teltarif.de MOBIL · DIENSTE
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 23.05.2013 

Nach Hacker-Angriff: Internetnutzer sollen Computer überprüfen

11.01.2012
21:33

DNS-Einstellungen in 30 000 Rechnern sollen manipuliert worden sein

Von dpa /
Symbolbild: Hacker haben über 33 000 deutsche Computer die DNS-Kontrolle übernommen.
Symbolbild: Hacker haben über 33 000 deutsche Computer die DNS-Kontrolle übernommen.
Nach der Infektion unzähliger Computer mit einer Schadsoftware empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) allen Nutzern eine Überprüfung ihrer Rechner. Bei dem Selbsttest sollen manipulierte Netzwerkeinstellungen aufgespürt werden.

Immerhin: Betroffenen Nutzern droht keine neue Gefahr mehr. Die Angreifer waren im November von der US-Bundespolizei FBI ausgehoben worden. Allerdings sollen Anfang März die provisorisch eingerichteten Server abgeschaltet werden, die von infizierten Computern angesteuert werden. Rechner mit dem Schadprogramm kommen dann schlimmstenfalls nicht mehr ins Internet. Dem FBI zufolge sind in Deutschland derzeit täglich bis zu 33 000 Computer betroffen, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) mit.

Das FBI hatte im November bei einer Razzia gegen Computerkriminelle in New York mehr als hundert Server beschlagnahmt, über die ein sogenanntes Botnet von manipulierten PCs in aller Welt gesteuert wurde. Bei dem Schadprogramm "DNS-Changer", mit dem die infizierten Rechner befallen sind, handelt es sich eine Software, die die korrekte Übersetzung von Internet-Adressen verhindert.

DNS-Einstellungen bestimmen, welche Server bei einer Domain angesteuer werden

Die Angreifer hatte es damit auf eine Kernfunktion des Internet abgesehen: Damit ein Nutzer eine Webseite erreichen kann, wird die Internet-Adresse, die man in einen Browser eintippt, im Hintergrund in die lange Zahlenfolge einer IP-Adresse umgewandelt. Diese Aufgabe wird von Servern des sogenannten Domain Name System (DNS) erledigt. Die Betrüger-Bande setzte eine Masse gefälschter Server in New York und Chicago ein, die die Nutzer auf ganz andere Seiten leiteten als gewollt.

So landeten betroffene Nutzer, die zur Online-Videothek Netflix oder Apples iTunes-Seite wollten, auf den Angeboten, die die Online-Betrüger bestimmt hatten. Die DNS-Changer-Software auf den Computern war ein wichtiger Teil des Spiels: Sie sorgte dafür, dass statt der echten die gefälschten DNS-Server angesteuert wurden. Die Schadsoftware schützte sich selbst dadurch, dass sie Antiviren-Programme blockierte.

Ersatzserver wird derzeit von US-Behörden betrieben

Damit nicht auf einen Schlag Millionen Rechner in aller Welt ausfallen, richteten die US-Behörden nach der Festnahme der Computerkriminellen zwar ungefährliche Ersatzserver ein. Die Schadsoftware auf den Computern der Nutzer blieb aber - und wenn die provisorischen Server jetzt im März wegfallen, wird der Internetverkehr von den infizierten Rechnern ins Leere gehen. Deshalb ist die Überprüfung notwendig.

Um sicherzustellen, dass vom eigenen Rechner nicht auf einen manipulierten Domain Name Server verwiesen wird, sollen die Anwender beim Selbsttest die Webseite www.dns-ok.de aufrufen, erläuterte das BSI. Entweder erhält der Nutzer eine grüne OK-Meldung - und muss nichts weiter unternehmen. Bei einer roten Statusanzeige sollte er die angezeigten Anleitungen befolgen, um richtigen Systemeinstellungen wiederherzustellen und gegebenenfalls Schadsoftware zu entfernen. Die Test-Seite wird von der Deutschen Telekom betrieben.

Außerdem war es den Online-Kriminellen laut Anklage gelungen, Banner-Werbung bei der Anzeige von Webseiten auszutauschen. Bei einer Verurteilung drohen den Männern im Alter zwischen 26 und 33 Jahren im Höchstfall mehrere Jahrzehnte Haft.

Weitere Meldungen zum Thema Sicherheit RSS

RSS Empfehlen Drucken

Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
DDoS - Attacke Naturfreund. 29.03.13 15:31
Schon einer Computer entsperrt? mikiscom 14.02.13 13:06
Vurusverbreitungsmethoden bholmer 14.11.12 08:58
RE: Beste Lösung: Java deinstallieren bobhund 12.09.12 07:34
Beitrags-Index ]  [ Thread-Index ] 

Weitere News vom 11.01.2012:

- Samsung Galaxy Tab 7.0 Plus: Weitere Details und erster Eindruck
- OLPC XO-3: Hundert-Dollar-Tablet auf der CES vorgestellt
- Nach Hacker-Angriff: Internetnutzer sollen Computer überprüfen
- Microsoft Kinect: Sprach- und Bewegungssteuerung für alle
- Vodafone hat offenbar Interesse an Bundesliga-Rechten
- o2 Blue: Die neuen Smartphone-Tarife im Netzbetreiber-Vergleich
- ICANN startet Vergabe neuer Domain-Endungen
- "Sozialisierte" Google-Suche stößt nicht nur auf Begeisterung
- Sony stellt Android-Walkman Z1000 als iPod-touch-Konkurrent vor
- Samsung bringt Galaxy Tab 7.0 Plus in Deutschland auf den Markt
- CES Tag 1: Windows-8-Tablets, Intel-Smartphone und mehr
- Connex-Card: Ab sofort 6 Cent pro Minute in alle Netze
- CES: Netgear zeigt Media Router mit theoretisch 900 MBit/s
- Verschlechterte Alttarife: Weitere Details zum o2-Tarif-Relaunch
- CES und die Ultrabooks: Dünner, stylischer, besser
- ZTE MF 60: UMTS-to-WLAN-Router für 59 Euro
- 20 Prozent mehr inklusive: Die neuen o2-Blue-Professional-Tarife
- LTE, 16 Megapixel, 3300-mAh-Akku und mehr - leider nicht für uns
- Kodak im Überlebenskampf: Patentklagen gegen Apple und HTC
- CES: Intel meint es ernst mit dem Smartphone
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage

Wann wollen Sie online gehen?
  
Welche Preisangabe?
Nur Tarife mit längerer Gültigkeit
Genauer Vergleich
Internet-Anbieter
Die Suchmaske unterstützt mehr als 50 Top-Level-Domains (z.B. .de, .at, ch, .fr, .com, .net, .org und viele mehr).
gewünschter Domainname:


powered by xdial.de

 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2013 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB] · [Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 290 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2013-02 Erwachsene ab 14 Jahre