Einsteiger-Smartphones

Einsteiger-Smartphones - ein Leben jenseits der Boliden

Wer sein erstes Smartphone kauft, braucht nicht gleich ein High-End-Gerät für mehrere hundert Euro. Wir erklären, worauf Sie achten sollten.
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Einsteiger-Smartphone als Alternative zu Highend-Geräten.Einsteiger-Smartphone als Alternative Egal ob Smartphone-Flaggschiff von Samsung, Sony oder LG - sie alle haben eins gemeinsam: ihren hohen Preis. Nicht jeder will oder kann sich das neueste, schnellste und tollste Smartphone leisten. Häufig bieten Geräte im unteren Preissegment durchaus vernünftige Leistung, auch wenn diese natürlich nicht mit der der Boliden der Hersteller vergleichbar ist.

Wir zeigen ihnen im folgenden, auf welche Details man trotz niedrigem Preis achten sollte und ob es sich lohnt, Geld in Geräte von weniger bekannten Firmen zu investieren. Abseits der Hersteller haben auch die Firmen hinter den Betriebssystemen erkannt, wie groß der Bedarf für Einsteiger-Smartphones eigentlich ist. Sie versuchen durch Neu­entwicklung oder Optimierung bestehender Systeme deren Effizienz zu erhöhen.

Langsamere Prozessoren, kleine Displays und geringe Auflösungen

Wie bereits eingangs erwähnt, bieten Einsteiger-Smartphones nicht die Leistung ihrer hoch­preisigen Verwandten. Noch schwerer fällt allerdings die Zuordnung der Feature-Phones, die wir an dieser Stelle einmal außen vor lassen möchten. Sie sehen häufig nur aus wie Smartphones, sind oftmals aber eher Handys. Meist lohnt es sich, ein paar Euro mehr zu investieren und sich ein Einsteiger-Smartphone zu leisten.

Diese haben einen Vorteil gegenüber Feature-Phones: Der Nutzer kann sie stärker an seine Wünsche anpassen, etwa über Einstellungen des mobilen Betriebssystems und durch die Installation von Apps aus einem Appstore.

Interner Speicher: Lieber mehr als weniger

Aktuelle Daten
für Einsteiger-Geräte
  • CPU: 1-GHz-Dual-Core
  • RAM: 1 GB
  • Display-Pixeldichte: 250 Pixel
  • Kamera: 5 Megapixel
Viele günstige Einsteiger-Modelle bringen jedoch nur wenig internen Speicher mit, was die Anzahl der installier­baren Apps beschränkt. Denn selbst wenn der Speicher per microSD-Karte erweiterbar ist, lassen sich nicht alle Apps auch dort installieren. Daher kann es sich lohnen, einige Euro mehr auf den Tisch zu legen und ein Smartphone mit größerem internem Speicher zu wählen. Hat das Gerät einen microSD-Slot, so sollte es mindestens 8 GB internen Speicher beisitzen.

Einsteiger-Smartphones oft mit schwacher Rechenleistung

Das Nokia Lumia 520 ist ein Einsteiger-Smartphone mit Windows Phone.Das Nokia Lumia 520 Zudem muss der Nutzer deutliche Abstriche bei der Performance des Systems machen. Das Problem hat auch Google erkannt und versucht mit Android 4.4 alias Kitkat sein Betriebssystem auf langsameren Geräten wieder attraktiv zu machen. Der Suchmaschinen­gigant reagierte damit auf die wachsenden Konkurrenz anderer Systeme.

Die Rede ist nicht etwa von Apples iOS. Gerüchte zum Billig-iPhone, die in den vergangenen Jahren häufig auftauchten, dementierte Apple spätestens mit der Einführung des Plastik-iPhones, dem iPhone 5C. Stattdessen kommt die Konkurrenz von Microsoft. Anfangs wurde Windows Phone vor allem für eine mangelnde App-Auswahl kritisiert, beim Thema Performance erhielt das System aber viel Lob.

Wer die multimedialen Funktionen wie Filme gucken, Spielen und Surfen richtig ausreizen will, der sollte auf eine Bildschirm­diagonale von 4,5 Zoll und mehr achten. Kleinere Bildschirme erweisen sich hier häufig als unergonomisch. Weniger dramatisch ist eine geringere Bildschirm­auflösung. Zwar macht das Lesen und Filme schauen auf höher auflösenden Bildschirmen mehr Spaß, andererseits sollte man sich die Frage stellen, ob ein höher auflösender Bildschirm die zusätzliche Investition wert ist.

Aktuelle Preise
für Einsteiger-Geräte
  • Windows Phone: 100 Euro
  • Android: 100 Euro
  • Firefox OS: 65 Euro
Was Display und Rechenpower angeht, sind auch im Bereich unter 200 Euro einige Smartphones mit guter Ausstattung zu finden. Von der Handy-Kamera sollten Nutzer jedoch im unteren Preis­segment nicht mehr als Schnapp­schüsse erwarten. Hier hinken die Einsteiger-Modelle den High-End-Smartphones deutlich hinterher. Wer auf auf eine gute Kamera Wert legt, ist möglicherweise mit einem älteren, ehemaligen High-End-Modell besser bedient als mit einem neuen Smartphone aus dem Einsteiger-Segment.

Neuentwicklungen um den Markt zu erobern

Das Geeksphone Peak ist eines der ersten Geräte mit Firefox OS.Das Geeksphone Peak Ganz auf preiswerte Smartphones setzt Mozilla mit der Entwicklung von Firefox OS. Statt die Leistung der Geräte an die Systeme anzupassen, wurde es bereits während der Entwicklungs­phase darauf ausgelegt auf preisgünstigen Smartphones mit abgespeckten Hardware-Ressourcen zu laufen. Die Entwickler hinter dem bekannten Firefox-Browser wollen sich dabei besonders auf den neuen Märkten positionieren - beispielsweise in Lateinamerika und Ost-Europa. Das System basiert wie Android auch auf Linux, nutzt für seine Oberfläche aber eine Kombination aus verschiedenen Web-Techniken. Trotz des recht jungen Systems scheint die Einführung in den eben genannten Märkten aber durchaus erfolgreich zu verlaufen. Abzuwarten bleibt, ob sich das System und die Philosophie dahinter durchsetzen wird.

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