100-Euro-Smartphone

Huawei Ascend Y200: 100-Euro-Smartphone im Test

Verkauf bei Lidl ab Montag, später bei Fonic
AAA

Am Montag startet beim Lebensmittel-Discounter Lidl der Verkauf des neuen 100-Euro-Smartphones von Huawei. Das Ascend Y200 ist der legitime Nachfolger des Huawei Ideos X3, mit dem der chinesische Hersteller im September 2011 den Einstieg in den deutschen Markt realisiert hatte. Erneut liegt der Preis für das Android-Handy bei knapp 100 Euro und ist sehr knapp kalkuliert. Kurz nach der ersten Verkaufsphase bei Lidl, die online bereits begonnen hat, kommt das Handy auch bei o2-Discounter Fonic ins Sortiment. Wir haben uns das Huawei Ascend Y200 im Test bereits vor dem Verkaufsstart aus der Nähe angesehen und mit dem Vorgänger Ideos X3 verglichen.

Huawei Ascend Y200

Huawei Ascend Y200 im TestHuawei Ascend Y200 im Test Das Smartphone steckt in einem Gehäuse aus Kunststoff, dessen Rand um das Display glänzend ausgefallen ist, während der Akku-Deckel auf der Rückseite eine leicht gummierte Oberfläche mit einer geriffelten Textur aufweist. Im oberen Teil der Rückseite sitzt die Kamera des Huawei Ascend Y200, daneben befindet sich die Öffnung für den internen Lautsprecher. An sonstigen Schnittstellen sind lediglich ein Micro-USB-Port an der Unter- und eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse an der Oberseite vorhanden. Die Android-Schaltflächen für Menü, Zurück und Home befinden sich als Touch-Buttons unterhalb des Displays. Den vom Ideos X3 bekannte physikalische Home-Button gibt es beim Nachfolger nicht mehr, und auch die Such-Schaltfläche wurde entfernt. Gegenüber dem Ideos X3 ist das Ascend Y200 deutlich größer, was hauptsächlich am mit 3,5 Zoll größeren Display liegt. Im Inneren des 100-Euro-Smartphone verrichtet ein Single-Core-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 800 MHz seinen Dienst, begleitet wird er von 256 MB Arbeitsspeicher. Der interne Speicherplatz liegt bei 512 MB und lässt sich mittels Speicherkarte erhöhen. Damit ist das Ascend Y200 genau 200 MHz schneller als das Ideos X3, der Rest bleibt gleich.

Huawei Ideos X3 vs. Ascend Y200Huawei Ideos X3 vs. Ascend Y200 Für eine verbesserte Sprachqualität hat Huawei das Ascend Y200 mit einem zweiten Mikrofon ausgestattet. Dieses soll, ähnliche wie bei entsprechenden Kopfhörern, eine aktive Rauschunterdrückung bewerkstelligen und so die Sprachqualität merklich verbessern. Beim kurzen Ausprobieren war die Sprachqualität tatsächlich recht gut, allerdings steht hier noch ein intensiverer Test dieses - vor allem in der Preisklasse - ungewöhnlichen Features aus, vor allem in wechselnder Geräuschkulisse.

Abschließend bleibt zur Ausstattung und Verarbeitung des Ascend Y200 zu sagen, dass Huawei hier durchaus einen guten Job gemacht hat. Das Smartphone liegt gut in der Hand, ist solide verarbeitet hat ein angenehmes Gewicht. Edle Details sucht man hier zwar vergeblich, und auch ein schickes Metall-Gehäuse gibt es ebenfalls nicht. Das Huawei Ascend Y200 ist allerdings beileibe kein hässliches Entlein, und bei der Optik regiert schließlich stets der individuelle Geschmack.

Ordentliche Darstellung, kleine Hakler bei der Bedienung

Schöne Oberfläche mit Würfel-AnimationenSchöne Oberfläche mit Würfel-Animationen Beim Display des Ascend Y200 hat sich Huawei etwas besonderes einfallen lassen. Der chinesische Hersteller hat hier ein hochwertiges IPS-Panel verbaut - eine Besonderheit im Einsteiger-Segment. IPS-Displays zeichnen sich vor allem durch gute Blickwinkelstabilität aus, und das ist hier auch zu beobachten. Beim Ascend Y200 sind deutlich weniger verzerrte Farben festzustellen als beim Ideos X3, wenn das Handy von der Seite in spitzem Winkel betrachtet wird. Die Darstellung ist scharf, die Farben natürlich. Etwas ungewohnt ist, dass das Display ein wenig tiefer unter der schützenden Kunststoff-Scheibe sitzt als von vielen anderen Handys gewohnt. Auch könnte die Helligkeit in der maximalen Einstellung etwas höher sein. Die Auflösung ist bei 320 mal 480 Pixel geblieben. Im Vergleich zum Ideos X3 hat das Huawei Ascend Y200 zusammengefasst ein deutlich besseres Display zu bieten.

Geriffelte Oberfläche mit angenehmer HaptikGeriffelte Oberfläche mit angenehmer Haptik Bei der Bedienung zeigt sich das Touchscreen-Display meist auf der Höhe und setzt die gestreichelten Befehle seines Nutzers prompt und recht zielgenau um. Hier und da stören allerdings kleinere Verzögerungen den Gesamteindruck, etwa beim Wechsel zwischen den verschiedenen Tastatur-Modi des Huawei Ascend Y200. Das seitliche Wischen erkennt der Touchscreen hier oftmals nicht beim ersten Versuch. Die virtuelle Tastatur an sich arbeitet analog zum Huawei Honour, das heißt durch einen Fingerwisch nach oben lässt sich flott ein Großbuchstabe eingeben, nach unten wischen erzeugt eine Zahl oder Sonderzeichen. Hat man sich einmal daran gewöhnt, ist diese Art der Eingabe recht praktisch. Die virtuellen Tasten selbst dürften allerdings ruhig ein wenig größer sein, vor allem im Hochformat kommt hin und wieder ein Vertipper zustande.

Auf der zweiten Seite lesen Sie, wie sich Software und Kamera schlagen und wie unser Fazit ausfällt.

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