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Branding bei Handys und Smartphones

Einige Handys und Smartphones sind mit einem Branding eines Netzbetreibers versehen. Was dies bedeutet und wie sich das Branding bei der Nutzung bemerkbar macht, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
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Handys mit BrandingBranding bei Handys und Smartphones Einige Handys und Smartphones, die in Geschäften und Online-Shops zum Verkauf angeboten werden, tragen die Bezeichnung "Branding" in Verbindung mit einem Mobilfunk­netzbetreiber wie der Telekom oder Vodafone. Das Branding kann sich sowohl auf die Software als auch auf die Hardware des Handys beziehen. Was dieses sogenannte Branding bedeutet und wie es sich bei der Nutzung des Geräts auswirken kann, klären wir in diesem Ratgeber.

Was heißt Branding und welche Vor- und Nachteile hat es?

Die Bezeichnung Branding gibt an, dass ein Handy oder Smartphone von einem Mobilfunk­netzbe­treiber vorkonfi­guriert und optimiert wurde. Vor der Smartphone-Ära war ein Branding des Netz­betreibers einem Handy noch leicht anzusehen. Bereits am Gehäuse war das Betreiber­logo ange­bracht. In einigen Fällen wurde eine prominente Taste für Dienste des Netz­betreibers konfiguriert. Hinter diesen Diensten verbirgt sich jedoch meist ein Internet­dienst, wie die Vodafone-Plattform 360, der sich in das mobile Internet einwählt und ohne Datenflatrate ungewollte Kosten verursachen kann - ein großer Nachteil dieser Brandingart. Sobald ein gebrandetes Handy einge­schaltet wird, erscheint ein Startlogo des jeweiligen Mobilfunk­providers auf dem Bildschirm. Ebenfalls von einer Anpassung betroffen kann die Menü­struktur sein. Zudem ist meist das Menü optisch an das Corporate Design des Anbieters angepasst.

Bei Smartphones ist die äußerliche Kennzeichnung des Netz­betrei­bers nicht mehr zu finden. Erst mit Einschalten des Geräts deutet das Start­logo des Anbieters auf eine veränderte Firmware hin. Im Menü der gebrandeten Smartphones können zusätzliche Apps des Providers zu finden sein, wie beispiels­weise ausgewählte App-Emp­fehlungen aus dem installierten Appstore. Diese zusätzlichen Apps können für den ein oder anderen Nutzer ein Mehrwehrt sein, gelöscht werden können diese Anwendungen auf herkömmlichen Wege jedoch nicht immer.

Oft liegt ein preislicher Unterschied zwischen gebrandeten Geräten und Handys ohne Einfluss eines Netz­betreibers. Ein Branding verringert auf dem freien Markt meist den Wert des Modells. Bei Smartphones müssen Nutzer eines gebrandeten Geräts zudem in der Regel länger auf Updates des Betriebs­systems warten, da die neue Version zunächst vom Netzbetreiber entsprechend wieder modifiziert wird.

Branding entfernen: Ist das möglich und sinnvoll?

Das Branding vom Handy-Gehäuse ist kaum zu entfernen und kann unter Um­ständen Spuren hinterlassen. Man kann versuchen, die aufge­druckten Marken­namen oder -Logos der Anbieter mit Radier­gummies oder ähnlichen Helfern zu entfernen, das Gehäuse kann jedoch schnell Schäden von diesem Versuch davon­tragen.

Zumindest die Optik des Home­screens und Menüs kann vom Netz­betreiber-Design in eine andere Szene geändert werden. In einigen Fällen ist es sogar möglich die vom Netz­betreiber belegte Taste umzupro­gram­mieren.

Das Entfernen eines Software-Brandings ist dagegen nicht ganz so trivial. Für dieses sogenannte "De-Branding" müsste die aufgespielte Firmware des Mobilfunk­netzbe­treibers durch eine neue Software ersetzt werden. Da das Aufspielen einer neuen Firmware vom Netz­betreiber nicht gewünscht ist, erlischt im Regelfall die Garantie für das Gerät.

Zusammenhang zwischen Branding und SIM-Lock oder Net-Lock

Ein Branding sagt noch nichts darüber aus, ob das Gerät mit einem SIM- oder Net-Lock versehen wurde. Ein Zusammen­hang besteht daher nicht. Zwar kann ein Mobilfunk­provider einem Gerät ein Branding verpassen und es gleichzeitig mit einem Net-Lock für die Nutzung in anderen Mobil­funk­netzen sperren, selbst­verständlich ist diese Kombination jedoch nicht. Daher lohnt es sich vor dem Kauf eines Handys oder Smartphones sich sowohl nach einem Branding als auch nach einem möglichen SIM- oder Net-Lock zu erkundigen.

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