Mini-Riese

HTC One Mini 2 im Test: Riesiges Mini-Smartphone für Betuchte

In unserem Test versucht das HTC One Mini 2 zu zeigen, was in ihm steckt. Dabei folgt HTC der Linie, ein "Mini" seines Top-Modells vorzustellen. Dieses kann sogar stellenweise das HTC One (M8) schlagen. An anderen Stellen müssen Käufer aber Abstriche in Kauf nehmen. Unser Test zeigt, ob HTC eine gute Balance zwischen Mini und Maxi gefunden hat.
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Mit dem HTC One Mini 2 möchte HTC Kunden erreichen, die zwar ein schickes Designer-Smartphone, aber nicht gleich eine ganze Telefonzelle kaufen möchten. Vielen Käufern sind Smart­phones vom Schlage eines HTC One (M8) schlicht zu groß. In unserem Test gehen wir der Frage nach, ob HTC sein Ziel erreicht hat und ein überzeugendes Smart­phone auf den Markt gebracht hat.

Etwas paradox: Das Mini, das gar nicht so mini ist

HTC One mini 2
Das HTC One Mini 2 im TestDas HTC One Mini 2 im Test Das HTC One Mini 2 ist gar nicht so mini, wie der Name suggeriert. Es ist sogar noch um 0,1 Millimeter höher und 1,3 Millimeter dicker als das HTC One aus dem Jahr 2013. Dafür ist es aber 3,2 Millimeter schmaler und einige wenige Gramm leichter als das Top-Modell des letzten Jahres. Wem also das HTC One zu groß ist, dürfte am One Mini 2 kaum Freude haben.

HTC hat in puncto Verarbeitung beim HTC One Mini 2 alles richtig gemacht. Der Aluminium-Body ist griffig und stabil - da klappert nichts. Die Gehäuse-Komponenten passen gut zusammen, Spalten oder brüchig wirkende Stellen sehen wir nicht. Die Lautstärkewippe ragt kaum über den Rand hinaus und verfügt über einen guten Druckpunkt.

Display: 4,5 Zoll mit HD-Auflösung

Das Display ist gegenüber dem Vorgänger HTC One Mini mit 4,5-Zoll-Diagonale zwar etwas größer geraten, aber die Auflösung bleibt auf 720p-Niveau. Das reicht für die scharfe Darstellung von Texten und Bildern dennoch vollkommen aus. Die Helligkeit des Bildschirms war in unserem Test stets ausreichend, um das Display abzulesen. Wie üblich spiegelt das Display ziemlich, ist aber auch im Sonnenlicht noch ordentlich ablesbar. Für Fingerabdrücke ist es nicht ganz so anfällig wie manches Konkurrenzprodukt.

Das Display stellt Schriften und Bilder sehr scharf dar.Das Display stellt Schriften und Bilder sehr scharf dar. Die Größe des Smart­phones erlaubte uns nicht mehr, das Smart­phone mit nur einer Hand zu bedienen - der obere Bereich des Displays war nicht mehr in Reichweite unseres Daumens. Um beispielsweise die Benachrichtigungszeile zu erreichen, mussten wir das One Mini 2 in der Hand bewegen.

Snapdragon 400 und 1 GB Arbeits­speicher: Leistung auf dem Niveau des Moto G

Im One Mini 2 stecken der Quad-Core-Prozessor Snapdragon 400 von Qualcomm und 1 GB Arbeits­speicher. Das Moto G ist aber ähnlich ausgestattet - für fast die Hälfte des Preises. Unsere Benchmark-Werte zeigen, dass Gelegenheitsspieler kaum Probleme haben werden - mit reduzierten Details sollten auch aufwändige 3D-Spiele zu meistern sein. Dazu trägt auch die Auflösung bei - der Grafikchip muss immerhin keine Full-HD-Bilder darstellen. Eines unserer Test-Spiele, Riptide GP2, lief flüssig und ruckelfrei.

Die nach vorne gerichteten Lautsprecher überzeugen wie schon die beim HTC One, One Mini oder One (M8). Dabei spielt es keine Rolle, ob wir Filme oder Musik aufriefen oder Spiele ausführten. Stets war der Sound kräftig und qualitativ nicht zu beanstanden.

Features und Be­nutzer­ober­fläche

Die Kamera des HTC One Mini 2 auf der RückseiteDie Kamera des HTC One Mini 2 auf der Rückseite Die Be­nutzer­ober­fläche stellt das Smart­phone sehr flüssig dar. Uns fielen keine Mikro-Ruckler auf und auch der Wechsel zwischen einzelnen Screens oder Apps erfolgte ohne Stottern. Die runderneuerte Sense-6.0-Oberfläche spielt hier ihre Stärken aus. Das kleine One verfügt über Blinkfeed, das sich als sehr praktisch erwiesen hat. Nutzer können hiermit Nachrichten und Einträge auf sozialen Netzwerken in einer Oberfläche verfolgen. Zumindest, um hier und da Facebook oder Google+ zu checken, ist es ausreichend - intensive Nutzung der Netzwerke bleibt aber letztlich doch den spezialisierten Apps der Anbieter vorbehalten.

Der Powerbutton ist am oberen Rand des Smart­phones angebracht. Dort war er nur schwer zu erreichen, wenn wir das Smart­phone lediglich in einer Hand hielten. Beim One (M8) war es außerdem möglich, über den ausgeschalteten Bildschirm zu wischen und je nach Geste bestimmte Funktionen aufzurufen. Das klappte in unserem Test mit dem One Mini 2 nicht.

Auf der zweiten Seite unseres Tests widmen wir uns der Kamera des One Mini 2. Im Konkurrenz-Vergleich zeigt sich, wo die größte Schwäche des Smart­phones zu finden ist.

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