Ausprobiert

Honor Holly: Dual-SIM-Smartphone mit Preis-runter-Aktion im Test

Mit dem Honor Holly geht der Hersteller einen neuen Weg, denn im Rahmen einer Aktion lässt sich der Preis des Gerätes reduzieren. Wir haben das Dual-SIM-Smartphones angesehen und verraten, ob sich der Kauf überhaupt lohnt. Lesen Sie im Test, wie sich das Holly im Alltag schlägt.
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Mit dem Honor Holly kommt das nunmehr dritte Smartphone der Tochter-Marke von Huawei auf den deutschen Markt. Highlights sind neben der Dual-SIM-Funktion des Gerätes auch dessen Preisgestaltung. Im Rahmen einer Aktion können Interessierte den Preis des Holly mitbestimmen. Wir haben uns die Aktion sowie das Smartphone näher angesehen. Im Folgenden verraten wir, ob das Honor Holly im Test überzeugen kann.

Preis einfach mal selbst bestimmen

Das Honor Holly im Smartphone-Test Honor verkauft das Holly (Hol-U19) regulär für 139,99 Euro. Für ein Dual-SIM-Smartphone mit Quad-Core-Prozessor ist dies bereits ein guter Preis. Im Rahmen einer Aktion gibt es das Gerät zum Start jedoch noch günstiger. Auf der Webseite von Honor [Link entfernt] haben Interessierte die Möglichkeit, den Preis des Holly zu senken, indem sie sich über Facebook, Twitter oder E-Mail mit Honor verbinden. Einen Kaufzwang gibt es laut Honor nicht. Mittlerweile haben sich genügend Nutzer mit dem Hersteller vernetzt und das erste Preisziel von 129,99 Euro wurde erreicht. Am 23. Februar soll der Endpreis des Honor Holly bekannt geben werden. Der Verkauf zum Aktionspreis ist dann bis 26. Februar möglich. Anschließend gilt wieder die reguläre UVP.

Da glänzt das Plastik

Honor Holly
Beim Honor Holly fällt das Plastik-Gehäuse sofort ins Auge. Die weiße Rückseite bei unserem Testgerät zeigt sich stark glänzend und ist beinahe ein Magnet für Fingerabdrücke und Schlieren. Die glatte Oberfläche macht das Gerät zudem sehr rutschig und beeinträchtigt dadurch das Handling. Ebenfalls aus Kunststoff gefertigt sind die Lautstärke-Wippe sowie der Power-Button, die sich rechts am Gerät befinden und im Einhand-Betrieb auch mit kleinen Händen gut erreichbar sind. Gleichzeitig sind diese Tasten die einzigen haptischen Buttons am Gerät. Beide bieten einen guten Druckpunkt und sind durch ihre unterschiedliche Größe gut voneinander zu unterscheiden. Der 3,5-Millimeter-Klinkenstecker für den Anschluss von Kopfhörern wurde am oberen Rand positioniert.

Die Verarbeitung des Holly ist gut, es finden sich keine untypischen Spalten oder schlecht aufeinander passende Bauteile. Über den microUSB-Anschluss lässt sich die Rückschale entfernen. Unter der Abdeckung verbirgt sich der wechselbare Akku sowie die Slots für die beiden Micro-SIM-Karten sowie für die microSD-Speicherkarte. Die beiden SIM-Kartenslots sind beschriftet, sodass Nutzer nicht raten müssen, welcher Slot die Haupt-SIM aufnimmt. Zusätzlich hat Huawei auch vermerkt, welcher Einschub welche Mobilfunk-Standards unterstützt. Slot 1 (WCDMA und GSM) ist für die SIM-Karte gedacht, mit der der Nutzer via UMTS im Netz surfen möchte, Slot 2 (GSM) nimmt eine weitere SIM-Karte für reine Gesprächsverbindungen auf.


Honor Holly: Dual-SIM-Smartphone im Kunststoff-Kleid

Display mit HD-Auflösung

Mit seinem 5 Zoll in der Diagonale messenden IPS-Display gehört das Honor Holly zu den größeren Smartphones. Statt in Full-HD löst der Bildschirm nur in HD-Qualität (1 280 mal 720 Pixel) auf. Dennoch kann die Darstellung überzeugen: Auf Webseiten konnten wir selbst bei maximalem Zoom kaum Treppchenbildung bei den Buchstaben feststellen. Erfreulich ist auch, dass sich Farben natürlich und leuchtstark zeigen. Weder wirken sie blass oder ausgewaschen, noch zeigen sie die teils bei AMOLED-Displays auftretende Knalligkeit.

Bei automatischer Helligkeit scheint der Screen immer etwas dunkel. Besser ist es daher, die Helligkeit manuell auf maximales Niveau nach oben zu schrauben. Ein Nachteil ist jedoch, dass bei dieser Einstellung der Akku mehr beansprucht wird. Zur Akkuleistung kommen wir aber später noch einmal.

Beim Honor Holly kommt kein Gorilla Glass zum Einsatz. Unklar ist daher, inwieweit der Hersteller die Glasoberfläche vor Kratzern schützt. Möglicherweise wurde ein alternatives, kratzfestes Glas verwendet. Hinweise vom Hersteller gibt es dazu allerdings nicht. Die Glasoberfläche des Holly spiegelt recht stark. Dies fällt besonders bei schräger Sicht auf den Bildschirm negativ auf, da der Blickwinkel beeinträchtigt wird. Die Farben werden blasser und die starke Spiegelung macht den Bildschirm nur schwer ablesbar.


IPS-HD-Display aus verschiedenen Blickwinkeln

Android und fehlendes Emotion UI

Das Honor Holly wird mit Android in der Version 4.4.2 Kitkat ausgeliefert. Warum Huawei das Gerät gerade mit dieser veralteten Version ausliefert und nicht zumindest schon Android 4.4.4 installiert hat, bleibt unbeantwortet. Ebenfalls unklar ist, ob es ein Update auf Android Lollipop geben wird.

Bloatware sucht man beim Holly vergeblich. Auf dem Smartphone finden sich nur wichtige System-Apps und die klassischen Google-Anwendungen wie Gmail, Google Drive und Co. Das Android-System und die System-Apps benötigen etwa 3 GB Speicher. Von dem 16 GB großen internen Speicher stehen somit noch 13 GB zur Verfügung. Via microSD-Karte kann der Speicher um bis zu 32 GB zusätzlich erweitert werden.

Auch wenn Honor als eigenständige Marke separat vermarktet wird, steckt hinter ihr der Hersteller Huawei. Daher findet sich auch die von den Chinesen bekannte Oberfläche Emotion UI. Zum Einsatz kommt sie in der Version 2.3 und nicht in der neuen Version 3.0. Typisch für Emotion UI ist, dass Apps direkt auf dem Homescreen abgelegt werden, einen App-Drawer gibt es nicht. Somit erinnert die Oberfläche stark an Apples iOS. Auffällig ist, dass bekannte Merkmale wie die Themes in der Emui-Version des Holly fehlen. Durch die Themes lässt sich das Design der Nutzer-Oberfläche der Huawei-Geräte normalerweise grundlegend ändern. Beim Holly steht Nutzern hingegen nur die Standard-Oberfläche zur Auswahl.

Auf der nächsten Seite zeigen wir die Dual-SIM-Eigenschaften und sagen, welche Leistung vom Holly zu erwarten ist. Außerdem finden Sie dort unser Testfazit.

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