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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 19.06.2013 |
E-Paper-Displays für E-Book-Reader: (Fast) ohne StromOptimiert auf maximale Energieersparnis
Displays mit "elektronischem Papier" sind im Gegensatz anderen
Anzeige-Technologien nicht auf maximale Brillanz,
sondern maximale Energieersparnis optimiert. Sie nutzen
mikromechanische Pixel, die im wahrsten Sinne des Wortes
umgeschaltet werden, zum Beispiel kleine Kügelchen mit einer
schwarzen und einer weißen Seite, die je nach gewünschtem
Anzeigeinhalt über ein elektrisches Feld gedreht werden.
Strom wird bei allen E-Ink-Displays nur dann verbraucht, wenn
der Anzeigeinhalt geändert wird, beispielsweise beim Umblättern
zwischen zwei Seiten im E-Reader.
So lange der Inhalt gleich bleibt, wird (praktisch) kein Strom
mehr benötigt.
Schwarz-weißes elektronisches Papier ist bereits einsatzreif. Darauf basierende elektronische Bücher wie der von Amazon vertriebene Kindle erobern gerade den Markt. E-Papier auch in Farbe
Im Gegensatz zu anderen E-Papieren kann Mirasol sehr schnell und Pixel für Pixel zwischen den einzelnen Zuständen umschalten. Somit ist auch Video-Wiedergabe möglich. Ein Wermutstropfen ist aber, dass Mirasol auch im statischen Zustand weiterhin einen - wenn auch sehr geringen - Stromverbrauch hat. Qualcomm gibt diesen mit unter einem Milliwatt an, ein herkömmlicher Handy-Akku könnte die Anzeige in einem Mirasol-Display somit für 100 Tage aufrechterhalten, aber er ist eben nicht Null. Noch nicht ganz so weit ist Texas Instruments mit ihrer Display-Technologie Liquavista, die auf farbigen Öltröpfchen beruht. Je nach Schaltzustand benetzen sie die gesamte Pixelfläche oder ziehen sich in eine (abgedeckte) Ecke zusammen. Beim live-Display ist der Kontrast noch sehr niedrig. Zwei Dummys (einer schwarzweiß, einer farbig) sollen aber zeigen, wozu die Technologie prinzipiell in der Lage ist. Prinzipbedingt ist bei E-Papieren kaum ein Kontrast von deutlich mehr als 10:1 zu erwarten. Im Vergleich zu LCDs, die zighundert:1 und mehr erreichen, klingt das erstmal schlecht. Doch können die spektakulären Kontrastwerte der LCDs nur in absolut dunklen Räumen gemessen werden. Kommen Reflexionen durch Umgebungslicht hinzu, sinken alle LCDs sofort auf zweistellige Kontrastwerte ab. Und draußen, bei hellem Tageslicht ist so manches LCD mit schwachbrüstigem Hintergrundlicht schon froh, wenn es überhaupt auf einen Kontrast von 3:1 kommt. Und plötzlich führen dann die E-Papiere, denn deren Kontrast bleibt auch bei hellem Licht unverändert.
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