abgelöst werden, zumal der Cell Broadcast-Dienst in den neuen UMTS-Netzen nicht vorgesehen ist..

Anbieter Code Inhalt Bemerkung
T-Mobile zurzeit kein Cellbroadcast-Angebot
Vodafone 050 und 100 regionale Festnetz-Vorwahl
für "BestCity"-Kunden
-
E-Plus Dienst nicht vorgesehen
o2 Germany 221 BTS-Standort (Gauß-Krüger-Format) zur Bestimmung der Regional-
Zonen bei Genion-Verträgen
Stand: November 2008

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Ihre Meinungen und Erfahrungen:

Betreff Autor Datum
Cell Broadcast geht nicht bald zu Ende pesa7604 10.10.08 14:03
RE: D 1 BC mediagsm 12.09.05 00:26
RE: D 1 BC buwi1 01.02.05 21:02
RE: Cell Broadcast in der Schweiz top2004 27.06.04 22:31
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2009-IV, Erwachsene ab 14 Jahre