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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 18.05.2013 |
Motorola und Sony Ericsson: Zwei Krisen-Fälle mit Comeback25.07.2010
13:58 So geht es in den kommenden Monaten bei den Herstellern weiterInhaltsverzeichnis:1. 2006 sah der Handymarkt noch ganz anders aus2. Das Trendwende von Motorola und Sony Ericsson
Von Johannes Michel
2006 sah der Handymarkt noch völlig anders aus als heute. Es gab kein
iPhone, Smartphones waren kaum
verbreitet. Das Marktforschungsunternehmen
Gartner ermittelte über 33 Prozent
weltweiten Marktanteil für Nokia, Motorola
lag auf dem zweiten Platz (22 Prozent), Sony Ericsson
hatte sich mit knapp sieben Prozent auf den vierten Platz vorgearbeitet. Zum Vergleich: im
vergangenen Jahr 2009 lag Nokia bei noch immer starken 36 Prozent, Motorola und Sony
Ericsson waren allerdings auf 4,8 beziehungsweise 4,5 Prozent dramatisch abgestürzt.
Das Aus schien kaum noch abwendbar.
Dann gelang den beiden Unternehmen ein Comeback. Dabei setzen Motorola und Sony Ericsson nun vermehrt auf Smartphones und gehören zu den Unterstützern des Android-Betriebssystems. Warum Motorola und Sony Ericsson in die Krise gerutsch waren und wie es in den kommenden Monaten bei den Handy-Herstellern weitergeht, haben wir uns angeschaut. Motorola ist Krisen gewohnt
Viele Kunden verbanden Motorola automatisch mit dem RAZR-Design und ließen andere Geräte des Herstellers, etwa die Smartphones, links liegen. Dazu kam, dass Motorola keine klare Linie bei den Betriebssystemen verfolgte. Neben dem eigenen kamen Windows Mobile, Symbian, Symbian UIQ und Linux zum Einsatz. Motorola hatte zwar viel zu bieten, war aber auf keinem Gebiet Spezialist. Honoriert wurde das von den Kunden ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr – und der weltweite Marktanteil brach ein. Motorola wurde vom zweitgrößten Handy-Hersteller zu einem kleinen Fisch. Erst Ende 2009 kam die Rettung. Motorola präsentierte das Milestone, ein Top-Smartphone mit ausziehbarer QWERTZ-Tastatur und dem Google-Betriebssystem Android. Bereits im Dezember 2009 knackten die Verkaufszahlen die psychologisch wichtige Eine-Million-Grenze. Handy-Experten waren sich in der Folge einig: Motorola ist zurück. Wichtig ist künftig nur, sich nicht auf dem Erfolg des Milestone auszuruhen, sondern weitere Geräte mit Android herauszubringen. Und: Lediglich auf ein System sollte Motorola nicht setzen. Etwas ins Hintertreffen geraten sind die "gewöhnlichen" Handys, nach wie vor elementar für einen guten weltweiten Marktanteil. Daneben könnte Motorola nach vielen erfolgreichen Jahren auch die Zusammenarbeit mit Microsoft wieder beleben und Windows Phone 7 einsetzen. Sony Ericsson: Auf den Lorbeeren ausgeruht
2008 und 2009 kam allerdings der Absturz. Sony Ericsson war sich des Erfolges von Walkman und Cyber-shot viel zu sicher und verschob die Einführung lange erwarteter Smartphones teilweise um ein halbes Jahr. Da die Smartphone-Modelle dann aber immer noch mit Fehlern auf den Markt kamen und mit dem langsamen Symbian-UIQ-System zu kämpfen hatten, wurden sie (namentlich P990i, W960i, G700 und G900) nicht zu den erhoffen Erfolgen. Auch das erste Windows-Smartphone des schwedisch-japanischen Joint-Ventures, das Xperia X1, blieb lediglich ein Hoffnungsträger, konnte die hoch gesteckten Erwartungen aber nie erfüllen. Nun schlägt Sony Ericsson einen neuen Weg ein und setzt ebenfalls auf das Android-System. Viele Modelle stehen in der Pipeline und sollten in den nächsten Monaten auf den Markt kommen. Wie es mit dem Windows-Phone-Engagement aussieht, ist noch ungewiss. Auf der zweiten Seite blicken wir nicht mehr zurück, sondern zeigen Ihnen, welche neuen Handy-Modelle bei Motorola und Sony Ericsson in Vorbereitung sind.
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