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Über den Wolken: Telefonieren im Flugzeug

02.07.2009
16:23

Gespräche mit Handy oder Satellitentelefon sind möglich, aber teuer

Inhaltsverzeichnis:

1. Mobilfunk bleibt nicht mehr am Boden zurück
2. Die Gesprächskosten variieren auf hohem Niveau
Wohl und Wehe liegen oft nahe beisammen: Manche Fluggäste genießen im Flugzeug die zwangsweise Abstinenz von Handy und Internet, während für andere eine mehrstündige Auszeit von der Kommunikation unerträglich ist. Letztere konnten in der Vergangenheit nur auf teure Satellitentelefone per Kreditkarte zurückgreifen, und dies auch meist nur in der First- und Business-Class. Die Nutzung von Mobiltelefonen an Bord war verboten. Seit März 2008 ist jedoch bei einigen Airlines das Telefonieren auch mit dem eigenen Handy an Bord technisch möglich und gestattet.

Technik: Picozelle und Satellitenanbindung

Das Handy-Verbot im Flugzeug hat bei vielen Airlines allerdings auch heute noch Bestand. Nach Angaben der Konzerne rührt es daher, dass Mobiltelefone an Bord versuchen, mit Empfangsstationen auf der Erde Kontakt aufzunehmen und dabei ihre maximale Sendeleistung abstrahlen. Diese Strahlung soll die empfindliche Elektronik des Flugzeugs so sehr stören können, dass Gefahren für die Flugsicherheit auftreten. Unter Experten gibt es verschiedene Meinungen dazu, ob die Handystrahlung den Flugzeugen tatsächlich so gefährlich werden kann. Fest installierte Satellitentelefone, die es bereits seit einigen Jahren bei manchen Fluglinien gibt, haben diese Probleme nicht. Die Lösung für die Handynutzung an Bord ist demnach eine Kombination beider Techniken: Eine örtlich begrenzte Mobilfunkzelle - auch Picozelle genannt - wird im Flugzeug errichtet. So können sich Handys an Bord mit geringer Sendeleistung ins Netz einbuchen. Dieses Flugzeugnetz stellt über eine Satellitenverbindung Kontakt zu den auf der Erde befindlichen Mobilfunkstationen her. Nicht möglich sind mit dieser Technologie derzeit schnelle Datenverbindungen über UMTS oder EDGE, die Flugzeugnetze verfügen in der Regel nur über GPRS. AeroMobile-Technik im Einsatz
AeroMobile-Technik im Einsatz

Die Fluggesellschaften arbeiten im Bereich der Technik mit spezialisierten Anbietern zusammen, um Mobilfunk an Bord zu ermöglichen. Die beiden größten Anbieter sind OnAir, die etwa die Flugzeuge des irischen Billigfliegers Ryanair ausrüsten, und AeroMobile, die die Mobilfunknetze beispielsweise in den Maschinen von Emirates Airlines und der australischen Fluglinie Qantas betreiben. Qualitätseinbußen aufgrund der speziellen Flugzeugtechnik sind laut den Herstellern selten. AeroMobile gibt zwar an, es könne durch die Satellitenverbindung zu leichten Verzögerungen kommen, generell sollen diese aber nicht auftreten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie es um die Gesprächskosten bestellt ist und wie weit verbreitet Handy-Nutzung im Flugzeug ist.
 

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RE: Internet im Ausland b-a 14.01.12 06:24
Roamingfrei Daten-SIM mit ... Hobbe 10.01.12 13:32
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