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HanseNet: Steigende Gewinne trotz sinkender Umsätze (aktualisiert)06.08.2009
18:20 Viele Arbeitsplätze bei HanseNet gefährdet
Der Hamburger Anbieter HanseNet (Alice) hat seine
Geschäftszahlen für die erste Jahreshälfte 2009 vorgestellt. Dabei gingen die
Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht zurück, sie liegen jetzt mit
568,7 Millionen Euro etwa 5 Prozent unter den Zahlen von
2008. Währenddessen stieg das Ergebnis vor Steuern
und Abschreibungen (EBITDA) wiederum um 6 Prozent auf
122,5 Millionen Euro an.
Insgesamt betreut HanseNet jetzt knapp 2,3 Millionen Breitband-Kunden, von denen noch 419 000 AOL-Verträge besitzen. Die restlichen 1,87 Millionen verfügen über ein Alice-DSL-Paket. Insgesamt sank die Zahl der DSL-Kunden allerdings im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent. Einen deutlichen Zuwachs können die Hanseaten aber bei den Mobilfunkkunden verbuchen. Mittlerweile nutzen 668 000 Kunden Alice Mobile, das sind immerhin 59 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Massiver Stellenabbau bei HanseNet geplantUnterdessen berichtet die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass beim DSL-Anbieter HanseNet offenbar die Hälfte der Arbeitsplätze gefährdet ist. Bei dem Unternehmen sei eine radikale Sanierung notwendig. Die Hauptursache für den drohenden Kahlschlag liege darin, dass Hansenet gemessen am Umsatz starke Überkapazitäten aufweise und das Unternehmen zugleich auf dem umkämpften DSL-Markt an Boden verliere. Die Pläne stünden auch im Zusammenhang mit dem Versuch der HanseNet-Mutter Telecom Italia, die deutsche Tochtergesellschaft zu veräußern. Als aussichtsreichster Kandidat gilt der spanische Telekom-Gigant Telefónica, zu dem in Deutschland unter anderem der Mobilfunkanbieter o2 gehört. HanseNet beschäftigt rund 2 300 Mitarbeiter, davon 1 300 in der Konzernzentrale in Hamburg. Am stärksten gefährdet sind nach Angaben des Blattes die vier Callcenter in Hamburg, Rostock, Duisburg und Saarbrücken, die derzeit fast 1 500 fest angestellte Mitarbeiter beschäftigen. Seit einem Jahr habe es keine betriebsbedingten Kündigungen mehr gegeben, hieß es laut Zeitungsbericht bei HanseNet. Kündigungen seien auch derzeit nicht geplant. Steffen Herget / Thomas Michel mit Material von dpa
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