Auf dem
Mobile World Congress
in Barcelona berichten die Antiviren-Spezialisten
Kaspersky lab und
AVG übereinstimmend darüber, dass
Smartphone-Nutzer noch wenig
bezüglich möglicher
Sicherheitslücken ihrer
Endgeräte sensibilisiert
sind. Somit steigt die Zahl erfolgreicher Angriffe. Dabei
fällt es Viren-Autoren besonders leicht, mit gehackten Smartphones
Geld zu verdienen, insbesondere durch den Versand von
SMS an oder
Anrufe zu teuren
Sonderrufnummern.

Neue Bedrohungsszenarien: Smartphones sind besonders gefährdet
Eugene Kaspersky, Gründer der Kaspersky labs, wusste gar von
einem plattformübergreifenden Angriff auf das
eigentlich als besonders sicher geltende
mTAN-Verfahren zu berichten: Ein
Trojaner infiziert nicht nur den PC des Nutzers, sondern auch
noch gleich das Handy, um die SMS mit der jeweiligen TAN zur
Freigabe einer Aktion, wie zum Beispiel einer Überweisung,
im Online-Banking abzufangen. Die Synchronisation zwischen PC
und Handy ist dabei nur einer der möglichen Wege, auf denen ein
solcher Schädling verbreitet werden kann.
Die Schwerpunkte der Angriffe verschieben sich freilich: War
in der Vergangenheit
Symbian
aufgrund des hohen Marktanteils besonders beliebt, konzentrieren
sich die Angriffe mittlerweile auf
Android. Hier
wirkt sich vor allem die Quelloffenheit nachteilig aus: Angreifer
können in aller Ruhe den Code studieren und auf Schwachstellen
abklopfen.
Smartphone-Antiviren-Programme werden zunehmend genutzt
Laut AVG wird deren Antiviren-Programm für Android,
ANTIVIRUSFree, inzwischen über 50 000 mal täglich
heruntergeladen. Angesichts von Android-Verkaufszahlen von
300 000 Handys
täglich ein klares Zeichen, dass
viele Smartphone-Nutzer den Virenschutz ernst nehmen. Freilich
ergab eine AVG-Studie, dass die Zahl der Smartphone-Nutzer, die
keine Ahnung über mögliche Gefahren hatten, etwa genauso hoch war
wie die Zahl der Smartphone-Nutzer, die sich über die Installation
eines Antiviren-Programms schon einmal Gedanken gemacht hatten.
Letztendlich gilt: Smartphones sind genauso flexibel programmierbar
wie PCs. Das macht sie aber auch wie PCs für Malware verwundbar. Und
da oft wichtige persönliche Informationen (Kontakte, Termine,
Nachrichten) im Handy gespeichert sind und über die Handynetze leicht
kostenpflichtige Transaktionen ausgelöst werden können, geraten sie
zunehmend ins Visier der Virenschreiber.
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Mobile World Congress in Barcelona
Zu Anfang eines jeden Jahres findet die Leitmesse der Handy-Branche statt. Die Highlights der vergangenen Messe
finden Sie auf unserer Specialseite zum MWC.
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