Umstrukturierungen

Entlassungen bei HP: IT-Konzern kämpft gegen sinkende Gewinne

Unternehmen leidet an Umsatzeinbrüchen durch iPad und Co.
Von mit Material von dpa
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Entlassungen bei HP: CEO Apotheker ordnet Konzern-Vorstand neuHP-CEO Léo Apotheker greift durch Der US-Amerikanische Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) musste in den vergangenen Monaten zunehmend sinkende Gewinne hinnehmen. Aus diesem Grund will CEO Léo Apotheker mit einer Reihe von personellen und organisatorischen Veränderungen gegen die Umsatzeinbrüche vorgehen. Wie der aus Deutschland stammende Chef des Unternehmens berichtete, werden mit sofortiger Wirkung zwei der Top-Manager ihren Stellen enthoben. Bei den entlassenen Mitarbeitern handelt es sich um Chief Administration Officer Pete Bocian sowie Chief Information Officer Randy Mott. Während die Stelle des Verwaltungschefs Bocians komplett gestrichen wird, sucht Apotheker für IT-Chef Mott bereits einen Nachfolger.

Neben den beiden Entlassungen wurden auch Änderungen vor allem in kundenorientierten Geschäftsbereichen geplant. Der Verantwortliche für das Geschäft mit Hardware und Services speziell für Firmen wird dem Konzernchef nun direkt unterstellt, genauso wie der Chef der Software-Sparte und der Vertriebschef. "Diese Geschäftszweige spielen eine zentrale Rolle bei unserem Wachstum und Erfolg", begründete Apotheker die Schritte.

Mit den internen Umstrukturierungen reagiert Apotheker auf die schwierige Lage, in der HP derzeit steckt. Der Konzern wird seine Computer immer schwerer los. Vor allem viele Privatkunden greifen mittlerweile lieber zu iPad und Co. Apotheker musste die Umsatz- und Gewinnprognosen für dieses Jahr bereits zurückschrauben und mahnte seine Manager eindringlich, aufs Geld zu schauen.

HP im Streit mit Oracle

Apotheker war im November als Nachfolgern von CEO Mark Hurd eigentlich mit dem Vorsatz angetreten, mehr Geld in Forschung und Entwicklung zu stecken und sich auf Innovationen zu konzentrieren. Doch nun ist der ehemalige Lenker des deutschen Softwarekonzerns SAP damit beschäftigt, das Unternehmen auf die neue Marktlage einzustellen.

Hurd, der Anfang September vergangenen Jahres im Zuge einer Spesenaffäre überraschend zurückgetreten war, wechselte anschließend zum HP-Konkurrenten Oracle. Der Wechsel sorgte für einen immer noch andauernden Streit zwischen beiden Konzernen, da HP sich um Firmengeheimnisse sorgt. Bereits kurz nach der Bekanntgabe von Hurds Jobwechsel durch die Presse, reichte HP eine Klageschrift gegen den ehemaligen CEO ein, in der das Unternehmen sowohl eine Unterlassenserklärung als auch Schadenersatz von Hurd fordert.

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