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Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 28.05.2012 

Speicherkarten: Wichtige Flash-Speicher-Formate im Handy-Bereich

Das bieten microSD, Memory Stick & Co.


Eine integrierte Steuerelektronik bietet die MultiMedia-Card (MMC), die vor allem von Nokia eingesetzt wurde. Da mit Memory Stick und microSD schon seit einigen Jahren Speicherkarten mit geringerer Baugröße und höherer Speicherkapazität existieren, werden MMCs bei aktuellen Handy-Modellen von keinem Hersteller mehr genutzt. MMCs können eine Speicherkapazität von bis zu 4 GB besitzen. Derzeit sind allerdings fast nur noch Restposten bis 2 GB erhältlich. Eine Besonderheit ist beim Kauf von MMCs zu beachten: Sie werden mit zwei verschiedenen Betriebsspannungen angeboten, sowohl Karten mit 1,8 als auch mit 3,3 Volt sind möglich. Hier sollte der Nutzer vor dem Kauf den Wert für sein Handy nachschlagen.

SecureDigital-Karten

microSD-Karte von Sandisk
microSD-Karte von Sandisk
Die fast baugleiche SecureDigital-Karte (SD) ist das Nachfolgemodell der MMC. Ihr Vorteil: Sie kann Daten schneller lesen und schreiben als die MMC und unterstützt das Digital Rights Management (DRM). Das heißt, auf der Karte kann der Nutzer Daten mit Kopierschutzfunktion verwalten. Beide Kartenformate können miteinander kommunizieren, aber während MMC auch in SD-Steckkartenslots passen, können SD-Karten jedoch nicht an nur auf MMC ausgerichteten Steckplätzen genutzt werden.

Bei SD-Karten ist eine Version in reduzierter Größe und mit geringerem Stromverbrauch am populärsten, die microSD mit Abmessungen von 15 mal 11 mal 0,7 Millimetern. Ursprünglich wurde das Format von SanDisk unter der Bezeichnung T-Flash bzw. später TransFlash für den Einsatz in Handys entwickelt und dann von der SD Card Association (SDA) im Jahr 2005 umgetauft. Viele Handy-Hersteller setzen aus Platz- und Kostengründen nur noch auf microSD-Karten in ihren Mobiltelefonen. Inzwischen sind microSD-Karten mit einer Kapazität von bis zu 32 GB auf dem Markt, nach dem Standard SD High Capacity (SDHC).

Da microSD-Karten meistens zusammen mit einem Adapter ausgeliefert werden, passen sie auch an herkömmliche SD-Kartensteckplätze. Durch die wachsende Verbreitung der microSD-Karte spielt die fast doppelt so große miniSD-Karte kaum noch eine Rolle im Handybereich und ist vor allem bei Modellen aus den Jahren 2005 bis 2007 zu finden. Die miniSD-Karte kann durch eine microSD-Karte ersetzt werden, was heute preisgünstiger ist. Der passende Adapter ist häufig schon im Lieferumfang enthalten.

Da der Standard SDHC bei SD-, microSD oder miniSD-Speicherkarten ein Fassungsvermögen jenseits der 32 GB nicht zulässt, hat die SD Association den neuen Standard SD eXtended Capacity (SDXC) entwickelt. Damit sollen in Zukunft SD-Speicherkarten mit bis zu 2 TB Speicherplatz (2 TB, sprich: Terabyte, ergeben 2 048 GB) möglich werden.

Memory Stick

Memory Stick M2 Micro von Sony
Memory Stick M2 Micro von Sony
Memory Stick heißt das Speicherkartenformat, das lange Zeit von Sony Ericsson genutzt wurde. Das ursprünglich von Sony für die eigenen Produkte entwickelte Format kommt nicht nur in Mobiltelefonen sondern auch in Digitalkameras, Notebooks und Organizern auch anderer Hersteller zum Einsatz. Die Standardversion der Karte sowie die der 2003 zusammen mit SanDisk eingeführten Pro- und Pro-Duo-Varianten gibt es in Ausführungen von 32 MB bis 16 GB. Karten dieser Formate haben eine integrierte Steuerelektronik, der Pro-Standard ist aber nicht abwärts kompatibel.

Die speziell für Multimedia-Handys konzipierte Speicherkarte Memory Stick (M2) Micro wird mit Kapazitäten bis zu 16 GB angeboten und ist das zweitkleinste Flash-Speichermedium der Welt. Die nur 1,2 Millimeter flache Karte besitzt einen integrierten Controller und bietet neben der 1,8-Volt-Unterstützung für Mobiltelefone auch eine 3,3-Volt-Unterstützung für andere Memory-Stick-Pro-kompatible Geräte. Das erste Gerät, das mit dem neuen Format kompatibel war, ist das Sony Ericsson M600i. Besitzer des UMTS-Modells können Kontakte, E-Mail-Anhänge und Multimedia-Dateien auf der M2-Karte ablegen und mittels eines M2-Adapters auf einen PC, der über einen Memory-Stick-Pro-Steckkartenplatz verfügt, übertragen.

Mittlerweile ist allerdings auch Sony Ericsson von seinem eigenen Speicherkartenformat abgerückt und setzt auf die weit verbreiteten und günstigeren microSD-Karten.

Übersicht: Ratgeber zu Speicherkarten

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre