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In Apple ist der Wurm drin19.08.2009
09:03 Hacker-Programme zielen direkt auf Mac OSInhaltsverzeichnis:1. Mac OS im Fadenkreuz der Hackerszene2. Updates von Programmen bieten vorbeugend Schutz
Früher war alles einfacher: Von Viren
und anderen Schädlingen waren vor allem Rechner betroffen, auf denen
Windows lief. Macs blieben weitestgehend unbehelligt. Das ändert sich
jetzt langsam. "Die Bedrohung hat zugenommen", sagt Candid Wüest von
Symantec, einem Hersteller von Antivirensoftware in Aschheim bei
München. Allerdings dürften sich Nutzer das nicht mehr im Sinne einer
besonders großen Zahl von Viren vorstellen: "Trojaner und Spyware
spielen heute eine wichtigere Rolle."
nächste Seite: Updates von Programmen bieten vorbeugend Schutz
Die größte Gefahr ist, dass Hacker Anwendern Schadprogramme unterschieben und sie dazu bringen, diese selbst zu installieren. OSX.RSPlug.A heißt ein auf Macs zielendes Schadprogramm. Es gibt sich als Video-Codec aus, der zum Betrachten bestimmter Pornofilme nötig ist. Das Programm versucht, den Anwender beim Surfen im Internet auf gefälschte Seiten umzuleiten: Der Nutzer glaubt zum Beispiel, auf der von ihm aufgerufenen eBay-Seite gelandet zu sein. Tatsächlich handelt es sich um eine Falle, bei der ihm die Zugangsdaten zu seinem Auktionskonto entlockt werden sollen. "Dieser Trojaner hat wenig Beachtung gefunden", sagt Walter Mehl von der in München erscheinenden Zeitschrift Macwelt. Das dürfte auch daran gelegen haben, dass er ausschließlich über Pornoseiten verbreitet wurde. Darüber hinaus war er dürftig programmiert, so dass der Schaden eher gering war. Hacker fügen ihren Programmen Malware hinzuEin anderer Trojaner hat laut Candid Wüest zu Beginn dieses Jahres Macs zu einem "Botnet" zusammengeschlossen. Hacker nutzen solche von ihnen ferngesteuerten Rechner-Netzwerke in der Regel, um Spam zu verschicken. Zwischen 10 000 und 20 000 Rechner seien damals infiziert gewesen. Allerdings sei das kein Vergleich zum Wurm Conficker, der unzählige Windows-PCs befallen hat, so Wüest. Verbreitet wurde der Mac-Trojaner über den Download von Raubkopien: Den Programmen fügten Hackern Malware hinzu. Was die Durchschlagskraft dieses Schädlings angeht, ist Mac-Experte Walter Mehl skeptisch: "Die Quellenlage dazu war sehr dünn." Es habe zum Beispiel nie geklärt werden können, welchen Zweck das Botnet eigentlich hatte. Welche aktuellen und brauchbaren Schutzprogramme es für Mac OS gibt erfahren Sie auf der Seite 2.
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Viren, Phishing, Spyware: Gefahren und Abwehrstrategien
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