Ubuntu for Phones

Es muss nicht immer Android sein: Ubuntu for Phones

Schon 2013 hatte Canonical mit Ubuntu for Phones seine Variante eines Linux-basierten Betriebssystems für Smartphones präsentiert. Jetzt ist es soweit: Das Aquaris E4.5 ist nun erhältlich.
Von Susanne Kirchhoff
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Es muss nicht immer Android sein: Ubuntu for PhonesEs muss nicht immer Android sein: Ubuntu for Phones Nachdem Canonical schon auf der Elektronikmesse CES 2012 in Las Vegas mit Ubuntu TV bereits eine für den Einsatz auf TV-Geräten angepasste Variante seines Open-Source-Betriebs­systems vorgestellt hatte, präsentierte das Unternehmen im Januar 2013 dort mit Ubuntu for Phones ein Betriebs­system speziell für Smartphones. Ubuntu for Phones nutzt ebenfalls das bereits vom Desktop bekannte Design der Unity-Benutzeroberfläche. Bei der vorgestellten Variante handelte es sich allerdings noch um eine für Test­zwecke auf einem Nexus 4 installierte Demo-Version, die keinen vollen Funktionsumfang bot. Einige Einblicke in Bedienung und Anwendungs­möglich­keiten waren jedoch bereits möglich.

Erste Smartphones mit Ubuntu for Phones sind nun erhältlich. bq hat jetzt das Aquaris E4.5 Ubuntu Edition für rund 170 Euro auf den Markt gebracht.

Mehr Platz auf dem Display

Bei der Bedienung setzt Ubuntu for Phones vor allem auf Wischgesten, mit welchen der Nutzer Bedienelemente anzeigen lassen kann. Das soll möglichst viel Platz für Inhalte der Anwendungen schaffen.

Eine Wisch­geste von links nach rechts bringt eine Leiste mit den am häufigsten genutzten Programmen hervor, eine Wisch­geste von rechts nach links zeigt hingegen die bereits geöffneten Anwendungen an. Ein Wisch am oberen Bild­schirm-Rand nach unten zeigt die Benach­richtigungen und Telefonkonfigurationen an, am unteren Bild­schirm-Rand kann der Nutzer das Menü zur Bedienung der jeweils aktiven App nach oben ziehen.

Zukunftspläne: Ubuntu-Smartphone als Desktop-Ersatz

Canonical plant, mit Ubuntu for Phones das Smartphone-Segment vom Einsteiger-Modell bis zum Top-Gerät abzudecken. Die Mindest­anforderungen für zukünftige Ubuntu-Phones setzt das Unternehmen dabei bei einem 1-GHz-Prozessor mit ARMs Cortex-A9-Design, mindestens 512 MB Arbeits­speicher und mindestens 4 GB internem Speicherplatz an.

Ubuntu for Phones soll jedoch über die Einsatz­möglichkeiten üblicher Smartphones hinaus gehen. Leistungs­fähigere Handy-Modelle sollen mit zusätzlichen Geräten wie Monitor, Tastatur und Maus als Desktop-PC-Ersatz funktionieren können. Dazu nennt Canonical allerdings mindestens einen Quad-Core-ARM- oder Intel-Atom-Prozessor als Anforderungen an die Leistungs­fähigkeit der Hardware. Smartphones ohne erweiter­baren Speicher­platz soll es mit Ubuntu for Phones nicht geben, so gehört die Fähig­keit, SD-Speicherkarten zu nutzen, ebenfalls zu den Vorgaben von Canonical für alle Smartphone-Kategorien.

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