Je nach Gerätetyp kümmern sich Handybesitzer mehr oder weniger um die
Stromversorgung ihrer Mobiltelefone. Während einfache Modelle durchaus auch mal
wochenlang ohne Steckdose auskommen, reicht bei vielen Smartphones die
Akku-Laufzeit gerade einmal für ein bis zwei Tage. Der Grund dafür sind immer
größere Touchscreens, leistungsstärkere Prozessoren und kontinuierliche
drahtlose Datenübertragungen - dafür wird viel Energie benötigt. Im Folgenden
erfahren Sie, welche verschiedenen Akku-Typen es gibt und welche Vor- und
Nachteile diese bieten.
Im Handy kommen heute in der Regel Lithium-basierte Akkus zum Einsatz:
Lithium-Ion-, Lithium-Polymer- sowie hybride Lithium-Ion-Polymer-Akkus (Li-Ion,
Li-Polymer). In älteren Handys sowie in Schnurlos-Telefonen finden sich auch
noch Nickel-Metallhydrid-Akkus (Ni-MH). Die Verwendung von Nickel-Cadmium-Akkus
(Ni-Cd) wurde hingegen schon vor einigen Jahren durch den Gesetzgeber deutlich
eingeschränkt.
Ni-Cd- und NiMH-Akkus
Durch Nickel-Cadmium-Akkus wurde der sogenannte Memory-Effekt bekannt. Dabei
geht Kapazität verloren, wenn der Akku nicht jedes Mal vor dem Aufladen
vollständig entladen wird. Weiterer Nachteil der NiCd-Akkus ist der
schwermetallhaltige und giftige Inhalt.
NiMH-Akkus sind weniger anfällig für den Memory-Effekt. Es genügt, den Akku
spätestens alle zwei Wochen einmal vollständig zu entladen. Tritt dieser Defekt
dennoch auf, kann er bei diesem Akku-Typ durch mehrmaliges vollständiges
Entladen und Laden des Energiespeichers wieder behoben werden. Vor allem
Low-End-Geräte nutzen diese Akkus, bei denen das Krebs erregende Umweltgift
Cadmium durch eine Wasserstofflegierung ersetzt wurde. Schwachstelle
der NiMH-Akkus ist ihre Lebensdauer: Während die NiCd-Akkus im Durchschnitt rund
1 500 Ladezyklen überstehen, kann bei den NiMH-Akkus schon nach ein
paar hundert Ladezyklen die Leistung unter das benötigte Niveau gesunken sein.
Li-Po- und Li-Ion-Akkus
Die gebräuchlichen Speicherzellen für Mobiltelefone sind schon seit einigen
Jahren die deutlich kleineren und leichteren Lithium-Ionen- oder
Lithium-Polymer-Akkus. Die Funktionsweise ähnelt der der NiCd-Akkus: Durch den
Austausch der Elektronen zwischen den Elektroden wird Energie erzeugt.
Allerdings besteht das Elektrolyt hier aus Lithium-Salz, beim NiCd-Akku aus
Kalilauge.
Ihre großen Vorteile: Ihre Inhaltsstoffe sind nicht toxisch, und ein
Memory-Effekt ist praktisch nicht vorhanden. Das Nachladen des Energiespeichers
kann also unabhängig vom Kapazitätszustand erfolgen. Doch auch diese Typen haben
ihre Grenzen: Bedingt durch Oxidationsprozesse und Korrosion halten sie in der
Regel nicht länger als drei Jahre durch. So überstehen die Li-Ion-Akkus bei
sachgerechtem Umgang 500 bis 1 000 Ladezyklen schadlos, die
Li-Po-Akkus sogar nur 300 bis 500.
Dazu kann es passieren, dass sich die Lebensdauer der Lithium-Ionen-Akkus durch
eine Tiefentladung, d.h. eine so gut wie vollständige Entladung, verkürzt. In
der Regel schützt davor jedoch die integrierte Lade-Elektronik und das Handy
schaltet sich rechtzeitig von selbst aus. Unbenötigte Lithium-Ionen- und
Lithium-Polymer-Akkus lagert der Nutzer am besten bei einem Ladezustand von 30
bis 60 Prozent.
Der Vorteil aller Akkumulatoren gegenüber den Batterien ist, dass sie
wiederaufgeladen werden können und so eine entsprechende Anzahl an
Primärzellen einsparen helfen. Wenn der Handybesitzer jedoch nicht sorgsam
mit den Stromlieferanten umgeht, verkürzen sich schnell die vom jeweiligen
Hersteller angegebenen Standby- und Sprechzeiten des jeweiligen Handymodells.
Die richtige Pflege ist wichtig, damit der Akku zuverlässig seinen Dienst
verrichten kann.
Auf unserer Akku-Pflege-Seite erfahren Sie,
wie Sie ihren Akku richtig pflegen und damit seine Aus- und Lebensdauer erhöhen.
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