Netzbetreiber-Anpassung

Branding bei Handys und Smartphones

Einige Smartphones sind mit einem Branding eines Netzbetreibers versehen. Was dies bedeutet und wie sich das Branding bei der Nutzung bemerkbar macht, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
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Handys mit BrandingBranding bei Handys und Smartphones Einige Handys und Smartphones, die in Geschäften und Online-Shops zum Verkauf angeboten werden, tragen die Bezeichnung "Branding" in Verbindung mit einem Mobilfunk­netzbetreiber wie der Telekom, Vodafone oder o2. Das Branding kann sich sowohl auf die Software als auch auf die Hardware des Handys beziehen. Was dieses sogenannte Branding bedeutet und wie es sich bei der Nutzung des Geräts auswirken kann, klären wir in diesem Ratgeber.

Was heißt Branding und welche Vor- und Nachteile hat es bei Smartphones?

Bei Smartphones ist die äußerliche Kennzeichnung des Netz­betrei­bers am Gehäuse des Geräts nicht mehr zu finden. Erst mit Einschalten des Geräts deutet das Start­logo des Anbieters auf eine veränderte Firmware hin. Im Menü der gebrandeten Smartphones können zusätzliche Apps des Providers zu finden sein, wie beispiels­weise ausgewählte App-Emp­fehlungen aus dem installierten Appstore. Diese zusätzlichen Apps können für den ein oder anderen Nutzer ein Mehrwert sein. Das Löschen dieser Anwendungen ist jedoch auf herkömmlichen Wege nicht immer möglich.

Oft liegt ein preislicher Unterschied zwischen gebrandeten Geräten und Handys ohne Einfluss eines Netz­betreibers. Ein Branding verringert auf dem freien Markt meist den Wert des Modells. Bei Smartphones müssen Nutzer eines gebrandeten Geräts zudem in der Regel länger auf Updates des Betriebs­systems warten, da die neue Version zunächst vom Netzbetreiber entsprechend modifiziert wird.

Branding entfernen: Ist das möglich und sinnvoll?

Die Optik von Homescreen und Menüs kann der Nutzer zumeist vom Netzbetreiber-Design befreien, zum Beispiel durch den Einsatz eines alternativen Launchers. Für die Betriebssysteme Android, iOS und Windows Phone stehen davon diverse Varianten in den Appstores zum Download bereit.

Das Entfernen eines Software-Brandings ist dagegen nicht ganz so trivial. Für dieses sogenannte "De-Branding" müsste die aufgespielte Firmware des Mobilfunk­netzbe­treibers durch eine neue Software ersetzt werden. Da das Aufspielen einer neuen Firmware vom Netz­betreiber nicht gewünscht ist, erlischt im Regelfall die Garantie für das Gerät. In einigen Fällen können lediglich die Updates dieser System-Apps deinstalliert werden. Dies reduziert immerhin die Größe der Anwendung.

Zusammenhang zwischen Branding und SIM-Lock oder Net-Lock

Ein Branding sagt noch nichts darüber aus, ob das Gerät mit einem SIM- oder Net-Lock versehen wurde. Ein Zusammen­hang besteht daher nicht. Zwar kann ein Mobilfunk­provider einem Gerät ein Branding verpassen und es gleichzeitig mit einem Net-Lock für die Nutzung in anderen Mobil­funk­netzen sperren, selbst­verständlich ist diese Kombination jedoch nicht. Daher lohnt es sich vor dem Kauf eines Handys oder Smartphones sich sowohl nach einem Branding als auch nach einem möglichen SIM- oder Net-Lock zu erkundigen.

Bei Einfach-Handys und Feature-Phones kann ein Branding anders ausfallen, als bei Smartphones. Wie sich ein Branding bei dieser Geräteklasse auswirken kann, erklären wir in diesem Ratgeber.

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