Callback ist, salopp formuliert, der
Versuch, über einen Umweg günstiger zu telefonieren als direkt.
Das Verfahren funktioniert, indem man eine spezielle Rufnummer
anruft, gleich wieder auflegt und wartet, bis
der Telefoncomputer zurückruft. Mit dieser Leitung
kann man dann seine Zielnummer wählen.
Beim Callback werden, technisch gesehen, zwei Leitungen zu einer
zusammengekoppelt. Das kann schon mal zu Störungen kommen, die dann
auch beide Gesprächsteilnehmer im Ohr haben. Inzwischen gehen
auch einige Anbieter von
Internettelefonie
dazu über, Callback anzubieten. Hier
werden die beiden Gesprächskanäle dann über VoIP zusammengeschaltet. Doch
wer braucht Callback? Grundsätzlich lassen sich vier Nutzergruppen
definieren: Jene die mit ihrem Handy ins Ausland telefonieren und
sparen wollen,
jene die ein Mobilfunkprodukt mit Festnetzrufnummer haben und hierdurch sparen
können sowie Kunden alternativer Festnetzanbieter, die kein
Call by Call nutzen
können. Last not least richtet sich Callback auch an jene, die abgehend keine Telefonate
führen können oder dürfen - beispielsweise auf dem Bürotelefon.
Mobilfunk - Frankreich: Knapp 20 Cent statt 1,84 Euro

Am einfachsten, aber auch teuersten in die Nutzung vom Handy aus. Hier
baut der Callback-Anbieter eine Verbindung zur Mobilfunkrufnummer
des Kunden auf. Zu dieser wird ein Gespräch aufgebaut, das der Kunde
dann bezahlen muss. Der Preis hierfür liegt in der Regel bei 20 Cent pro
Minute und mehr. Hinzu kommen dann die Kosten für das Gespräch zum eigentlichen
Ziel. Vor allem bei Gesprächen ins Ausland lässt sich über diesen Weg
viel Geld sparen. So kostet ein Gespräch mit einer
maxxim-Karte nach Frankreich
1,99 Euro pro Minute. Mit Callback hingegen kostet das Gespräch
über Callback-Anbieter wie Flexsys
oder Sparruf schon für knapp
über 20 Cent pro Minute zu haben. Der Kunde ruft von seinem Handy aus
eine Rufnummer in Hamburg bzw. Frankfurt an. Nach einmal Klingeln
kann der Kunde dann wieder auflegen. Wenige Sekunden später klingelt
das Handy, der Kunde hört ein Amtzeichen und kann seine Zielrufnummer eingeben.
Bezahlt wird bei diesen wie bei den meisten Anbietern per Vorauskasse. Um die Dienste zu nutzen,
müssen die Kunden ein bestimmtes Guthaben per Überweisung oder
Kreditkarte aufgeladen haben. Bei
SipSnip hat der Kunde diesen
Mindestumsatz nicht, dafür sind die Gesprächspreis etwas
höher. Allerdings: Einen Calltrough-Dienst gibt es bei SipSnip nicht, dafür
kann der Kunden seinen SipSnip-Account auch für die Internet-Telefonie nutzen.
Wichtig bei all diesen Varianten: Im Ausland lässt sich mit Callback bei einer
deutschen Karte nichts sparen. Da es sich bei dem Callback-Anruf um ein
ankommendes Gespräch handelt, fallen hierfür die
Roaming-Kosten an.
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