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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 19.06.2013 |
SIM-Lock: Die ungeliebte Sperre im HandyFür Anbieter ist der SIM-Lock eine lohnende Angelegenheit![]() SIM-Lock: Die ungeliebte Sperre im Handy Wenn ein Handy nur mit einem bestimmten Mobilfunknetz oder sogar nur einer ganz bestimmten SIM-Karte nutzbar ist, liegt das am sogenannten SIM-Lock: Das Gerät ist an mehr oder weniger genau festgelegte Eigenschaften der SIM-Karte, des "Subscriber Identity Module", gebunden. Dabei gibt es verschiedene Varianten, die sich unter dem Begriff des SIM-Locks zusammenfassen lassen. So können Handys an ein bestimmtes Netz gebunden werden ("Netlock") und dann gibt es auch noch den vollständigen Lock: Dieser bringt die meisten Einschränkungen mit sich - denn dabei verstehen sich nur das Handy und eine ganz bestimmte SIM-Karte. Funktioniert diese nicht mehr, so muss man eine identische Ersatzkarte vom Netzbetreiber ausstellen lassen - was bei Prepaid-Karten übrigens meist deutlich teurer ist als die Anschaffung einer beliebigen neuen SIM-Karte. SIM-Lock für subventionierte (Prepaid-)HandysDie Alternative, den SIM-Lock für die Nutzung des Handys mit anderen Karten freischalten zu lassen, kostet zumeist ebenfalls Geld, denn für die Netzbetreiber ist der SIM-Lock eine lohnende Angelegenheit. Sie bieten die Handys zu günstigen - subventionierten - Preisen an. Ihr Kalkül: Der Verlust, der ihnen durch die Abgabe von Handys unter dem eigentlichen Gerätepreis entsteht, wird über die Nutzung des Netzes wieder hereingeholt und möglichst in einen Gewinn verwandelt. Das Risiko, dass ein Kunde nie telefoniert oder sich immer anrufen lässt, wird durch Grundgebühren oder Mindestumsätze abgefedert - sofern in der jeweiligen Kalkulation überhaupt ein solches Risiko besteht. Oft summiert sich die meist 24 Monate zu zahlende Grundgebühr schon auf einen höheren Betrag, als man ihn für den Kauf des Handys ohne Vertrag bezahlt hätte. Ursprünglich war die feste Netz- oder Kartenbindung vor allem bei den Prepaid-Handys verbreitet, aber auch Telefone mit Vertrag werden per SIM-Lock an den Anbieter gebunden. Die Telekom ist noch einen Schritt weiter gegangenIm Rahmen ihres ursprünglichen Exklusivvertrags mit der Firma Apple zum Vertrieb des gefeierten iPhone-Handys in Deutschland ist die Telekom Ende 2007 noch einen Schritt weiter gegangen: Normalerweise haben Kunden nach zwei Jahren die Möglichkeit, kostenlos den Entsperrcode für den SIM-Lock anzufordern. Das war beim iPhone zunächst nicht vorgesehen. Erst nach einem gerichtlichen Streit im Einstweiligen Verfügungsverfahren mit dem Wettbewerber Vodafone rang sich die Telekom zu dem Zugeständnis durch, den SIM-Lock zumindest nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit auf Wunsch des Kunden zu entfernen. Provider entsperren Handys gegen GebührDie an Netz oder Karte gebundenen Handys sind dann ein Problem, wenn man sie weiterverkaufen oder den Anbieter wechseln will. Der sicherste Weg, das Handy auch vor der zweijährigen Frist zu entsperren, ist der über den Provider. Denn für ein Entgelt, das in der Regel um die 100 Euro liegt, bekommt man dort den Code, mit dem sich das Telefon entsperren lässt. Genauere Informationen finden sich auf den Webseiten der Anbieter. Um das Handy zu entsperren, braucht auch der Provider die fünfzehnstellige so genannte IMEI-Nummer (International Mobile Equipment Identity) des Geräts, die es eindeutig identifiziert und beim Anmelden im Netz übertragen wird. Die IMEI-Nummer lässt sich mit einem Code (Tastenkombination *#06#) abfragen und ist auf dem Typenschild unter dem Akku aufgeprägt. Ist eine "falsche" Karte im Handy, erscheint in der Regel zunächst eine Fehlermeldung - dann ist der SIM-Lock noch aktiv. Neben diesem offiziellen Weg gibt es weitere Möglichkeiten, ein Handy zu entsperren - doch liegen diese in einer rechtlichen Grauzone. Alles zu diesen inoffiziellen Varianten lesen Sie auf der folgenden Seite zu den alternativen Entsperr-Verfahren für den SIM-Lock. Anzeige:
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