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HP stampft Pre3 und neues Touchpad offenbar ein

webOS-Geräte werden radikal abgestoßen
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HP baut kräftig umHP baut kräftig um Die Ankündigung von HP, sich vom Betriebssystem webOS und den dazugehörigen und gerade erst gestarteten Geräten wieder zu trennen, hat für einigen Aufruhr gesorgt. Nachdem es gestern noch so ausgesehen hatte, als würde der Vertrieb des HP Touchpad, HP Pre3 und HP Veer zunächst weiterlaufen, gibt es nun gegenteilige Signale vom Hersteller. Weder das Pre3, das in den nächsten Tagen ausgeliefert werden sollte, noch das verbesserte HP Touchpad mit schnellerem Prozessor und mehr Speicherplatz werden nun offenbar auf den Markt kommen.

Medienberichten zufolge hat HP das Aus des Smartphones Pre3 beschlossen, obwohl das Handy in der kommenden Woche bereits zu den ersten Kunden ausgeliefert werden sollte. Einige Blogs melden zudem Bestätigungen aus Kreisen der Groß- und Einzelhändler, die das Pre3 im Programm haben. HP selbst war auf Nachfrage von teltarif.de nicht zu einer offiziellen Auskunft zu bewegen. Bei der ersten Ankündigung hieß es noch, der Vertrieb solle zunächst fortgesetzt werden.

webOS-Geräte verkaufen sich schlecht

Die Verkäufe der neuen Generation von webOS-Geräten bei HP waren offenbar nicht wie erwartet ausgefallen. In den USA hatte die große Handelskette Best Buy in den vergangenen Tagen geklagt, das HP Touchpad läge wie Blei in den Regalen und verkaufe sich außerordentlich schlecht. Im Gegensatz zu dem Vorgänger hatte sich der deutsche Provider o2 beim Pre3 bereits im Vorfeld gegen einen Vertrieb entschieden. HP hatte zuletzt mit starken Preissenkungen auf die schlechten Absatzzahlen reagiert. So wurde das HP Touchpad von 479 auf 399 Euro verbilligt, das zu Anfang ebenfalls 399 Euro teure webOS-Handy HP Veer kostet mittlerweile weniger als die Hälfte. Ob sich ein anderer Hersteller nun dem Betriebssystem und damit den Geräten, Käufern und Entwicklern annimmt, ist noch nicht bekannt. HP hatte in der Vergangenheit bereits den Wunsch geäußert, webOS für andere Unternehmen zu lizensieren, um die Verbreitung des Systems zu erhöhen.

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