Micro-SIM

Micro-SIM: Die kleine SIM-Karte

Zahlreiche Tablets und Smartphones wie Apple iPad, iPhone 4S und Nokia Lumia 920 benötigen eine Micro-SIM-Karte. teltarif.de erklärt den Unterschied zur klassischen SIM-Karte und zeigt, wo und wie Sie an eine Micro-SIM kommen können.
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Apple machte den Anfang mit der Micro-SIM und setzte diese zuerst beim iPad und iPhone 4 statt einer klassischen SIM-Karte ein, wobei letztere formal eigentlich als Mini-SIM bezeichnet wird. Kritiker witterten sogleich eine versteckte Zwangsbindung der Nutzer an diejenigen Provider, welche Micro-SIM-Karten anbieten. Doch mittlerweile hat eine Vielzahl von Mobilfunk-Anbietern die kleinen Karten im Sortiment, da das Angebot an Smartphones und Tablets, die mit Micro-SIM arbeiten, stetig wächst.

Bei Smartphones setzen heute die meisten Hersteller auf Micro-SIM-Karten, bei den besonders flachen und leichten Topmodellen kommt die noch kleinere Nano-SIM zum Einsatz.

Aber was ist eine Micro-SIM-Karte überhaupt? teltarif.de beschreibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen SIM-Karten-Typen und sagt Ihnen, bei welchen Mobilfunk-Anbietern Sie eine Micro-SIM-Karte bekommen können und welche Möglichkeiten es sonst noch gibt, an eine solche Karte zu gelangen.

Micro-SIM: Nichts besonderes mehr

Mini-SIM und Micro-SIM im VergleichMini-SIM und Micro-SIM im Vergleich Die Micro-SIM, manchmal auch "MicroSIM" geschrieben, ist im Grunde genommen nur eine kleinere Variante der bisher im Mobilfunk verwendeten Mini-SIM-Karten. Die beiden Karten-Typen unterscheiden sich lediglich durch ihre Ausmaße: Während Mini-SIM-Karten 25 mal 15 Millimeter groß sind, beträgt die Größe einer Micro-SIM-Karte nur 15 mal 12 Millimeter. Der in der Karte enthaltene Chip, welcher die relevanten Informationen für die Mobilfunk-Nutzung enthält, ist bei Micro-SIM und Mini-SIM identisch.

Schon bei der Entwicklung des UMTS-Standards durch das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) Ende der 90er Jahre wurde angenommen, dass zukünftige mobile Endgeräte immer kleiner sein werden und daher SIM-Karten mit geringerer Größe erforderlich sind. Daher wurde neben der UMTS-fähigen Chip-Karte, der UICC (Universal Integrated Circuit Card), auch eine kleinere Variante, die Mini-UICC, berücksichtigt. Die UICC wird landläufig wie ihr Vorläufer aus der GSM-Welt als SIM-Karte bezeichnet und die Mini-UICC erlangte aufgrund der iPads und iPhones als Micro-SIM-Karte größere Berühmtheit.

Einige Hersteller hielten selbst die Micro-SIM noch für zu groß und haben daher die Spezifikation einer noch kleineren Variante erarbeitet. Auch hier war Apple wieder Vorreiter der Miniaturisierung: Die Nano-SIM kam zum ersten Mal im iPhone 5 zum Einsatz.

Spezieller Locher, Schere, Teppich-Messer: Micro-SIM-Karte selbst basteln

Micro-SIM-LocherMicro-SIM-Locher Die meisten Mobilfunkanbieter haben mittlerweile auch Micro-SIM-Karten im Angebot. Häufig erhält der Kunde auch ohne explizite Nachfrage beim Abschluss eines neuen Vertrages eine Kombi-SIM, aus der er bei Bedarf die Micro-SIM herausbrechen kann. Wer die Schere nicht in die Hand nehmen will, greift also auf das Angebot der Mobilfunker zurück. Bisher haben etwa sowohl die Netzbetreiber als auch die meisten Prepaid-Discounter Micro-SIM-Karten passend zu ihren Smartphone-Tarifen ins Sortiment genommen.

Da Micro-SIM-Karten einfach kleine, klassische SIM-Karten sind, lassen sich diese aber auch entsprechend umrüsten. Am sichersten gelingt dies mit einem Micro-SIM-Locher, der in Online-Shops schon für unter 10 Euro zu haben ist. Dabei ist es ratsam, die Schnittreste aufzubewahren - im Zweifel lässt sich die Micro-SIM dann wieder in eine "klassische" SIM-Karte zurück verwandeln.

Wer die Investition in einen Locher scheut, kann bei entsprechendem Feingefühl auch zum Beispiel auf ein Teppichmesser oder ganz simpel eine Schere setzen - Anleitungen für Bastler finden sich im Netz. Erfahrene Mobilfunk-Nutzer erinnert das vielleicht an den ersten Wechsel beim SIM-Karten-Format, als von SIM-Karten in Scheckkarten-Größe zu den heute verwendeten Mini-SIM-Karten gewechselt wurde. Auch damals gab es schon Schnipsel-Anleitungen zum Selbstbau.

Aktuelle Geräte mit Micro-SIM in der teltarif-Datenbank

Ausgewählte Anbieter von Micro-SIM-Karten

Bisher bieten zum Beispiel die Mobilfunk-Discounter simyo, Blau, BILDmobil und Fonic sowie die Netzbetreiber E-Plus, Telekom (vormals T-Mobile), Vodafone und o2 und darüber hinaus der Mobilfunk- und Internet-Provider 1&1 Micro-SIM-Karten an. Bei den Discountern sind die Micro-SIM-Karten mit den üblichen Tarifen des jeweiligen Anbieters nutzbar und für einen einmaligen Anschaffungspreis von rund 10 Euro inklusive Startguthaben erhältlich - die Preise liegen also auf dem Niveau "normaler" SIM-Karten. Daten-Optionen können nach Wahl gebucht werden. Der Tausch einer bereits genutzten SIM-Karte kostet für Bestandskunden einmalig bis zu 10 Euro inklusive Versand. Der Kunde erhält von den Providern zumeist eine perforierte Kombi-Karte im Mini-SIM-Format, aus der er die Micro-SIM herausbrechen kann.

Wer ein subventioniertes Smartphone bei einem Mobilfunkanbieter kauft, das eine Micro-SIM benötigt, erhält mit dem Handy natürlich automatisch eine Micro-SIM. Bei o2 gibt es die Micro-SIM zu den Blue-Tarifen sowie deren Blue-Flex-Varianten. Bestandskunden in anderen Mobilfunk-Tarifen können die Micro-SIM kostenlos bestellen, allerdings fallen Versandkosten an.

Vodafone bietet die Micro-SIM mit dem iPad-Tarif Mobile Internet Basic an, bei anderen Vodafone-Datentarifen den Umtausch von herkömmlichen SIM-Karten, sowie eine Micro-SIM als zusätzliche Ultracard. Bei der Telekom gibt es die Micro-SIM mit dem iPad-Prepaid-Angebot Xtra Card web'n'walk Spezial. Dazu kann nach Wahl eine Tages- oder Monatsflat gebucht werden. Zu den CombiCard-Tarifen wie CombiCard Connect S, M und L kann der Kunde bei Neubestellung angeben, dass er eine Micro-SIM benötigt und erhält diese dann kostenlos.

Bei E-Plus gibt es die Micro-SIM mit den Optionen Handy Internet Flat und Laptop Internet Flat. Nutzer anderer Tarife können einen Kartentausch via Hotline beauftragen. Bei Base ist die Micro-SIM bei Neubestellung mit der Internet Flat sowie der Internet Flat S, L und XL erhältlich. Wer allerdings als Bestandskunde einen Kartentausch zur Micro-SIM durchführen möchte, von dem verlangt Base happige 15 Euro.

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