Telefon-Verkabelung

Neubau: Die richtige Telefon- und TV-Verkabelung

In unserem Ratgeber zur richtige Kabelinfrastruktur für den Neubau haben wir Ihnen bereits eine Einführung in die Verkabelung eines Hauses gegeben - jetzt geht es an die Details. In der Regel soll die Möglichkeit bestehen,
Vom teltarif.de-Team zusammengestellt
AAA

In unserem Ratgeber zur richtige Kabelinfrastruktur für den Neubau haben wir Ihnen bereits eine Einführung in die Verkabelung eines Hauses gegeben - jetzt geht es an die Details.

In der Regel soll die Möglichkeit bestehen, in jedem Raum ein Telefon anzuschließen. Ein zusätzliches Kabel dafür wird nicht benötigt, wenn die Empfehlungen des vorherigen Abschnitts beachtet wurden. Das Computernetzwerk ist gleichzeitig auch Ihr Telefonnetzwerk. Am Patchfeld wird entschieden, welche Raumanschlussdose für PC/Laptop oder Telefon/Fax verwendet wird. Durch diese Technik lassen sich solche Entscheidungen immer wieder revidieren, das Patchkabel wird einfach umgesteckt. Die meisten Elektroinstallateure möchten trotzdem gern noch ein zusätzlichen Telefonkabel installieren. Lassen Sie sich nicht überreden, das ist in diesem Fall eine unnötige Zusatzinvestition.

Zukünftige Entwicklungen in Blick behalten

Patchfeld (Foto: Siemon) Niemand kann heute mit Sicherheit voraussagen, wie sich die Fernsehlandschaft in den nächsten 20 Jahren entwickeln wird. Seit einiger Zeit wird auch Fernsehen über das Internet, so genanntes IPTV, angeboten. Wenn Sie sich hierfür entscheiden, benötigen Sie keine weitere Installation. Sie sehen über das zuvor beschriebene Ethernet-Netzwerk auch fern.

Prüfen Sie gerade für IPTV (aber natürlich auch sonst), ob die vom Provider versprochene DSL-Bandbreite auch tatsächlich dauerhaft verfügbar ist. Die DSL-Anbieter versprechen in ihrer Werbung gern "bis zu x MBit/s", was aber gleichzeitig "das kann auch weniger sein" heißt.

Bei der Entscheidung für eine gesonderte TV-Verkablung müsste nun eigentlich die TV-Technologie ausgewählt werden: DVB-S (Satelliten-TV), DVB-T (Terrestrisches TV) oder DVB-C (Kabel-TV). Bei DVB-S und DVB-T kommt das Signal von einer Dach-Antenne, also von oben, bei Kabel-TV kommt das Signal von einem Erdkabel, also von unten. Wir planen aber so, dass Sie sich später ohne allzu großen Aufwand umentscheiden können. Multimediadose mit Netzwerk und TV

Da das Fernsehen alltäglicher Bestandteil des Lebens geworden ist, lässt es sich nicht auf einen Raum begrenzen. Neben dem Wohnraum und möglicherweise den Kinderzimmern sollten das Schlafzimmer und die Küche mit einem TV-Anschluss ausgestattet werden. Dort, wo ein Video-Recorder aufgebaut werden soll, sollte jeweils ein zweiter Anschluss vorgesehen werden. Für moderne Einfamilienhäuser typisch sind zwei Anschlüsse im Wohnzimmer, jeweils einer im Schlafzimmer, in den Kinderzimmern und der Küche, insgesamt also sechs.

Die TV-Verkabelung

Gehen Sie ähnlich wie bei der LAN-Verkabelung vor. Unter dem Dach bzw. dort, wo eventuell die Sat-Schüssel montieren werden soll, laufen die Enden der Koax-Kabel aus den einzelnen Zimmern zusammen. Multischalter 5-6 (Foto: Spaun) Bei der DVB-S-Installation wird hier ein Multischalter installiert. Er verbindet die LNBs der Sat-Schüssel, also die Empfangsantennen, mit den Leitungen zu den TV-Geräten und Recordern. In unserem Beispiel wird ein Multischalter für sechs TV-Geräte benötigt. Sollen nur Sat-Signale eingespeist werden, nennt sich der Multischalter "4-6", soll auch das terrestrische TV eingespeist werden, heißt er "5-6". Die Bezeichnung setzt sich zusammen aus den fünf Eingängen für den Vertikal-Low-Band LNB, den Horizontal-Low-Band LNB, den Vertikal-High-Band LNB, den Horizontal-Low-Band LNB und die terrestrische Antenne. Die zweite Zahl bezeichnet die Zahl der Ausgänge, in diesem Fall sechs - somit können sechs Räume versorgt werden.

Alles aus einer Hand

Preise: Den Neubau verkabeln
TV-Anschlussdosen: 20 - 50 Euro
Sat-fähiges Koax-Kabel (100 m): ca. 50 Euro
Multischalter: ab ca. 50 Euro
Beim Kabel-TV werden Schüssel und Multischalter eingespart, dafür fallen monatliche Gebühren an den Kabel-Anbieter an - die Infrastruktur bleibt im Prinzip gleich. Anstelle des Multischalters wird ein BK-Verteiler installiert. Der Verteiler bietet einen Eingang und in unserem Fall sechs Ausgänge. Der Kabel-TV-Anbieter liefert Ihnen das Kabel ins Haus, üblicherweise in den Hausanschlussraum. Von hier aus wird nun ein Koax-Kabel zum BK-Verteiler gelegt.

Aus- und Eingänge des BK-Verteilers sind mit Pfeilen gekennzeichnet. (Foto: Hirschmann) Bei der Entscheidung für das Kabel sollten Sie auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, das schnelle Internet und die Telefonie über den Kabelprovider zu beziehen. Das Triple Play genannte Angebot ist in der Regel preisgünstiger als der getrennte Bezug von TV, Internet und Telefonie - auch bei DSL kann sich diese Überlegung übrigens rechnen, da auch Fernsehen via Telefonleitung im Paket mit Telefonie und Internet-Zugang angeboten wird.

Nun zahlt sich die bisher geschilderte Art der Installation aus. Wenn sich der Sternpunkt von Ethernet und Koax-Kabelnetz in unmittelbarer Nähe befindet, ist es sehr einfach, das Internet vom Kabelprovider ohne Umwege in das lokale Ethernet einzuspeisen.

Ratgeber rund Hausbau und Telekommunikation