Klangverbesserung

Jetzt auch im E-Plus-Netz: HD Voice sorgt für besseren Sprachklang

Als dritter Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland startet E-Plus mit der Sprachverbesserung HD Voice. Lesen Sie bei uns, was die Technik bringt und was für die Nutzung notwendig ist.
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etzt auch im E-Plus-Netz: HD Voice sorgt für beseren SprachklangJetzt auch im E-Plus-Netz: HD Voice sorgt für beseren Sprachklang Die Telekom und Vodafone haben die Technik bereits in ihren Mobil­funk­netzen imple­mentiert: HD Voice ist eine an­er­kannte und stan­dardi­sierte Technik zur Ver­besserung der Sprach­qualität in UMTS-Netzen. Nun zieht als dritter deutscher Netz­be­treiber E-Plus nach und akti­viert die Klang­ver­besserung in seinem Netz.

E-Plus teilt heute mit, dass HD Voice im kompletten UMTS-Netz des Unternehmens ab sofort flächendeckend verfügbar ist. Im E-Plus-Netz soll der neue Standard nun ein fast doppelt so breites, akustisches Frequenzspektrum bieten. "Mit HD Voice entsteht ein ganz neues Telefonie-Erlebnis auf beiden Seiten", meint Andreas Köppen als zuständiger Projektleiter bei der E-Plus-Gruppe. "Das neue Feature liefert eine brillante und sehr überzeugende Sprachqualität in nie dagewesener Form".

Beide Smartphones müssen die Technik implementiert haben

E-Plus verschweigt aber nicht, dass für die Nutzung der Sprachverbesserungs-Technik durch die eigenen Kunden gewisse Voraussetzungen gegeben sein müssen: Das verwendete Smartphone muss die Technik unterstützen, ansonsten telefoniert der Nutzer mit der bislang verwendeten Technik. Und auch das alleine reicht nicht: Unterstützt das Mobiltelefon des Gesprächspartners HD Voice nicht, wird ebenfalls die "alte" Technik genutzt, auch wenn immerhin einer der Gesprächsteilnehmer ein kompatibles Smartphone hat.

Das betrifft auch Regionen, in denen das UMTS-Netz schwach ist und darum beide Anwender wieder über das herkömmliche GSM-Netz telefonieren, denn HD Voice ist lediglich in die UMTS-Netze implementiert. Hinter der Bezeichnung HD Voice verbirgt sich der weltweite Standard "Adaptive Multirate Codec / Wide-Band" (AMR-WB). In der Regel ist der Frequenzbereich bei Telefonaten auf 3,4 kHz begrenzt, bei HD Voice reicht er dagegen bis etwa 7 kHz.

Akustisch ausgedrückt ist es bei HD Voice nicht nur so, dass die menschliche Stimme natürlicher klingt und ein umfangreicheres Frequenzspektrum hat, sondern sie hebt sich auch besser von Hintergrundgeräuschen ab. Dies macht sich beispielsweise dann bemerkbar, wenn mindestens ein Gesprächsteilnehmer in einem großen, halligen Raum telefoniert, in dem sich viele Menschen aufhalten. Dies ist beispielsweise in Bahnhofshallen, auf Volksfesten, in Flughafengebäuden oder in Messehallen der Fall.

Ein Pionier ist E-Plus bei HD Voice allerdings nicht: teltarif.de konnte die Technik erstmals im Herbst 2010 bei Orange Schweiz testen. Gut ein Jahr später führte die Deutsche Telekom die Technik ein und wir unterzogen sie einem Härtetest. Damals gab es bereits acht kompatible Smartphones. Wieder ein Jahr später war das iPhone 5 das erste Apple-Smartphone, das HD Voice an Bord hatte. Im Sommer 2013 führte Vodafone HD Voice ein.

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