Der Smartphone-Hersteller HTC will sich auch bei seinen Geräten mit
Microsofts neuem Betriebssystem Windows Phone 7
deutlich von der
Konkurrenz absetzen. "Wir haben eine ausgeprägte Innovations-Kultur,
das ist unser großer Vorteil", sagte der Chef des taiwanesischen
Smartphone-Spezialisten, Peter Chou, während des Mobile World Congress in Barcelona. Und
die Partnerschaft mit Microsoft sei nach wie vor sehr intensiv.
Microsoft hatte das komplett neuentwickelte Betriebssystem diese
Woche auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt und viel
Lob in der Branche erhalten. Anders als bei den Vorgängersystemen
Windows Mobile setzt der Softwarekonzern nun auch auf eine intuitive
und fingergesteuerte Benutzerführung, will allerdings keine
Veränderungen von Seiten der Hardware-Hersteller mehr zulassen. HTC
hatte jedoch bislang mit seiner selbst entwickelten Benutzerführung
Sense den Erfolg von Windows-Mobile-Geräten mit vorangetrieben
und sich als Markenhersteller etabliert.
Auf welche Weise sich der taiwanesische Smartphone-Spezialist mit
seinen Windows-Phone-Geräten nun von den Konkurrenzanbietern abheben
wolle, ließ Chou allerdings offen. "Wir machen keineswegs immer alles
gleich", sagte Chou. "Innovation kommt nicht immer auf dem selben
Weg, da muss man abwarten und sehen."
HTC ist einer der ältesten und wichtigsten Partner von Microsoft
im Markt für Smartphones. Vor rund drei Jahren hatte das Unternehmen
damit begonnen, sich von einem Auftragsfertiger zu einem Hersteller
mit eigenem Markennamen in der Branche zu entwickeln. Inzwischen
steuern Smartphones mit Microsofts Betriebssystem allerdings nur noch
rund 20 Prozent zum Umsatz bei, der größte Teil entfällt bei HTC auf
Geräte mit Googles Android. Der Erfolg der Zusammenarbeit mit dem
Suchmaschinen-Giganten gründe sich vor allem auf eine tiefe
Freundschaft mit Android-Entwickler Andy Rubin, sagte Chou.