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Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. Meldung Meinung Service teltarif.de 20.03.2010 


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Backbones - die leistungsstarken Hintergrundnetze

http://www.teltarif.de/backbone

Nur die letzte Meile gehört immer der Deutschen Telekom

Inhaltsverzeichnis:
1. Die Zusammenschaltung von kleineren Teilnetzen
2. Kein festnetzbasierter Internetzugang ohne die Telekom


Als Backbone bezeichnet man die Hauptstränge eines Netzwerks, die kleinere Teilnetze verbinden. Bezogen auf einen DSL-Provider sind das die überregionalen Datenleitungen, die die einzelnen Netzknoten des Betreibers miteinander verbinden. In der Regel bestehen diese Backbone-Verbindungen aus Glasfaserkabeln mit hoher Bandbreite, durch die große in Lichtwellen umgewandelte Datenmengen geleitet werden. Die Leitungsführung sollte in einem gut ausgebauten Netz redundant abgesichert sein, d.h. die Knoten- und Zugangspunkte sind mehrfach verknüpft, so dass der Ausfall einer einzelnen Verbindung über andere Leitungen abgedeckt werden kann.

Schnelles Internetsurfen per Breitband-Zugang
© cristimatei / fotolia.de DSL, UMTS, TV-Kabel und Alternativen
Mit rund 20 Millionen Kunden ist DSL mit Abstand die führende Breitband-Technik, doch das Internet über TV-Kabel oder UMTS/HSPA spielt eine immer größere Rolle. Ein Nischendasein führen weiterhin die Zugänge über WiMAX und Satellit.
Informieren Sie sich hier detailliert über Breitband-Internet
Die Knotenpunkte, an denen die einzelnen Glasfasertrassen zusammengeschaltet werden oder an denen sich Übergabepunkte zu anderen Providern befinden, bezeichnet man auch als Points of Presence (PoPs). In diesen Rechnerzentralen bestimmen Router, über welche Leitungen die Daten im Netz übermittelt werden. Im Optimalfall für den Kunden ist das der schnellste Weg, wenn auch nicht unbedingt der geografisch kürzeste. Die Geschwindigkeit der Datenübertragung ist abhängig von der Anzahl der Hops, der Leistungsfähigkeit der Router und der Bandbreite sowie der Länge der Verbindungen dazwischen.

Foto: dpa

     Mittlerweile gibt es zahlreiche Backbone-Netze, die von verschiedenen, international und national agierenden Carriern betrieben werden. Im Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco, sind derzeit 110 Backbone-Betreiber in Deutschland vertreten. Internet-Service-Provider können also mit verschiedenen Backbone-Betreibern kooperieren, wenn sie über kein eigenes Hintergrund-Netz verfügen. Wie schnell und sicher die Internetverbindung des Kunden ist, hängt in entscheidendem Maße von dem Backbone ab, über den der Service-Provider sein Angebot realisiert. Je engmaschiger das Netz aus Knotenpunkten und Datenleitungen geknüpft ist, um so leistungsstärker ist die Datenübertragung und um so geringer die Gefahr von Netzüberlastungen.

Der Datenaustausch zwischen den verschiedenen Hintergrundnetzen

Der größte Netzbetreiber in Deutschland ist mit einem aus rund 220 000 Kilometern Glasfaserkabel bestehenden Netz die Deutsche Telekom. Das zweitgrößte Netz unterhält der spanische Konzern Telefónica mit einem 40 000 Kilometer langen Backbone-Netz, dahinter folgen Arcor mit 33 000  und Versatel mit rund 30 000 Kilometern Glasfaserkabel. Von insgesamt 74 DSL-Knoten im Telekom-Backbone sind 11 übergeordnete POPs, die das sogenannte Core Network, die zentralen Breitband-Leitungen, verbinden und 64 regionale Einwahlwahlpunkte. Im Kernnetz erfolgt die Datendurchleitung mit bis zu 10 GBit/s, im Zugangs- und Teilnehmernetz werden die Daten mit 622 MBit/s bis 2,4 GBit/s übertragen.
     Die Backbones der einzelnen Betreiber laufen an zentralen Austauschknoten zusammen, sogenannten Peering Points, die gemeinsam finanziert und verwaltet werden. Hier werden die Datenpakete in andere Netze geleitet. Da der Betrieb der Schnittstellen mit entsprechender Hardware und Wartung hohe Kosten verursacht, haben sich weltweit einige große öffentliche Knoten wie etwa der DeCIX etabliert. Da Kunden ihre Daten schnell durchs Netz senden wollen und jeder Punkt im Internet rasch erreicht werden soll, müsste es für die Carrier ein Anliegen sein, möglichst viele Schnittstellen zur Konkurrenz zu schaffen.
     Das im Internet übliche Verfahren des Datenaustausches (Peering) erfolgt zwischen gleichrangigen Carriern gebührenfrei. Neben den großen öffentlichen Peering Points gibt es auch private Austauschpunkte zwischen einzelnen Backbone-Betreibern. Bei einem Vertrag zwischen Carriern unterschiedlicher Reichweite und stark differierendem Datenaufkommen muss der kleinere (regionale) Carrier in aller Regel den Datentransit durch das Netz des Großen bezahlen.
 

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2009-IV, Erwachsene ab 14 Jahre