Ausprobiert

Huawei Mate 8: Das Dual-SIM-Phablet im Test

In unserem Testbericht zum Huawei Mate 8 lesen Sie, wodurch sich das Dual-SIM-Smartphone auszeichnet. Wir haben aber auch einige Schwachpunkte, beispielsweise die Kamera des Boliden, gefunden.
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Bereits im Dezember hatten wir anlässlich einer China-Reise die Möglichkeit, einen ersten Blick auf das Huawei Mate 8 zu werfen. Inzwischen ist das Phablet auch in Europa vorbestellbar und in Kürze erhältlich. Hierzulande wird derzeit nur die Geräte-Version mit 32 GB Speicherplatz und 3 GB Arbeitsspeicher verkauft. Wir haben das Smartphone in der vergangenen Woche ausgepackt und den Boliden in den zurückliegenden Tagen einem ausführlichen Test unterzogen.

Huawei Mate 8

Das Huawei Mate 8 ist 157,1 mal 80,6 mal 7,9 Millimeter groß und mit seinen 185 Gramm wahrlich kein Leichtgewicht. Dafür wirkt das Gerät wertig. Es ist zudem sehr gut verarbeitet. Das 6 Zoll große Display, das Full-HD-Auflösung bietet, reicht links und rechts fast bis zum Rand des Gehäuses, bei dem es sich ansonsten um einen Metall-Unibody handelt.

So sieht das Smartphone von außen aus

Huawei Mate 8 im TestHuawei Mate 8 im Test Oberhalb des Touchscreens sind die 8-Megapixel-Frontkamera und die Hörmuschel für Telefonate zu finden, unterhalb des Bildschirms gibt es ein Feld mit dem Huawei-Logo. Hier hätte man beispielsweise auch den Fingerabdruck-Sensor unterbringen können, der sich stattdessen unterhalb der 16-Megapixel-Hauptkamera nebst Blitz auf der Rückseite des Boliden befindet.

Auf der Unterseite des Telefons befinden sich Lautsprecher und Mikrofon sowie der miroUSB-Anschluss. Aus technischer Sicht ist es etwas schwach, dass Huawei bei einem Smartphone, das abseits des chinesischen Heimatmarktes erst in diesem Jahr auf den Markt gekommen ist, noch auf den alten microUSB-Standard anstelle von USB-C setzt. Andererseits werden sich viele Käufer darüber freuen, dass zahlreiche Ladekabel, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, auch für das Huawei Mate 8 weiter genutzt werden können.

Dual-SIM oder Speicherkarte?

Auf der linken Außenseite des neuen Huawei-Flaggschiffs befindet sich der Einschub für die Nano-SIM-Karten und die microSD-Karte. Hier kämen wir auch schon zum ersten größeren Kritikpunkt: Gerade für Käufer der hierzulande üblichen Geräte-Version mit nur 32 GB internem Speicher ist der Einsatz einer zusätzlichen Speicherkarte zur Erweiterung der Kapazität eigentlich unerlässlich. Viel mehr als 20 GB Speicher stehen intern nämlich effektiv nicht für den Nutzer zur Verfügung. Der Rest wird vom Betriebssystem und den vorinstallieren Apps belegt.

Die Verwendung einer microSD-Speicherkarte würde aber den Dual-SIM-Einsatz verhindern, der ebenfalls von vielen Smartphone-Nutzern geschätzt wird, da sich auf diesem Weg geschäftliche und private Anrufe voneinander trennen lassen oder unterschiedliche SIM-Karten für Telefonate und die mobile Internet-Nutzung zum Einsatz kommen können. Das Huawei Mate 8 ist eines der ersten höherwertigen Android-Smartphones, die offiziell in einer Dual-SIM-Version in Deutschland erhältlich sind. Allerdings sorgt das Speicherproblem dafür, dass viele Interessenten das Feature dann doch wieder nicht nutzen können. Dabei ist es gerade bei einem sehr großen Smartphone nicht nachvollziehbar, warum der Hersteller nicht neben dem Schacht für die beiden SIM-Karten auch einen eigenen Slot für die Speicherkarte integriert.

Auf der rechten Außenseite hat Huawei die Wippe für die Lautstärke-Regulierung sowie den Ein/Aus-Schalter untergebracht. Vor allem der Power-Button wurde so tief platziert, dass er sich trotz der Größe des Handhelds auch bei Einhand-Bedienung noch gut erreichen lässt. Die Oberseite des Huawei Mate 8 bietet schließlich die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss des mitgelieferten kabelgebundenen Headsets. Alternativ kann natürlich auch jedes andere Headset oder ein beliebiger Kopfhörer mit dem Boliden verbunden werden. Auf Seite 2 lesen Sie unter anderem, inwiefern Huawei beim Mate 8 bereits an die Mobilfunk-Zukunft gedacht hat.

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