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Ratgeber: So umgehen Sie ganz einfach Handy-Kostenfallen

26.03.2009
09:01

Wer sich mit dem Handy auskennt, kann leichter die Mobilfunk-Kosten gering halten

Inhaltsverzeichnis:

1. Nicht nur die Anbieter tragen die Schuld an hohen Handy-Rechnungen
2. Kosten durch ungewollte mobile Internet-Nutzung vermeiden
3. Flatrate-Tarife decken nicht alle Handy-Leistungen ab

Haben Sie Lust auf eine Gratis-Reise an die Türkische Riviera? Welch eine verlockende Frage! Ein Rückruf genügt und es geht ab in den Süden. Das behauptet zumindest die SMS-Nachricht auf Ihrem Handy-Display. Mal ehrlich: Da juckt es schon ein bisschen in den Fingern, das Angebot anzunehmen und zurückzurufen, erst recht wenn kein Budget für den Sommerurlaub vorhanden ist. Doch wer auf die Lock-Nachricht reagiert, muss bei der nächsten Mobilfunk-Rechung meist tief in die Tasche greifen. Doch nicht immer trägt ein Mobilfunk- oder Dienste-Anbieter die Schuld an einer hohen Handy-Rechnung: Auch die falsche Tarifwahl verursacht Mehrkosten, die der Nutzer leicht hätte vermeiden können. Wie Sie solch ärgerliche Kostenfallen umgehen und den Betrag auf Ihrer monatlichen Mobilfunk-Rechnung gering halten, verraten wir Ihnen in diesem Ratgeber.

Teurer Fernsehspaß: Abstimmungen und Ratespiele per Telefon


Handy-Nutzung, Foto: T-Mobile
"Ihre Meinung ist uns wichtig!" - das wollen Ihnen viele TV-Sender weismachen. Vor allem in den beliebten Castingshows wird immer wieder dazu aufgerufen, für einen der Kandidaten per SMS oder Anruf abzustimmen. Das sogenannte Voting-Prozedere dient allerdings häufig nur dazu, den Fernsehstationen und Mobilfunkfirmen einen schönen Nebenverdienst einzutreiben. Ein Anruf aus dem Festnetz oder eine SMS-Mitteilung wird meist mit je 49 Cent berechnet. Richtig teuer wird es, wenn Sie per Handy-Anruf abstimmen: Hier können Kosten bis zu 1,30 Euro pro Minute anfallen. Gleiches gilt für die penetranten Aufrufe zum Mitmachen bei den Fernseh-Shows der zahlreichen Call-in- und Quizsender, die mit einer großen Gewinnsumme werben. Statt im Studio landen die Anrufer aber schnell bei einer Stimme auf Band, die zu einem weiteren Anruf auffordert. Fallen Sie nicht auf diesen Trick herein und verzichten Sie am besten ganz auf die Teilnahme an solch fragwürdigen TV-Aktionen.

Dienste hinter Sonderrufnummern: Magere Infos, hohe Kosten

Nützliche Hilfe versprechen auch Dienste, die Ihnen telefonisch oder per SMS-Mitteilung Auskünfte und Informationen wie Wettervorhersagen oder Verkehrsmeldungen anbieten. Wer diese Dienste in Anspruch nimmt, sollte keinen umfangreichen Informationsgehalt erwarten und vor Buchung eines solchen, über eine Sonderrufnummer abgewickelten Dienstes die genauen Kosten kennen. Wie Sie unserer Preisübersichtsseiten zu Anrufen auf Sonderrufnummern entnehmen können, fallen dafür bis zu 3 Euro pro Minute bzw. 10 Euro pro Anruf an. Sie erkennen die kostspieligen Sonderrufnummern an den Vorwahlen 0900, 118 oder 0137.

Unser Tipp: Besorgen Sie sich die Informationen, die Sie brauchen, lieber gratis aus dem Internet. Sollten Sie unterwegs sein und keinen Online-Zugang haben, greifen Sie auf den Verkehrsfunk zurück. Oder rufen Sie einen Bekannten an, der Ihnen kurz etwas im Internet nachschlagen kann. Das kostet Sie unterm Strich immer noch weniger als die Nutzung einer Service-Nummer. Wer nicht irrtümlich durch einen falschen Tastendruck eine teure Sonderrufnummer anwählen möchte, deaktiviert oder löscht am besten alle bereits voreingestellten Sonderrufnummern im Telefonbuch des Handys oder in den auf der SIM-Karte gespeicherten Kontakten.

Abonnement mit langer Laufzeit wider Willen

Besonders bei Jugendlichen beliebt sind Handy-Klingeltöne zum Herunterladen. Das wissen die Anbieter und versuchen die Naivität und Unerfahrenheit mancher junger Handy-Besitzer auszunutzen. TV-Spots bei MTV, VIVA & Co. sowie Werbebanner im Internet locken die Teenager mit kostenlosen oder sehr günstigen Klingeltönen, die per sogenannter Premium-SMS bestellt und auch gleich bezahlt werden. Im Grunde genommen ist die Premium-SMS ein sinnvolles Mittel, um Kleinbeträge, wie sie bei Klingeltönen anfallen, auf einfache Weise abzurechnen. Allerdings entpuppen sich Premium-SMS-Angebote nicht selten als Köder für ein Abonnement mit längerer Laufzeit und monatlich wiederkehrenden Kosten, auf das die Anbieter oft nur im Kleingedruckten hinweisen.

Auf der zweiten Seite lesen Sie: So vermeiden Sie ungewollte Kosten durch die Nutzung von Premium-SMS- und mobilen Datendiensten.

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre