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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Zukunftsmusik: Das komplett vernetze HausEnergiemanagement, Zugang per RFID und Rund-um-Überwachung
Die technische Entwicklung schreitet voran und damit auch die Möglichkeit, sein
Eigenheim zu vernetzen. So kann etwa
mittels so genannter Homeserver das komplette Haus mit digitalen Inhalten versorgt
werden. Doch nach dem Willen einiger findiger Entwickler ist dies nur ein kleiner,
erster Schritt: Auf die Multimedia-Vernetzung soll die
Voll-Vernetzung des Hauses folgen. Hierzu gibt es die verschiedensten Ideen und
auch schon verfügbare Technologien.
Gesteuert wird ein vollvernetztes Haus über ein zentrales Inhouse-Gerät oder zum Beispiel über
das Internet vom PC oder per Smartphone. Die verbauten Gerätschaften arbeiten dabei Hand
in Hand, technisch wird das ganze über ein Bus-System realisiert. In Europa ist
dabei KNX zum Standard geworden. Über die Datenleitungen im Haus werden die Daten
dann an die jeweiligen Empfangs-Einheiten weitergegeben.
Als sinnvolle Anwendungen erscheinen hier zum Beispiel Features, die beim Energiesparen helfen sollen: Die Heizung wird automatisch ausgeschaltet, sobald ein Fenster geöffnet wird, in ungenutzten Räumen wird die Temperatur schrittweise herunterreguliert. Von der Arbeit aus lässt sich die Heizung per Internet ebenfalls regulieren, um dann gegen Abend vor dem Nachhause-Weg vorzuheizen und die Heizkörper hierfür nicht den ganzen Tag zu beanspruchen. Big Brother lässt grüßen: RFID-Chips und KameraüberwachungManch andere Funktion dürfte viele Nutzer indes schrecken: So wäre die Zugangs-Kontrolle per RFID-Chips möglich, die zum Beispiel in den Klamotten eines Kindes vernäht sind. Möglicher Nebeneffekt: Geklaute Jacken funktionieren entsprechend einem geklauten Schlüssel. Nicht gefeit ist der Nutzer je nach Installation auch vor einem Stromausfall, bleibt zu hoffen, dass in einem solchen Fall auch eine Alternativ-Lösung mit klassischem Schlüssel verbaut wurde. Zudem können zum Beispiel die Räume oder der Außenbereich des Hauses per Kameras überwacht werden, die Bilder sind dann per Internet abrufbar. Wem das vielleicht etwas zu Big-Brother-lastig ist, der kann auf derartige Features natürlich verzichten. Solche Lösungen bergen nämlich ebenfalls eine Gefahr: Ist der Online-Zugang zu den Überwachungsbildern nicht ausreichend gut gesichert (und das ist für Laien wohl schwer erkennbar), haben Unbefugte per Video Einblick in die intimste Privatsphäre, und wer möchte solche Aufzeichnungen schon auf weltweiten Videoportalen finden? Der Sicherheitsaspekt tangiert jedoch auch alle anderen Bereiche: Hacker könnten im Zweifel nicht nur Zugriff auf die genannten Bilder erlangen, sondern gleich das ganze Haus übernehmen. In einem solchem Fall dürfte der Nutzer den Tag verfluchen, an dem er sich für das angeblich intelligente Haus entschieden hat.
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