Führungswechsel

Neuer webOS-Chef: HP will System für Fremdhersteller öffnen

Stephen DeWitt hat ambitionierte Ziele mit dem Betriebssystem
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Neuer webOS-Chef Stephen DeWittNeuer webOS-Chef Stephen DeWitt Der Computerhersteller Hewlett Packard (HP) startet in wenigen Tagen in Europa den Verkauf seiner neuen Geräte-Generation mit dem Palm-Betriebssystem webOS. Die zwei Smartphones HP Veer und HP Pre3 sollen zusammen mit dem Tablet HP TouchPad dafür sorgen, dass das neue System zu einer echten Alternative neben Android, iOS und den restlichen Plattformen wird. Mit verantwortlich dafür wird nun auch Stephen DeWitt sein, der neue General Manager der webOS-Geschäfte bei dem kalifornischen Hersteller. Der Vorgänger und ehemalige Palm-Chef Jon Rubinstein wird Senior Vice President für Produktinnovationen bei HP.

Im Interview mit Engadget erläuterte DeWitt, wie die Strategie mit webOS bei HP in Zukunft aussehen wird. Selbstredend wird HP seine komplette Marktmacht nutzen und das System künftig auch auf PCs neben Windows installieren. Die Gerüchte, Windows durch webOS ersetzen zu wollen, seien absurd, so DeWitt. Allerdings arbeitet HP auch daran, das System anderen Herstellern anzubieten, Samsung hatte bereits Interesse gezeigt. DeWitt zeigte sich froh darüber, dass HP das TouchPad nicht bereits zur CES gestartet hatte. Man sei schließlich nicht wie die anderen und packe lediglich Android auf ein Tablet und sei fertig. Man baue hier an einem kompletten Öko-System und einer speziellen Plattform, für die man zunächst die Kontrolle behalten müsse.

Kritik am TouchPad unberechtigt

In Zukunft soll webOS nicht mehr nur Smartphones, Tablets und Computern vorbehalten sein. DeWitt bestätigte die Pläne von HP, das Betriebssystem auch auf anderen Geräteklassen einsetzen zu wollen. Bereits in der Vergangenheit war unter anderem von Druckern die Rede.

Die Kritik am HP TouchPad im Vergleich mit dem iPad 2 von Apple will DeWitt nicht stehen lassen. Es sei keineswegs so, dass das mit gut 13 Millimetern und über 700 Gramm deutlich dickere und schwere TouchPad - das iPad 2 misst unter neun Millimeter und wiegt weniger als 600 Gramm - unelegant und weniger handlich sei. Dies liege unter anderem an der integrierten Ladespule für das kabellose Aufladen. Dies sei allerdings schlecht nach außen kommuniziert worden.

In den USA kommt unterdessen eine weitere Variante des HP TouchPad auf den Markt. Diese soll einen um 300 MHz schnelleren Prozessor an Bord haben und 4G-Netze unterstützen.

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