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Große Pläne: HP will 100 Millionen webOS-Geräte verkaufen

Nach Handys, Tablets und Druckern sollen bald auch Computer folgen
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HP webOS Tablet Handy Smartphone Drucker PC100 Millionen Geräte in 2011: HP hat große Pläne mit webOS Der kalifornische Computerhersteller Hewlett Packard hat offenbar nicht vor, mit seinem von Handheld-Spezialisten Palm entwickelten Betriebssystem webOS nur eine Randnotiz neben Android, iOS und Windows zu bleiben. Wie CEO Leo Apotheker der taiwanesischen Digitimes zufolge zu Protokoll gab, hat der Konzern sich das Ziel gesetzt, stolze 100 Millionen Geräte mit webOS an den Mann zu bringen - und zwar schon im Laufe dieses Jahres.

Bereits auf dem HP Summit in San Francisco hatte Apotheker angekündigt, man habe nicht vor, mit webOS in den untere Ligen zu spielen, wie das US-Portal Mashable berichtet. Mit der neuen Geräte-Generation, die derzeit aus den beiden Smartphones HP Veer und Pre 3 sowie dem Tablet HP TouchPad besteht, will sich HP nach vorne arbeiten. Es soll aber nicht bei diesen drei Geräten bleiben, denn so wäre das Ziel von 100 Millionen verkauften Einheiten in 2011 wohl sehr schwer zu erreichen. HP will webOS auch auf Druckern und anderen Geräten einsetzen, spätestens ab dem kommenden Jahr zudem auch auf jedem neuen HP-Computer. Ein 7-Zoll-Tablet ist bei HP offenbar noch für 2011 in Planung.

HP hat einen langen Weg vor sich

Die Gerüchten, HP wolle seine Computer-Sparte ausgliedern, sind Apotheker zufolge aus der Luft gegriffen. Als Käufer standen Samsung, Lenovo und Foxconn im Raum. Die Strategie bei HP ist insgesamt vor allem auf das derzeitige Trend-Thema Cloud Computing ausgestellt, hier will der Konzern mit Geräten und Diensten sowohl den Endkunden- als auch Unternehmens-Bereich in Angriff nehmen.

Das Ziel von HP, mit webOS ganz oben in der Riege der Betriebssysteme mitzuspielen, wird nicht leicht zu erreichen sein. Der Vorsprung der Konkurrenz von Google, Apple und Microsoft bei der Verbreitung ist enorm, und auch die Zahl der verfügbaren Geräte mit webOS ist derzeit noch sehr überschaubar, sind doch die neuen webOS-Smartphones und Tablets noch nicht einmal auf dem Markt. Vor allem im Bereich der Apps für mobile Geräte - für webOS gibt es derzeit rund 6 000 Anwendungen, iOS und Android sind hier im deutlich sechsstelligen Bereich unterwegs - hat HP massiven Nachholbedarf. Als einer der größten Computer-Hersteller der Welt kann HP aber durchaus die Möglichkeiten und Ressourcen aufbringen, um webOS zumindest deutlich stärker unter die Kundschaft zu bringen, als es derzeit der Fall ist.

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