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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 28.05.2012 |
Das HTC Desire S im Test17.04.2011
15:01 Viertes Modell der Desire-Reihe kann bei Sprachqualität nicht überzeugenInhaltsverzeichnis:1. HTC Desire S: Metall aus einem Guss2. Mehr Leistung, schlechte Sprachqualität
"Schuld" ist Nokia. Bereits in den neunziger Jahren war die Produktphilosophie der Finnen so ausgelegt, dass man zu Erfolgsmodellen kurzerhand Nachfolger auf dem Markt brachte. Die hatten allerdings oftmals mehr den Charakter eines Updates, was sich auch an der schlichten Namensänderung zeigte. So wurde beispielsweise aus dem Nokia 6310 bereits ein paar Monate später das 6310i, das als eines der erfolgreichsten Business-Mobiltelefone der Finnen in die Geschichte einging. Um es aber gleich vorweg zu nehmen: Ein bloßes Upgrade vom HTC Desire ist die neue S-Klasse nicht, denn dafür steckt zu viel mehr an PS unter der Haube.
nächste Seite: Mehr Leistung, schlechte Sprachqualität
Metall aus einem Guss
![]() Vierter im Bunde: Das HTC Desire S im Test Der optische Unterschied gegenüber dem Desire HD fällt nicht so groß aus, wie gegenüber dem Ur-Desire. Auch das Desire S weist auf der Frontseite keine physische Taste mehr auf, und auf den Trackball wurde ebenfalls komplett verzichtet. Im Zusammenspiel mit der bis zum Rand eben abschließenden Displayverglasung hat das Desire S einen optisch elegant-schlichten Auftritt. Zu kritisieren ist dabei allerdings die optische Beliebigkeit, da dieses Designkonzept zu Verwechslungen führen kann, vor allem mit dem Modell HTC Legend. Sehr überzeugend ist der Materialeinsatz. Das HTC Desire S besteht wie das HTC Legend zum Großteil aus einem Metallrahmen aus einem Guss, der den insgesamt hochwertigen optischen Auftritt zusätzlich unterstreicht. Nur auf der Rückseite wird der Aluminiumblock durch zwei gummierte Hartplastik-Partien unterbrochen. Der untere Block lässt sich entfernen und gibt so den Zugang zum SIM-Karten- und microSD-Speicherkarten-Slot frei. Klingt nach einer eleganten Lösung, die aber in der Praxis mit viel Krafteinsatz und Geduld verbunden ist.
Rein äußerlich hat sich am Display gegenüber dem Desire HD nur dezent etwas an der Größe verändert - es ist etwas kleiner geraten. Doch das Datenblatt verrät, dass statt AMOLED- die SuperLCD-Technologie eingesetzt wird. Um einen qualitativen Unterschied zu erkennen, muss man schon genauer hinsehen. Unter dem Strich ist das AMOLED-Display ein Hauch leuchtintensiver und heller, was aber im Alltag nicht weiter auffällt. Insgesamt ist die Darstellungsqualität farbintensiv, klar und dank 800 mal 480 Pixel hochauflösend. Eine also insgesamt der Preisliga angemessene Leistung.
Feine DetailsBei einem Smartphone, das im Internet ab 320 Euro gehandelt wird, kommt es beim Komfort vor allem auf die Details an, denn Funktionen wie Bluetooth, GPS-Empfänger samt Google Maps Navigation oder die grundlegenden Business-Funktionen, inklusive der Bearbeitungsmöglichkeit von Office-Dateien, sind in dieser Preisklasse obligat. Die Finessen können sich absolut sehen lassen. So werden Daten beispielsweise mit der derzeit maximalen mobilen Bandbreite transportiert: WLAN-n, HSPA mit maximal 14,4 MBit/s im Download und bis zu 5,76 MBit/s bei Uploads. Die Werte sind zwar eher theoretischer Natur, doch ist es für den Käufer beruhigend, dass das Desire S in diesem Sektor perspektivisch aufgestellt ist.
Gibt es etwas Neues gegenüber dem Ur-Desire? Ja, eine Frontkamera für Videotelefonie mit VGA-Auflösung. Das ist zwar nichts spektakuläres, doch da Apple Videotelefonate mit FaceTime wieder populärer gemacht hat, möchte HTC offensichtlich diesen Zug nicht verpassen, denn Skype ist bereits vorinstalliert. Netter Gag: Mit der Spiegel-Funktion kann man sich per Frontkamera schnörkellos selbst betrachten.
Die 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Licht leistet im Praxistest einen mittelprächtigen Dienst. Fotos werden angenehm flott und mit einer guten Farbnatürlichkeit eingefangen – auch in geschlossenen Räumen. Leider sind aber gerade ab halber Distanz die Fotos häufig etwas unscharf. Erfreulich leicht lassen sich auch Videos in guter Qualität in HD-Auflösung festhalten, was natürlich entsprechend viel Speicherplatz frisst.
Gut daher, dass bereits eine 8-GB-microSD-Speicherkarte zum Lieferumfang gehört und dass HTC den internen Speicher gegenüber dem Desire auf 1,1 Gigabyte verdoppelt hat. Musikalisch hat das Desire S auch einiges zu bieten. Der "Music Player" ist gut ausgestattet, der beigelegte Kopfhörer recht hochwertig, der 3,5-Millimeter-Klinkestecker schafft Flexibilität und auch das UKW-Radio sorgt für Kurzweil.
Lesen Sie auf der zweiten Seite neben dem Test-Fazit, wie sich das HTC Desire S personifizieren lässt und welche Schwächen es zeigt.
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