Palm, Pionier im Bereich der mobilen Endgeräte,
geriet in den letzten Jahren in die Krise, nachdem das Unternehmen seit geraumer Zeit
nicht mehr mit wirklichen Innovationen aufwarten konnte. Das früher in Palm-Endgeräten verwendete
Palm OS galt dabei zwar immer als gut, aber gnadenlos veraltet.
Die lange Marktpräsenz dieses
mobiles Betriebssystems (Operating System, OS) hat andererseits natürlich auch sein Gutes:
Punkten kann Palm OS mit einem sehr großen Software-Angebot.
Schon fast totgeglaubt, meldete sich Palm allerdings auf der
CES im
Januar dieses Jahres zurück: Das Unternehmen stellte den
Palm pre vor,
der mit einem neuen Betriebssystem namens webOS bestückt ist.
Hierbei handelt es sich nach Expertenmeinung
nicht um irgendein durchschnittliches Smartphone,
sondern um ein Endgerät, dass das Potenzial hat, dem
iPhone wirklich Konkurrenz zu machen.
Einen großen Anteil an der Euphorie hat nicht zuletzt das verwendete webOS.
Der pre ist mittlerweile in den USA verfügbar, die dort erhältliche Version ist
in Deutschland allerdings auf Grund der Verwendung
abweichender Netztechnologien nicht nutzbar.
In Deutschland wird das Gerät im Oktober bei o2 auf den Markt kommen.
Zudem ist mittlerweile bekannt, das der pre-Nachfolger auf den
Namen
Pixi hören und in den USA wohl zu Weihnachten erscheinen wird.
Palm webOS nicht abwärtskomatibel zu Palm OS


Echte Innovationen:
Neues webOS von Palm
Das webOS-System trägt seinen Namen nicht
allein aus marktingtaktischen Erwägungen, sondern es handelt sich tatsächlich um ein
stark auf das Internet bauendes Betriebssystem. So
synchronisiert es zum Beispiel die Dateien des Nutzers kontinuierlich über das Internet,
auch nicht auf dem Endgerät liegende Dateien können dabei direkt bearbeitet werden.
Das Speichern von Dateien soll überflüssig werden, da dies in Echtzeit erfolgt.
Trotzdem soll laut Palm auch ohne Netzverbindung mit dem Gerät zu arbeiten sein.
Ein System, dass auf der einen Seite hochgradig Internet-basiert arbeitet und gleichzeitig auch auf Wunsch die
geringe Online-Abhängigkeit wie zum
Beispiel Symbian oder
Windows Mobile besitzt, ist allerdings schwer zu realisieren.
Das neue System ist aber leider nicht abwärtskompatibel
zum klassischen Palm OS, so dass auch hier die
Softwarebibliothek mit der Zeit erst wachsen muss. Palm verspricht Entwicklern
allerdings, dass Anwendungen ausgesprochen leicht zu erstellen sein sollen.
Hin und her: Palm pre via iTunes synchronisieren oder nicht?

Für das Palm webOS haben sich die Entwickler zudem ein besonderes Feature einfallen lassen:
Das System soll die Möglichkeit bieten, sich für iTunes als iPod auszugeben und somit
mit den Medien-Datenbanken aus iTunes zu synchronieren. Praktisch, denn Palm selbst hat natürlich kein entsprechendes
Angebot im Sortiment, und das Apple-Repertoire ist groß. Apple ist aber nicht dafür bekannt,
eine solche Mitnutzung zu dulden, und so folgte die Antwort auf die zunächst tatsächlich funktionierende
Lösung prompt: Apple sperrte webOS mit einem iTunes-Update aus,
Palm legte mit einer neuen Firmware-Version nach und ermöglichte wieder die Nutzung, Apple unterband dies wieder.
Der Kampf ist somit "technisch" offen, allerdings
dürfte Apple hier auch die juristische Keule schwingen.
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