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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 28.05.2012 |
Apple iOS: Das Betriebssystem von iPhone, iPad und iPod touchKein Flash - aber mittlerweile mit "halbem" Multitasking![]() iOS: Homescreen auf dem iPhone Das mobile Betriebssystem des iPhone, des iPad und des iPod touch ist das iOS. Ursprünglich nannte Apple das System iPhone OS. Das mobile Betriebssystem von Apple ist ein Mac-OS-X-Derivat - für den Anwender hat die Steuerung eines iPhone, iPad oder iPod touch mit der eines klassischen Mac-Rechners allerdings quasi nichts gemein. Apple hat bei der Entwicklung von iOS einen großen Vorteil gegenüber vielen anderen Herstellern: Zum einen produziert der Hersteller sowohl die Geräte als auch das Betriebssystem, zum anderen kommt iOS nur auf wenigen unterschiedlichen Modellen zu Einsatz. Diese beiden Faktoren ermöglichen eine sehr genaue Abstimmung von Hard- und Software und somit den hohen Bedienkomfort der mobilen Apple-Geräte. iOS: Hunderttausende ZusatzprogrammeApple ist es immer wieder gelungen, Funktionen, die ein Nischendasein fristeten, durch eine spezielle Umsetzung zum Erfolg zu verhelfen. Dies gilt zum Beispiel für die kleinen Zusatzprogramme, die mittlerweile als Apps bezeichnet werden. Schon Jahre vorher gab es unter anderem auch für Symbian und Windows Mobile Software, mit der sich das System erweitern ließ. Apple indes verhalf den Apps unter anderem durch einen komfortablen Appstore (und gutes Marketing) zum Durchbruch. So stehen für das iOS mittlerweile hunderttausende Zusatz-Programme bereit. Doch Apple glänzt anderseits im Vergleich zu manch anderem System nicht durch offene Strukturen. So gilt das Unternehmen in puncto Apps als restriktiv, da die Versorgung (zumindest offiziell) ausschließlich über den Appstore erfolgt, und den hat Apple fest in der Hand. Entsprechend entscheidet schlussendlich Apple, was auf das Gerät des Anwenders darf. Umgangen werden kann dies lediglich über einen so genannten Jailbreak, also das Entsperren des Gerätes, der mittels Lösungen von diversen Hacker-Gruppen möglich ist. Allerdings beeinträchtigt dies auch die Garantie-Ansprüche des Nutzers. Auch in manch anderem Aspekt setzt Apple auf Restriktionen: So gibt es zum Beispiel keine Flash-Unterstützung - Apple hat sich hier bewusst gegen den Support entschieden. Auch Java-Applikationen sind mangels entsprechendem "Software-Unterbau" nicht lauffähig. iOS ab Version 4.0 mit einer Form von MultitaskingAndere Funktionen, auf die Nutzer zum Teil lange warten mussten, wurden in der Vergangenheit sukzessive nachgerüstet. Apple liefert kontinuierlich größere Updates für das System, die dann nicht nur auf aktuellen, sondern oft auch - wenngleich unter Umständen eingeschränkt - auf etwas älteren Geräten nutzbar sind. Zu diesen nachgerüsteten Features zählt auch eine Form von Multitasking, die Apple mit dem iPhone OS 4.0 einführte. Hier können allerdings nicht, wie vom heimischen PC bekannt, mehrere Anwendungen einfach parallel ausgeführt werden: De facto werden laufende Applikationen bei einem Wechsel zu einer anderen Anwendung pausiert, wobei ausgewählte, von Apple definierte Dienste auch im Hintergrund weiter genutzt werden können - wenn die jeweilige App entsprechend angepasst wurde. Dies gilt zum Beispiel für die Verarbeitung von Audio-, VoIP- oder GPS-Aufgaben im Hintergrund. Übrigens wäre es beim iPhone technisch durchaus seit jeher möglich, Multitasking zu nutzen - dies wurde aber von Apple unterbunden. Ein Jailbreak schafft aber auch hier Abhilfe. Mit iOS 4 kam unter anderem auch die Möglichkeit, Applikationen in Ordnern zu sortieren - angesichts der App-Vielfalt sicherlich ein echter Mehrwert. iOS 5 bringt SMS-Ersatz - zumindest für die Kommunikation mit iOS-NutzernMit dem im Juni 2011 vorgestellten iOS 5 kommen wiederum einige neue Funktionen auf die Nutzer zu - wenn er denn ein iPhone 4S, ein iPhone 4G oder ein iPhone 3GS sein eigen nennt. Das iPhone 3G wird nicht mehr unterstützt. Apple bietet bietet einen SMS-ähnlichen Dienst namens iMessage, der den Versand klassischer Kurzmitteilungen ersetzt - zumindest zwischen iMessage-Nutzern. Der Nutzer hat, wenn sein Gegenüber iMessage-"fähig" ist, gar nicht die Möglichkeit, eine SMS zu versenden. Dieser Automatismus kann als Gängelung verstanden werden, hilft aber andererseits, (bei passendem, aber in der Regel beim iPhone obligatorischem Datentarif) automatisch Kosten zu sparen. Darüber hinaus wurde der Micro-Blogging-Dienst Twitter stärker ins System integriert und ähnlich wie bei dem Google-Betriebssystem Android hat nun auch iOS eine erweiterbare Infoleiste am oberen Rand des Bildschirms. Der Zwang, ein neues Apple-Gerät zur Aktivierung erst mit einem Rechner verbinden zu müssen, gehört der Vergangenheit an. Zudem synchronisiert die Multimedia-Software iTunes nun drahtlos. Weitere iOS-5-Neuerung: Der Browser Safari beherrscht auch in seiner mobilen Variante das Surfen mit Tabs. Exklusiv für das iPhone 4S kommt iOS 5 zudem mit Siri - eine Spracherkennung, die auch komplexe Aufgaben des Nutzers verstehen soll. Somit versteht Siri nicht nur Anweisungen für das Smartphone, sondern beantwortet auch Fragen, wofür der Dienst unter anderem auf die Suchmaschine Wolfram Alpha zurückgreift. Das Feature steht in Englisch, Japanisch, Deutsch und Französisch zur Verfügung, allerdings jeweils mit unterschiedlichem Umfang. Für iOS 5 gibt es bereits ein erstes Update: iOS 5.1 ist für iPhone, iPad und iPod touch verfügbar. Damit können Nutzer nun die UMTS-Schnittstelle separat deaktivieren. Desweiteren gab es kleinere Änderungen an der Kamera und in iTunes sowie für eine effizientere Ausnutzung des Akkus. iPhone OS anfangs ohne Copy&PasteDie meisten Nutzer werden die Anfänge des iPhone OS bzw. iOS bereits vergessen haben - denn zu Beginn der iPhone-Ära fehlte manches grundlegende Feature. So rüstete der Kulthersteller erst mit der Version 3.0 unter anderem Funktionen wie "Copy&Paste" inklusive "Cut"-Feature, "Tethering" (Nutzung des iPhones als Modem), die Unterstützung der Breitbildtastatur durch alle "wichtigen" Apple-Anwendungen sowie die MMS-Nutzung nach.
Ratgeber zum Thema "Mobile Betriebssysteme"
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