Ubuntu for Phones

Es muss nicht immer Android sein: Ubuntu for Phones

Canonical präsentierte auf der CES 2013 mit Ubuntu for Phones eine Variante seines Linux-basierten Betriebssystems für Smartphones. Es setzt auf das bekannte Unity-Design und soll das Handy auch zum Desktop-Ersatz machen können.
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Demo-Version von Ubuntu for Phones auf der CES 2013Demo-Version von Ubuntu for Phones auf der CES 2013 Nachdem Canonical auf der Elektronikmesse CES 2012 in Las Vegas mit Ubuntu TV bereits eine für den Einsatz auf TV-Geräten angepasste Variante seines Open-Source-Betriebssystems vorgestellt hatte, präsentierte das Unternehmen im Januar 2013 dort mit Ubuntu for Phones ein Betriebssystem speziell für Smartphones. Ubuntu for Phones nutzt ebenfalls das bereits vom Desktop bekannte Design der Unity-Benutzeroberfläche. Bei der vorgestellten Variante handelte es sich allerdings noch um eine für Testzwecke auf einem Nexus 4 installierte Demo-Version, die keinen vollen Funktionsumfang bot. Einige Einblicke in Bedienung und Anwendungsmöglichkeiten waren jedoch bereits möglich.

Für Software-Entwickler und neugierige Enthusiasten bietet Canonical seit Februar 2013 eine Developer-Preview von Ubuntu for Phones and Tablets an, welche allerdings nur einen eingeschränkten Funktionumfang bietet. Wer die passende Expertise für das Anlegen von Backups und das Flashen von Smartphones mitbringt, kann die Demo-Version auf Android-Handys wie dem Google Nexus und Nexus 4 installieren. Dabei wird allerdings das bestehende Android-Betriebssystem überschrieben, weswegen der Anwender zuvor auf jeden Fall ein Backup machen sollte.

Erste Smartphones mit Ubuntu for Phones sollen Anfang 2014 in den Handel kommen.

Mehr Platz auf dem Display

Bei der Bedienung setzt Ubuntu for Phones vor allem auf Wischgesten, mit welchen der Nutzer Bedienelemente anzeigen lassen kann. Das soll möglichst viel Platz für Inhalte der Anwendungen ermöglichen.

Eine Wischgeste am linken Display-Rand bringt eine Leiste mit den am häufigsten genutzen Programmen hervor, eine Wischgeste von rechts zeigt hingegen die bereits geöffneten Anwendungen an. Ein Wisch am oberen Bildschirm-Rand nach unten zeigt die Benachrichtungen an, am unteren Bildschirm-Rand kann der Nutzer das Menü zur Bedienung der jeweils aktiven App nach oben ziehen.

Zukunftspläne: Ubuntu-Smartphone als Desktop-Ersatz

Canonical plant, mit Ubuntu for Phones das Smartphone-Segment vom Einsteiger-Modell bis zum Top-Gerät abzudecken. Die Mindestanforderungen für zukünftige Ubuntu-Phones setzt das Unternehmen dabei bei einem 1-GHz-Prozessor mit ARMs Cortex-A9-Design, 512 MB Arbeitsspeicher und 4 GB internem Speicherplatz an.

Ubuntu for Phones soll jedoch über die Einsatzmöglichkeiten üblicher Smartphones hinaus gehen. Leistungsfähigere Handy-Modelle sollen mit zusätzlichen Geräten wie Monitor, Tastatur und Maus als Desktop-PC-Ersatz funktionieren können. Dazu nennt Canonical allerdings mindestens einen Quad-Core-ARM- oder Intel-Atom-Prozessor als Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Hardware. Smartphones ohne erweiterbaren Speicherplatz soll es mit Ubuntu for Phones nicht geben, so gehört die Fähigkeit, SD-Speicherkarten zu nutzen, ebenfalls zu den Vorgaben von Canonical für alle Smartphone-Kategorien.

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