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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 19.05.2013 |
Das ganze Heim ohne neue Kabel mit Breitband-Internet versorgenEthernet-Alternative: WLAN, Powerline und Übertragung per FernsehkabelInhaltsverzeichnis:1. Ethernet-"Nachverkabelung" mit Hindernissen, WLAN als Alternative2. Powerline und Kabelnetz: Netzwerk über bestehende Verkabelung einrichten ![]() Das ganze Heim ohne neue Kabel mit Breitband-Internet versorgen Um im neuen Heim, sei es ein Haus, sei es eine Wohnung, in den Genuss eines breitbandigen Internet-Anschlusses zu gelangen, muss das neue Domizil von einem Internet-Provider angeschlossen werden. Doch damit ist die Arbeit unter Umständen noch nicht erledigt: Natürlich müssen auch die einzelnen Computer angebunden werden, sprich, bei mehreren Zimmern muss die Versorgung in den einzelnen Räumen gewährleistet sein. Wer sich ein neues Haus baut, kann bei der Konstruktion und Umsetzung direkt die Indoor-Verkabelung für die Telekommunikation im Blick behalten: So können entsprechende Rohre verlegt und genügend Räume auf die TK-Nutzung vorbereitet werden. Wird indessen ein bestehendes Haus bezogen, steht diese Variante in aller Regel nicht zur Verfügung: Vor 30, 50 oder gar 100 Jahren wurde eben noch nicht mit dem Internet gerechnet. Sind also die entsprechenden Rohre nicht verlegt worden, muss eine andere Lösung gefunden werden. Nachträglich Verkabelung oft aufwendig und teuerHier bieten sich verschiedene Varianten an: Die nachträgliche Verkabelung per Ethernet ist zwar naheliegend, aber unter Umständen keine besonders gute Wahl. Hier stünden potenziell wiederum zwei Arten zur Verfügung: Die "Unter Putz"- und die "Über Putz"-Variante. Die Unter-Putz-Verlegung ist dabei nur sinnvoll, wenn ein Haus totalsaniert wird, ansonsten droht ein erheblicher (finanzieller und handwerklicher) Aufwand: Putz aufbrechen, Kabel verlegen, Durchgänge durch Wände bohren, Knick-Stellen vermeiden, Zuputzen, dann noch die Farbe zum Überstreichen kaufen und dabei den Original-Farb-Ton treffen. Dies alles ist sehr arbeitsaufwändig und belastet zudem den Sparstrumpf über Maßen. Eine Verlegung von Kabeln "Über Putz" ist dagegen optisch nicht besonders schön und kann zudem natürlich an Knickstellen ebenfalls erhebliche Probleme bereiten. Doch auch wenn sich der Nutzer gegen diese beiden Varianten entscheidet, muss auf die Indoor-Breitbandversorgung nicht verzichtet werden, im Gegenteil: Mit dem allseits bekannten WLAN, dem weniger bekannten Powerline und der sicherlich den meisten Nutzern nicht vertrauten Powerline-ähnlichen Übertragung per Fernsehkabel kommen die Räume ohne übermäßigen Aufwand ans Breitband. Eines vorab: Übertragungsraten wie bei Gigabit- oder gar 10-Gigabit-Ethernet können hier nicht erwartet werden, aber für aktuelle Anwendungen, selbst für Multimedia-Inhalte, sind die Übertragungsraten je nach Technologie noch ausreichend. Wie die drei Varianten umgesetzt werden, erfahren Sie in diesem Artikel. WLAN: Ohne Kabel, aber bei Stahlbeton machtlos
Die bekannteste Variante zur Versorgung der verschiedenen Räume mit schnellem Internet
ist die Nutzung von WLAN, zumal viele
Internet-Provider einen passenden Router im Paketpreis oder gegen ein geringes Entgelt für Neukunden mitliefern.
Mancher Hardware-Hersteller gibt hier für sein Produkt eine Reichweite von bis zu 300 Meter an,
dies ist allerdings, gelinde gesagt,
eine sehr optimistische Schätzung. Ein solcher Wert wird
nämlich lediglich theoretisch und dann im Freien ohne sonstige
Störfaktoren erreicht, im Haus oder der Wohnung reduziert sich die Reichweite vor allem bei einfacher Hardware
in der Praxis dagegen auf 20 bis 30 Meter.
Für eine kleine Wohnung reicht dies aus, wer dagegen ein ganzes Haus sein eigen nennt, stößt an die technischen Grenzen. Abhilfe in einem gewissen Rahmen schafft hier Hardware mit technischen Verbesserungen wie zum Beispiel MIMO, also den Einsatz mehrerer Antennen, die allerdings ihren Preis hat. Auch die Nutzung von WLAN-Repeatern erhöht die Reichweite, ist aber zumindest bei "normalen" Geräten mit dem Manko behaftet, die Übertragungsgeschwindigkeit zu reduzieren, da sie mit einer kombinieren Sende-/Empfangseinheit ausgestattet sind. Teurere Varianten indes können die reguläre Bandbreite erhalten, wenn sie zum Senden und Empfangen getrennte Einheiten verwenden. Verbindungsqualität und Reichweite bei WLAN erhöhenZudem lässt sich die Verbindungsqualität, und in einem gewissen Maße damit auch die Reichweite, durch einige Faktoren erhöhen: So sollte PC-seitig die WLAN-Antenne nicht auf der Rückseite des Computers sitzen, zum Beispiel als "Außenstück" einer direkt im PC verbauten Steckkarte. Auch interne WLAN-Module erschweren den Funkkontakt. In Laptops sind sie aus Sicht der Nutzbarkeit sinnvoll, in Desktop-PCs dagegen nicht. Richtig schwierig wird es in Häusern mit Stahlbetonkonstruktionen, hier versagt die WLAN-Technik gerne ihren Dienst. Vorteil von WLAN indes: Auch mobile Geräte können problemlos eingebunden werden. Wer auf der Couch mit seinem Smartphone ins Netz will, hat hier gegenüber allen Kabel-benötigenden Varianten die komfortabelste Anbindung. Bei der Funktechnik können sich theoretisch beliebig viele Nutzer ins Netzwerk einklinken, natürlich drückt dies die rechnerische Bandbreite für jeden Nutzer (die aber wiederum vor allem durch die Bandbreite des Grundanschlusses bestimmt wird). Bei WLAN auf den Standard achten
Auf der folgenden Seite erfahren Sie, wie sie per Powerline ohne neue Kabel das Haus vernetzen und welche weiteren Möglichkeiten es gibt.
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