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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 21.05.2013 |
Handy, Tablet & Co.: Technik zum Recycling fehlt10.02.2013
11:37 Bis zu 300 Gramm Gold in einer Tonne Handy-Schrott
Von dpa / Marleen Frontzeck
In Deutschlands Haushalten lagern wahre Schätze.
Allein 80 Millionen alte Mobiltelefone liegen vergessen in Schubladen
oder Kellern, ebenso zahllose Computer, Monitore, Fernseher und
andere Elektronik. Sie enthalten Kupfer und Gold, Silber und weniger
bekannte Metalle wie Tantal, Neodym, Indium oder Yttrium. Sind sie
erst einmal in einem Produkt verbaut, so sind sie oft verloren. Das
Recycling der Seltenen Erden und strategischen Metalle steckt noch in
den Kinderschuhen.
"Mit den bekannten technischen Verfahren können wir aus dem Elektroschrott Kupfer und Gold zurückgewinnen", sagt Prof. Kerstin Kuchta, die an der TU Hamburg-Harburg forscht. In einer Tonne Handy-Schrott stecken bis zu 300 Gramm Gold. Für die Seltenen Erden gibt es noch kein ausgereiftes Verfahren, um die Stoffe in großem Stil zurückzugewinnen. Das könnte in fünf bis zehn Jahren soweit sein, schätzt die Wissenschaftlerin. "Die Erkenntnis, dass diese Rohstoffe knapp und kostbar sind, ist in der Industrie angekommen", sagt Kuchta. Die Anstrengungen von Wissenschaft und Wirtschaft hätten sich deutlich vermehrt. Jährlich werden rund 130 000 Tonnen Seltene Erden produziert, fast ausschließlich in China. In anderen Ländern sind durchaus Vorkommen vorhanden, sie wurden bislang aber noch nicht gefördert. "China macht den Markt immer mehr zu", sagt die Forscherin. Allein in Deutschland könnten 100 bis 500 Tonnen durch Recycling zurückgewonnen werden. "Das sind kleine Mengen, aber auch damit ließe sich der Markt etwas entspannen." Die Miniaturisierung der Elektronik schreite weiter voran, so dass auch geringere Mengen Seltener Erden benötigt würden. Neben wertvollen Materialien auch giftige Stoffe enthalten
Bislang gelangen viele Geräte gar nicht erst zurück in den Wertstoffkreislauf. Aus Deutschland werden nach Schätzungen mehr als 150 000 Tonnen gebrauchter Elektro- und Elektronikgeräte nach Afrika und Asien exportiert. Die darin enthaltenen Metalle sind Milliarden wert. Bislang fehlen Anreize für den Verbraucher, seine gebrauchten Geräte wieder abzugeben. Eine Möglichkeit dafür wäre zum Beispiel ein Pfandsystem. Anzeige:
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