Tracking-Dienste für
Handys können praktisch sein - sie sollten aber nicht unkritisch angenommen werden. Wer sein
Mobiltelefon für ein solches Angebot freischaltet, über das etwa
Eltern ihre Kinder orten können, müsse sich bewusst machen, damit
einen Teil seiner Privatsphäre aufzugeben. Darauf weist das Portal
24mobile.de in Hamburg hin, das Tracking-Dienste untersucht hat.
Zwar könne der Nutzer bestimmen, ob er seinen jeweils aktuellen
Standort für andere sichtbar machen will. Trotzdem bestehe die Gefahr
eines unbedachten Umgangs mit den Ortungsdiensten, zu denen Google
Latitude oder uLocate zählen. Es sei sinnvoll, sich zu fragen: "Will
ich tatsächlich zu jedem Zeitpunkt offenlegen, wo ich bin, welche
Wege ich gehe und wer in meiner Nähe ist?"
Zu den Zielgruppen der Dienste zählen zum Beispiel Sportler, die damit
etwa ihre Laufstrecken aufzeichnen können. Diese Funktion bietet beispielsweise das jüngst vorgestellte Outdoor-Handy Mambo2 des Herstellers MiaVojo. Auch Handynutzer, die
wissen möchten, ob gerade ein Freund in der Nähe ist, werden von
solchen Angeboten angesprochen.