webOS-Tablet

HP TouchPad: Tablet mit webOS im ersten Eindruck

Palm-Betriebssystem kann am großen Display überzeugen
AAA

HP TouchPadDas HP TouchPad mit dem Betriebsystem webOS ist ein neues Gerät des Handheld-Spezialisten Palm. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona ist neben vielen Android-Tablets auch das HP TouchPad zu sehen, ein kürzlich vorgestelltes neues Gerät mit dem von Handheld-Spezialist Palm entwickelten Betriebssystem webOS. Schon beim ersten Ausprobieren zeigten sich die Vorzüge des Systems, aber auch ein paar Nachteile.

Das HP TouchPad ist ein Tablet in der vor allem bei der Nutzung zu Hause beliebten iPad-Größe von 9,7 Zoll. Das sorgt für viel Platz auf dem Display, den webOS ordentlich ausnutzt. Die Bedienung des Touchscreens funktioniert tadellos, auch Multitouch-Gesten sind kein Problem. Die allgemeine Arbeitsgeschwindigkeit des Tablets aus Kalifornien ist sehr flott, und Dank des guten Prozessors sehen auch 3D-Spiele sehr beeindruckend aus. Die virtuelle Tastatur, die in vier verschiedenen Größen dargestellt werden kann, ist gut nutzbar.

Durch die Unterstützung von echtem Multitasking werden geöffnete Programme in großen "Kacheln" nebeneinander dargestellt. Dabei kann die Reihenfolge individuell verändert werden und einzelne Anwendungen auch aufeinander gestapelt, also gruppiert werden. E-Mails werden als einzelne Anwendung angezeigt, es können also mehrere Nachrichten parallel offen gehalten und bearbeitet werden.

Dezente Benachrichtungen und schnelle Synchronisation

Sehr dezent und schön gelöst sind die Benachrichtigungen über Ereignisse und eingegangene Mails bei webOS. In der oberen rechten Ecke des Bildschirms werden Symbole eingeblendet, über die direkt und ohne Öffnen einer App etwa Absender und Betreff von Mails angesehen und als gelesen markiert werden. Tief ins System integriert wurden auch Social Networks wie etwa Facebook. Bilder zum Beispiel werden aus allen Kanälen, auch Facebook, in der normalen Galerie-Applikation angezeigt und können dort angeschaut oder auch kommentiert werden, ohne auf Facebook gehen zu müssen.

Die Interaktion mit den neuen Smartphones Palm Pre 3 und HP Veer wurde ebenfalls vorangetrieben. Wer etwa eine Webseite auf dem Tablet anschaut und diese auch auf dem Handy öffnen möchte, braucht das Smartphone nur kurz auf das TouchPad aufzulegen und beide synchronisieren sich automatisch. Wenn die Geräte verbunden sind, werden auf dem Tablet auch eingehende SMS oder Anrufe angezeigt.

webOS muss bei Apps noch aufholen

Der Schwachpunkt von webOS und damit auch dem TouchPad sind derzeit noch die Apps. Aktuell sind im Appstore etwa 7 000 Anwendungen vorhanden, damit liegen HP und Palm hier deutlich hinter der Konkurrenz. Hier muss dringend nachgebessert und die Entwickler-Community moblisiert werden, um den Rückstand zumindest ein wenig verringern zu können. Die beste Kombination aus Hardware und Betriebssystem nutzt schließlich wenig, wenn die entsprechenden Programme fehlen, die die Anwender haben möchten.

Ebenfalls ein negativer Aspekt sind die fehlenden Schnittstellen des HP TouchPad, es muss ohne direkten USB oder HDMI auskommen. Ein microUSB zum Laden ist allerdings vorhanden. Mit einem Gewicht von 740 Gramm ist das neue webOS-Tablet zudem kein Leichtgewicht. Trotz dieser Nachteile hebt sich das TouchPad doch wohltuend von der Masse der Android-Tablets ab und wird eine interessante Alternative bieten, wenn es im Sommer dann auf den Markt kommt.

Das HP TouchPad in Aktion

Unser Video vom HP TouchPad zeigt das neue Tablet in einer Demonstration für mobicroco auf dem Messestand in Barcelona.

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