Kostenfallen

So vermeiden Sie Handy-Kostenfallen

Überdimensionierte Flatrates, Datenautomatik, Lockanrufe, Sonderrufnummern oder Premium-SMS - im Mobilfunk lauern einige Kostenfallen. Wie Sie zu hohe Handykosten umschiffen und einen passenden Tarif wählen, lesen Sie in diesem Ratgeber.
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Manchem unbedarften Handy-Nutzer juckt es da sicherlich in den Fingern: Eine Kurz-Mitteilung verspricht eine Gratis-Reise und fordert zum Rückruf auf. Doch in der Konsequenz führt ein Rückruf in aller Regel nicht zu einer Reise, sondern lediglich zu einer hohen Handy-Rechnung. Ebenfalls ärgerlich sind hohe Rechnungsposten am Monatsende, wenn zum Beispiel ein unpassender Tarif für das mobile Internet genutzt wurde.

So vermeiden Sie Handy-KostenfallenSo vermeiden Sie Handy-Kostenfallen teltarif zeigt Ihnen, wie Sie Kostenfallen umgehen und durch die richtige Tarifwahl Mehrkosten vermeiden können.

Falle 1: Ein Flatrate-Tarif, der nicht zum eigenen Telefonier-Verhalten passt

Telefonieren zum Pauschalpreis: Was sich zunächst erst einmal praktisch anhört, kann sich als Kostenfalle entpuppen. Wenn Sie Wenig-Telefonierer sind oder nur sporadisch viele Gespräche führen, zahlen Sie mit einem Flatrate-Vertrag eventuell drauf, denn die Fixkosten fallen kontinuierlich über die Vertragslaufzeit an. Zudem sollten Sie beachten, dass auch die "richtigen" Ziele abgedeckt werden: Pauschal-Tarife gibt es für Anrufe zum Festnetz und in bestimmte Mobilfunk-Netze. Zudem ist in einigen Tarifen der SMS-Versand inkludiert, in anderen nicht. In den Vertragsbedingungen steht, welche Leistungen durch den monatlichen Flatrate-Betrag abgedeckt sind - informieren Sie sich.

Falle 2: Großgeschriebene Rabattaktionen, kleingedruckte Dauerkosten

Fast jeder Anbieter wirbt Neukunden von Zeit zu Zeit mit Sonderangeboten und Preisnachlässen. Doch nicht jedes Werbeangebot ist wirklich so verlockend, wie es auf den ersten Blick den Anschein macht. Gerade bei Flatrate-Tarifen wird oftmals die reduzierte, monatliche Grundgebühr groß angepriesen und so der erhöhte Preis in den Folgemonaten in den Hintergrund gedrängt. Undurchsichtig ist dieses Vorgehen vor allem deswegen, da keine pauschalen Ratschläge gegeben werden können, bei welchem Angebot es sich nur vermeintlich um ein Schnäppchen handelt und wo der Verbraucher tatsächlich Kosten einsparen kann. Die Antwort findet sich wie so häufig nur im Kleingedruckten.

Falle 3: Im Internet surfen ohne inkludiertes Datenvolumen

Schnell die Mails checken, eine Info googeln, chatten: Die Internetnutzung via Mobiltelefon ist heutzutage weit verbreitet. Doch viele User unterschätzen die anfallenden Datenübertragungskosten und surfen mit einem unpassenden Daten-Tarif.

Deshalb gilt: Informieren Sie sich bereits bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages ausführlich über die Nutzungspreise. Und: Analysieren Sie Ihr Surfverhalten genau, um den richtigen Tarif zu finden – teltarif hilft Ihnen dabei.

So mancher Handy-Besitzer verursacht auch ohne Absicht Kosten durch übertragenes Datenvolumen: So besitzen einige Handys mit physischer Tastatur eine Internettaste für den Schnellzugriff aufs Netz, die schnell aus Versehen angetippt ist. Smartphones hingegen sind in der Regel sogar immer online. Wer also dabei ist, sein neues Gerät einzurichten und sich auf die Werkseinstellungen verlässt, kann auch hier versehentlich teuren Traffic erzeugen. Wer noch keinen passenden Internet-Tarif gebucht hat, sollte aufpassen - und im Zweifel diese Funktionen erst einmal deaktivieren. Wie das geht, ist Hersteller- und Modell-abhängig und steht in der Bedienungsanleitung des Handys.

Falle 4: Datenautomatik und Internet im Ausland

Auch bei einem Vertrag mit inkludiertem Datenvolumen können monatliche Mehrkosten entstehen, falls das Volumen überschritten wird und der Tarif eine Datenautomatik enthält. Der Preis für zusätzliches Datenvolumen liegt häufig um ein Vielfaches höher, als die Konditionen des gebuchten Tarifs. Der Anbieter informiert zwar sobald das Datenlimit erreicht wird, jedoch kann diese Information den Verbraucher zeitverzögert erreichen wodurch in der Zwischenzeit bereits das Limit überschritten sein könnte.

Eine Besonderheit ist die Nutzung des mobilen Internets im Ausland: Solche Verbindungen können sehr teuer werden. Der routinierte Klick auf die Internet-Verbindung sollte auf Reisen also vermieden werden, besonders tückisch ist dies bei Handy-Nutzern, die sich dank Datenflatrate in Sicherheit wähnen, die dann im Ausland aber nicht greift. Die Kosten können sich von Land zu Land stark unterscheiden, wobei wenigstens für das Daten-Roaming innerhalb der EU mittlerweile klare Parameter aufgestellt wurden.

Wenn Sie auf die Internetnutzung im Ausland nicht verzichten wollen, können Sie vor dem Reiseantritt eine Daten-Roaming-Option Ihres Mobilfunkanbieters oder einen günstigen Datentarif eines Anbieters aus dem jeweiligen Land buchen. Alternativ können Sie auch ein Internetcafé vor Ort besuchen oder öffentliche WLAN-Hotspots nutzen, um mit dem WLAN-Smartphone, -Notebook oder -Netbook zu surfen.

Falle 5: Lockanrufe und Lock-SMS

Ihr Handy wird kurz "angeklingelt", doch schon hat der Anrufer wieder aufgelegt. Das Display zeigt die bekannte Nachricht "1 Anruf in Abwesenheit" - ein Blick auf die Nummer des Anrufers zeigt eine Rufnummer mit einer 0900-, 0137-7- oder +49 137-7--Vorwahl. Die Anrufer spekulieren dann auf die Neugier des Handy-Nutzers: Der Rückruf verursacht Kosten in Höhe von bis zu 3 Euro pro Minute bzw. bis zu 30 Euro pro Anruf - lassen Sie also die Finger davon. Vermeiden Sie den Rückruf auch, wenn Ihnen ein Gewinn versprochen wird, vor allem bei einem Spiel, an dem Sie nie teilgenommen haben. Auch dubiose Kurznachrichten oder Flirt-SMS von Absendern, die Sie nicht kennen, sollten Sie nicht beantworten.

Falle 6: Dienste via Sonderrufnummern

In den Telefonbüchern von Handys oder auf der SIM-Karte sind meist Sonderrufnummern in Form von Handy-Kurzwahlen gespeichert, die vermeintlich nützliche Dienste wie Wettervorhersagen, Verkehrsmeldungen oder Auskunftsservices anbieten. Informieren Sie sich im Zweifel vorab über deren Kosten, wenn Sie solche Dienste nutzen wollen. In der Mehrzahl sind die Services aber nutzlos bzw. Relikte aus Zeiten, in denen es derartige Services nicht kostenlos per Internet gab. Um nicht versehentlich eine dieser teuren Sonderrufnummern anzuwählen, empfiehlt es sich daher, die voreingestellten Nummern aus dem Telefonbuch zu löschen.

Falle 7: Abstimmungen und Quizfragen im Fernsehen

Haben Sie sich auch schon oft über die hanebüchenen Antwortmöglichkeiten bei Quizfragen in TV-Shows amüsiert? Kein Wunder, hier geht es darum, möglichst viele Zuschauer zum Mitmachen zu bewegen. Ein Anruf aus dem Festnetz oder eine SMS-Mitteilung wird meist mit je 49 Cent berechnet - dabei landen Anrufer dann aber oftmals bei einem Anruf-Beantworter, der Sie zu einem weiteren Anruf auffordert. Auch das Voten für oder gegen einen Kandidaten bei Castingshows dient dem Zweck, Geld in die Kassen der Sender und Mobilfunkanbieter zu spülen. Bei der Abstimmung per Handy können sogar Kosten bis zu 2,85 Euro pro Minute anfallen.

Falle 8: Abonnements von "Mehrwertdiensten" rund ums Handy

In der Werbung auf Musiksendern sowie in einschlägigen Jugendzeitschriften finden sich auffallend viele Hinweise auf Klingelton-Downloads. Diese können mit sogenannten Premium-SMS bestellt und gleich bezahlt werden. Doch Vorsicht: Oftmals sind Premium-SMS Köder für Klingelton-Abonnements mit längerer Laufzeit und regelmäßig wiederkehrenden Kosten.

Als neuere Variante gibt es Klingeltöne auch auf dem Smartphone - per App. Neben Klingeltönen, Bildschirm-Schonern und Wallpapers locken auch zahlreiche "Spaß-Apps", die etwa einen Röntgenblick versprechen, in den Appstores. Diese können ebenfalls als Mehrwertdienst über die Handy-Rechnung bezahlt werden, mit dem sogenannten Carrier Billing. Da gerade Jugendliche als Zielgruppe für die Mehrwertdienste auserkoren wurden, ist es wichtig, dass sich sowohl die Angesprochenen als auch Eltern über die Angebote und Kosten informieren. Und im Zweifel gibt es noch eine weitere Möglichkeit: Carrier Billing und der Versand von Premium-SMS lassen sich über den Mobilfunkanbieter sperren - per Drittanbietersperre.

Auf der zweiten Seite unseres Ratgebers haben wir die Tipps zum Vermeiden von Kostenfallen für Sie zusammengefasst.

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