ausprobiert

HP Touchpad im Hands-On: Erster Eindruck des webOS-Tablets

Kleinere und größere Denkpausen verringern den Spaß
AAA

Nach einer Vorlaufzeit von rund einem halben Jahr nach der ersten Präsentation ist das HP Touchpad mit dem Palm-Betriebssystem webOS seit Kurzem auch in Deutschland erhältlich. Das Tablet mit einem internen Speicherplatz von 32 GB, WLAN, einem 1,2 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor und ohne integriertes UMTS-Modem - dies ist noch nicht erhältlich und folgt später - kostet derzeit rund 560 Euro. Das neue Tablet ist in unserer Redaktion gelandet und muss sich im Test beweisen, der Erstkontakt mit dem HP Touchpad war schon einmal durchaus vielversprechend.

HP Touchpad 32GB

HP Touchpad im Hands-OnHP Touchpad im Hands-On Das HP Touchpad ist in Sachen Display ebenso groß wie das Apple iPad 2, der Bildschirm stammt wohl sogar vom selben Zulieferer. Er bietet satte Farben, eine gute Helligkeit, stabile Blickwinkel und reagiert schnell und präzise auf die Bedienung mit den Fingern. Allerdings ist das Touchpad deutlich schwerer und dicker, letzteres liegt zum Teil an der verwendeten Ladetechnik. Neben einem USB-Kabel lässt sich das Touchpad auch mit einer Induktions-Ladestation, dem sogenannten Touchstone, aufladen. Diese Technik erfordert eine Spule innerhalb des Tablets, die ein wenig Platz braucht. Das glänzende schwarze Kunststoff-Gehäuse, dass sich beim Laden leicht erwärmt, sammelt schnell viele hässliche Fingerabdrücke. Auf eine Kamera an der Rückseite hat HP verzichtet. Die Verarbeitung des Tablets ist sehr gelungen, Spaltmaße oder wackelnde Teile gibt es nicht.

HP Touchpad gönnt sich zu viele kurze Pausen

Fingerabdrücke überall nach zwei Stunden NutzungFingerabdrücke überall nach zwei Stunden Nutzung Einmal eingeschaltet, kommt das Herzstück des HP Touchpad zum Vorschein, das Betriebssystem webOS. Die Software bietet echtes Multitasking und ist, nach einer gewisser Eingewöhnungszeit, sehr intuitiv bedienbar. Ein kurzer Wisch von unten nach oben, und die App wird verlassen und wandert in den Hintergrund, neue Anwendungen lassen sich starten und laufen parallel zueinander. Die Tastatur lässt sich in vier Stufen in der Größe verändern und sehr gut bedienen, das Tippen geht für eine reine Touch-Tastatur sehr flott von der Hand. Der Appstore von HP ist allerdings noch nicht besonders gut gefüllt, immerhin sind aber bereits einige Anwendungen vorinstalliert, etwa das beliebte Spiel Angry Birds, die App von Privatsender Pro 7, ein Kinoprogramm oder die Kartensoftware Bing Maps. Mit Sevendigital steht auch ein Download-Store für Musik zur Verfügung.

Multitasking beherrscht das HP TouchpadMultitasking beherrscht das HP Touchpad Mit dem starken Prozessor sollte das HP Touchpad eigentlich sehr flott laufen. Tut es auch, zumindest sobald die jeweilige Anwendung gestartet wurde. Hier gönnt sich das Tablet von HP allerdings teils deutliche Ladepausen, die mehrere Sekunden betragen können. Beim Starten des Browsers vergehen hier und da weitere Sekunden, bis die Anwendung Signale der Tastatur annimmt. Das ist unschön und dürfte mit dem recht frischen Betriebssystem webOS 3 zusammenhängen, an der Hardware kann es eigentlich nicht liegen. Ungewohnt weiterhin: es gibt, ungleich etwa zu Android, keine Möglichkeit, Icons oder Widgets auf dem Desktop zu platzieren, die Schnellstartleiste am unteren Rand kann zudem nur fürnf Verknüpfungen aufnehmen.

Im ausführlichen Test in den kommenden Tagen wird sich zeigen, wie sich das HP Touchpad im Alltag schlägt. Interessant werden die Multimedia-Fähigkeiten des Tablets, die Akku-Laufzeit, und wie sehr sich die geringe Anzahl von Anwendungen im Appstore von HP im Alltag auswirkt.

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