Hackerangriff: Zöllner leitete Mails auf privates Account weiter
09.08.2011 10:51
Auf seinem privaten PC griff dann ein Trojaner zwei Jahre lang Daten ab
Von dpa /
 Auch Server des Zolls waren von der Hacker-Attacke betroffen
Der im Juli bekannt gewordene Hackerangriff auf
Computer von Sicherheitsbehörden soll nach einem Zeitungsbericht
durch den Fehler eines Zollbeamten erleichtert worden sein. Er habe
eine dauerhafte Umleitung seiner dienstlichen E-Mails auf sein
privates E-Mail-Postfach eingerichtet gehabt, berichtet die in Berlin
erscheinende Zeitung Die Welt unter Berufung auf Ermittler.
Nach Erkenntnissen des nordrhein-westfälischen
Landeskriminalamts (LKA) hätten die Hacker der Gruppe No-Name Crew
auf dem privaten Rechner des Beamten einen Trojaner installiert und somit zwei Jahre lang sämtliche auf seinem privaten PC eingegangenen
Dokumente sehen können.
Erbeutete (Standort-) Daten im Internet veröffentlicht
Die Internetpiraten der "No-Name Crew" hatten
Anfang Juli bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil sie sich in
Bundespolizei und Zoll "hackten". Sie knackten einen Server, auf dem
das sogenannte Patras-System lief. Dabei handelt es sich um ein
Geodaten-Programm, welches den Standort von Ermittlern und
Tatverdächtigen, aber auch von Fahrzeugen oder Handys orten und
anzeigen kann. Nach dem Hackerangriff tauchten Standortdaten
polizeilich Überwachter im Internet auf.
Mit dem Spähprogramm "Patras" arbeiteten alle Landeskriminalämter, das BKA und der Zoll. Als
zentraler Dienstleister betreut die Bundespolizei das deutsche Observationsnetz. Sie habe die dafür
verwendeten Server aber nur mit einer Billig-Software geschützt, berichtete Focus Online. So hätten Experten des Bundesamtes für Sicherheit
in der Informationstechnik (BSI) in einem streng
geheimen Report an den Bundesinnenminister moniert, dass bei dem gehackten Server "grundlegende
Sicherheitsempfehlungen missachtet" worden seien, etwa beim Umgang mit Passwörtern.
Landeskriminalämter reagieren
Danach war ein 23-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen festgenommen
und nach einem Geständnis wieder auf freien Fuß gesetzt worden.
Landeskriminalämter wie etwa in Baden-Württemberg weisen laut Zeitung
jetzt per Dienstanweisung ihre Mitarbeiter darauf hin, dass die
"Weiterleitung von dienstlichen E-Mails auf private E-Mail-Adressen
untersagt ist".
Weitere Meldungen zum Thema Hacker-Angriff 
Viren, Phishing, Spyware: Gefahren und Abwehrstrategien
Meinungen und Erfahrungen der Community:
 Daten werden geladen ...
Weitere News vom 09.08.2011:
- Vodafone 555 Blue: Facebook-Handy für 69,90 Euro
- Apple lässt Samsung-Galaxy-Tab-10.1-Vertrieb in Europa stoppen
- Thalia kündigt E-Book-Reader Oyo II mit besserem Akku an
- Windows 7 läuft bis Jahresende auf 42 Prozent aller PCs
- AVM Firmware-Update jetzt auch für die FRITZ!Box Fon WLAN 7390
- mobilcom-debitel: Wenn ein Systemfehler zur Normalität wird
- klarmobil verkauft Prepaid-Surfstick im stationären Handel
- congstar: Mobiles Internet im Ausland ab 2,90 Euro
- Outdoor-Handy Samsung Galaxy Xcover mag's auf die harte Tour
- Google+ dank Update jetzt auch mit iPad und iPod touch
- Hackerangriff: Zöllner leitete Mails auf privates Account weiter
- Sozialforscher warnen vor unseriöser Umfrage mit Abofalle
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage
|
 |
Gefahren im Netz
Erste Hilfe:
Aktuelle News zum Thema:
Forum und Diskussion
Günstig surfen
Schnell surfen
Tipps und Tricks
Internet-Ratgeber
Internet-Dienste
Internet-Anbieter
DSL: Telekom, Vodafone, 1&1, o2, congstar, Tele2, easybell, M-net, NetCologne, Ewe Tel
Kabel: Kabel Deutschland, Unitymedia, KabelBW
Schmalband: avivo, meome, 1click2, KlaTro, Flashnet
Alle Firmen in der Übersicht
|