Kehrtwende

HP plant neue Tablet-Strategie mit Android und Windows

Zunächst muss allerdings Abspaltung der Personal Systems Group erfolgen
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Die Tablets sind tot, es leben die Tablets! So oder ähnlich geht es derzeit beim amerikanischen Hersteller Hewlett-Packard zu. Nachdem Unternehmenschef Leo Apotheker vor wenigen Wochen das Aus des HP Touchpad verkündet hatte und umfangreiche Umbaumaßnahmen im Konzern angehen wollte, gibt es nun zumindest eine kleine Rolle rückwärts. Wie Todd Bradley, Vize-Präsident der Personal Systems Group bei HP, im Interview mit dem Wall Street Journal (WSJ) durchblicken ließ, wird es in Zukunft nämlich wohl durchaus wieder Tablets von HP geben, allerdings nicht mehr mit dem Palm-Betriebssystem webOS. Bradley möchte stattdessen in Zukunft auf die Betriebssysteme von Google und Microsoft setzen.

HP will neue TabletsHP will neue Tablets Damit setzt HP in Zukunft auf Tablets mit Windows und Android an Stelle von webOS. In der Vergangenheit hatte HP bereits ein Windows-Tablet mit Intel-Hardware vorgestellt, das HP Slate 500. Das Modell war allerdings hauptsächlich für den Business-Bereich gedacht und weniger für den Privatanwender. Denkbar wäre, dass dies auch in Zukunft die Aufteilung bleiben könnte: Windows-Tablets für die Unternehmenskundschaft, Android-Modelle für Otto Normalverbraucher. Gerade bei den Android-Tablets ist die Konkurrenz allerdings mittlerweile so groß, dass HP versuchen muss, sich aus der Masse abzugrenzen, um den Anschluss zu schaffen. Die Chancen, das mit einem eigenen Betriebssystem wie webOS zu tun, hat das Unternehmen nicht genutzt.

Konzernumbruch wird vorangetrieben

Bevor es allerdings mit den neuen Tablets von HP so weit ist, dass neue HP-Tablets auf den Markt kommen können, soll zuerst die geplante Abspaltung der PSG aus dem Hauptkonzern abgewickelt werden. Bradley erwartet sich davon mehr Handlungsspielraum und eine beweglichere Struktur im Unternehmen. Die Umstrukturierung und der rasche Strategiewechsel bei HP im Hinblick auf webOS hat allerdings für Verwirrung bei den Kunden gesorgt, so Bradley, man hätte hier klarer kommunizieren müssen. Das Unternehmen arbeitet allerdings daran, diese Scharte auszuwetzen und versucht, mit Online-Informationen und Inseraten in Zeitungen aufzuklären, wie ZDNet.de berichtet.

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