Meldepflicht

Meldepflicht für Firmen und Banken nach Cyber-Attacken gefordert

Angst vor Ansehens-Verlust lässt viele Unternehmen zögern
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Meldepflicht für Firmen und Banken nach Cyber-Attacken gefordertCyber-Angriffe kosten Unternehmen Unsummen Der SPD-Innenexperte Michael Hartmann hat eine Meldepflicht für Firmen und Banken nach Cyber-Attacken gefordert. Nur dann könnten Staatsanwaltschaft und Polizei die Täter ermitteln und ihnen das Handwerk legen, sagte Hartmann der Nachrichtenagentur dpa. "Wir müssen uns dieser Kriminalitätsform stärker annehmen." Durch Betrug im Netz, Phishing (Abfangen von Daten) und Manipulationen von Rechnersystemen gingen jedes Jahr Unsummen verloren.

"Unternehmen haben erhebliche Verluste, scheuen sich aber, die Angriffe zu melden, um nicht an Ansehen zu verlieren und Sicherheitsdefizite zugeben zu müssen", sagte Hartmann. Dann sei es aber schwer möglich, solche Angriffe - gerade auch auf Banken - für die Zukunft zu verhindern. "Durch das Melden solcher Vorfälle könnte wieder mehr Vertrauen bei den Kunden erreicht werden", meinte er.

Nach Hartmanns Worten sind neben staatlichen Einrichtungen alle Wirtschaftsbranchen von Cyber-Angriffen betroffen. "Das beschränkt sich keineswegs auf große industrielle Unternehmen. Die können sich besser schützen", sagte Hartmann. "Sondern das geht auch weit in den Bereich der international verzweigten mittelständischen Unternehmen hinein." Die Sicherheitsbehörden gingen von hohen Dunkelziffern bei den Attacken aus. "Wenn Angriffe gemeldet werden, geht es meistens um große Beträge", sagte Hartmann.

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