Smartphone-Test

Kleiner Bruder des G 615: Huawei Ascend G 510 im Test

Sehr gutes Handy für Einsteiger jenseits der absoluten Billig-Handys
AAA

Huawei drängt derzeit auf den europäischen Smartphone-Markt wie kaum anderer Handyhersteller. Und das auch weitgehend mit Erfolg, wenngleich sich die Smartphones von Huawei nur selten beim Einzelhändler und noch seltener direkt beim Mobilfunker gibt. Doch im Online-Handel und in den Tests verschiedener Redaktionen kommen die Geräte gut weg. Jüngstes Mitglied der Huawei-Familie ist das Ascend G 510, das man - um beim Begriff der Familie zu bleiben - durchaus als kleinen Bruder des Ascend G 615 bezeichnen kann. Wir haben uns das Huawei Ascend G510 näher angeschaut. Huawei Ascend G 510 im TestHuawei Ascend G 510 im Test

Huawei Ascend G510

Liegen die beiden Geräte nebeneinander, könnten sie Zwillinge sein. Doch wie bei Zwillingen üblich, gibt es beim zweiten Blick durchaus Unterscheidungsmerkmale. On/Off-Schalter und Lautstärke-Regler sind links statt rechts am Gehäuse, die USB-Ladebuchse links unten statt links oben und die Rückseite ist deutlich rauer als die des großen Bruder. Wie schon beim G 615 kommt auch das G510 optisch eher schlicht und sachlich daher. Doch wie beim Menschen der Charakter zahlen auch bei diesen beiden Brüdern die inneren Werte zählen, die sich sehr unterscheiden.

Technische Fakten durch die Bank unter denen des großen Bruders

Zwei Brüder nebeneinander: G 510 (links)und G 615 von HuaweiZwei Brüder nebeneinander: G 510 (links) und G 615 von Huawei Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die technischen Details immer ein bis zwei Nummern unter denen des G 615 liegen. Letzteres hat Anfang dieses Jahres für Aufsehen gesorgt, also es mit einem Quadcore-Prozessor für unter 300 Euro auf den Markt kam und aktuell schon zeitweise für 250 Euro zu haben ist. Das G 510 bricht diese Marke und kostet aktuell etwa 170 bis 180 Euro, bietet jedoch auch nur einen 1,2 GHz Dual-Core, was auch keine schlechte Ausstattung ist. Allerdings hätte es beim Arbeitsspeicher etwas mehr sein können: Hier hat Huawei dem G 510 nur 512 MB gegönnt. Auch der verbaute Speicher ist mit 1 GB etwas spärlich. Zwar sind insgesamt 4 GB an Bord, 3  GB davon beschlagnahmt das Gerät jedoch für sich, weshalb für die freie Nutzung nur noch 1 GB übrig ist.

Das G 510 lässt sich in allen deutschen GSM- und UMTS-Netzen nutzen. Nur im Ausland werden nicht alle UMTS-Bänder unterstützt, da nur die Frequenzbänder um 900 und 2100 MHz genutzt werden. LTE ist nicht an Bord und kann in der Preisklasse aktuell auch nicht erwartet werden. Mit 150 Gramm hat der Nutzer bei einer Größe von 134 mal 67 mal 9,9 Millimeter ein kompakt wirkendes Handy in der Hand. Es ist geringfügig kleiner als der große Bruder, jedoch 5 Gramm schwerer, die außer einem Supermarktmitarbeiter hinter der Wursttheke jedoch kaum jemand unterscheiden können dürfte.

5-Megapixel-Kamera für Schnappschüsse, aber nicht mehr

Die raue Rückseite des Ascend G 510Die raue Rückseite des Ascend G 510 Die eingebaute Hauptkamera ist eine 5-Megapixel-Kamera. Sie konnte uns im Test nicht wirklich überzeugen. Wird der Digitalzoom genutzt, so werden die Bilder schnell derart verwaschen und unscharf, dass man das Zoomen ganz schnell wieder sein lassen möchte. Zudem sollte man Motive vermeiden, auf denen Licht und Schatten zusammenfallen. Entweder fokussiert die Kamera den dunklen Bereich an, was dazu führt, dass der hellere Bereich deutlich überbelichtet wird. Entscheidet sich der Nutzer bzw. die Kamera für den helleren Bereich des Bildes als Hauptinhalt, so sind die dunklen Teile so dunkel, dass man meinen könnte, es sei Nacht, obwohl es Schatten zur Mittagszeit an einem sonnigen Tag war. Dieses Phänomen kennen wir zwar auch von anderen Handykameras, doch schien es uns beim G 510 besonders stark zu sein.

Gut gefiel uns, dass wir aus der Kamera-App nur durch Wischen auf dem Display zu den gemachten Bildern kamen und von den Bildern auch durch Wischen wieder zurück zur Kamera. Die Front-Kamera taugt durch ihre 0,3 Megapixel jedoch gerade einmal zur Videotelefonie.

Auf der nächsten Seite lesen Sie, warum uns vor allem der Akku begeisterte, solange das Handy nichts zu tun hatte, wie das Display auf uns wirkte und wie das Gesamt-Fazit des G 510 aussieht.

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