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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Die richtige Kabelinfrastruktur für den NeubauSo wird der Neubau zukunftsgerecht verkabelt
Spätestens wenn der Rohbau steht, ist es Zeit, die "Kabel-Entscheidungen" für das komplette Haus
zu treffen. Jetzt werden die Weichen gestellt, die für Jahrzehnte darüber
entscheiden, ob PCs, TV-Geräte, Telefone und Fax-Geräte an sinnvollen Stellen im Haus ans Netz
gehen. Planungsfehler in der Bauphase wirken noch Jahrzehnte später unangenehm nach.
In Deutschland gibt es bekanntlich für alles Normen und Vorschriften, so auch
für die strukturierte Verkabelung in Wohngebäuden. Das Regelwerk DIN EN 50173-4
ist eine gute Hilfe für Planungsbüros, der Hausbauer benötigt sie nicht. Alles
was Sie wissen müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.
Das Computernetzwerk
Ein Cat-7-Kabel ist für 10-GBit-Ethernet geeignet. 10 GBit/s ist weit mehr, als heutige Netzwerkgeräte für den Heimgebrauch liefern, jedoch ist es ratsam schon 20 Jahre im Voraus zu planen.
Kein Raum ohne LAN
Auch wenn es zunächst unnötig erscheint: Aus Gründen der Zukunftssicherheit sollte
für jeden Raum, auch Bad, Küche, Heizungskeller, Vorratsraum,
Keller, Sauna-Raum, Hauswirtschaftsraum, Schlafzimmer und Garage je eine
Cat-Doppeldose eingeplant werden. Wohnräume, Esszimmer und Kinderzimmer sollten zwei Doppeldosen
bekommen. Bei einem normalen Einfamilienhaus sind das in der Regel 12 bis
16 Ethernet-Anschlussdosen. Für das Netzwerk muss der Häuslebauer mehrere hundert Euro ansetzen, für
eine Investition für einen sehr langen Zeitraum ist dies noch sehr überschaubar.
Nun bedarf es eines Raumes im Haus, in dem die Technik "versteckt" wird. Dies kann ein Keller sein oder der Hausanschlussraum. Günstig ist die Nähe zum Telefonanschlussfeld, das von der Telekom installiert wird. Ist kein Keller geplant, gibt es vielleicht auf dem Dachboden Platz für die Technik. Gern genutzt wird auch ein Raum unter der Treppe. Von hier werden die Netzwerkkabel sternförmig zu den Anschlussdosen in den Räumen verlegt. Hierbei ist die Einhaltung der Biegeradien sehr wichtig, um das Kabel nicht zu verletzen. Im Mittelpunkt des so entstehenden Kabelsterns wird ein so genanntes Patchfeld installiert. Dies ist eine Metallbox, in der die Netzwerkkabel sauber und sicher angeschlossen werden. Dazu gibt es Spezialwerkzeug, wobei sich LSA (löt-, schraub- und abisolierfrei) etabliert hat. Hier ist Sorgfalt angesagt, sonst gibt es später Störungen. Patchfelder sind vergleichsweise preiswert. Auf der folgenden Seite erfahren Sie, wie Sie die Telefon- und TV-Verkabelung realisieren.
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