teltarif.de MOBIL · DIENSTE · TOUR
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 28.05.2012 

RFID: Anwendungsbeispiele und Sicherheitsbedenken

RFID-Chip im Reisepass


In zwei Artikeln haben wir Ihnen breits eine Einführung zu RFID gegeben und die Technik näher erläutert. Jetzt wollen wir uns den Einsatzszenarien und der Frage der Sicherheit widmen.

Durch den Einsatz von komplexen RFID-Systemen erhofft sich beispielsweise die Handelskette METRO in der Warenlogistik Einsparungen in Millionenhöhe. Im Rahmen ihrer Initiative namens Future Store zeigt METRO nicht nur Möglichkeiten, das Einkaufen durch RFID-Tags an den Produkten zu vereinfachen, sondern stellt auch "intelligente" Haushaltsgeräte vor, die mit RFID-Technologie ausgestattet sind. Damit kann beispielsweise der Kühlschrank erfassen, wie viel Joghurtbecher mit welchen Verfallsdaten noch vorhanden sind und per Displayanzeige Vorschläge für die Einkaufsliste liefern, oder darauf hinweisen, was am schnellsten verzehrt werden sollte.

Doch nicht nur im Warenhandel, auch in der Medizin oder in Bibliotheken werden Einsatzszenarien erprobt. Vereinzelt wurden RFID-Chips sogar schon Menschen zur Identifikation unter die Haut gepflanzt.

RFID-Chip im Reisepass

ePass-Chip
Elektronische Fingerabdrücke für ePass-Chip
Seit November 2005 wird der Reisepass in Deutschland mit einem RFID-Transponder ausgestattet, auf dem ein Passbild in digitaler Form sowie seit November 2007 auch Fingerabdrücke (beider Zeigefinger) gespeichert sind. Die Daten im ePass sollen durch die Basic Access Control vor unbefugten Zugriffen geschützt werden. Für das Auslesen des RFID-Transponders ist vorher ein Zugriff auf die optisch maschinenlesbare Zone (MRZ) des Ausweises nötig. Die Bürger können über Anzeigegeräte bei den Passbehörden die auf ihrem ePass gespeicherten Daten einsehen.

Sicherheitsbedenken

Angesichts der zunehmenden Nutzung - selbst im Reisepass - sollte man Sicherheitsbedenken bezüglich der RFID-Technologie nicht von vornherein als belanglos abtun. So könnten Fehler im Chip oder im Protokoll dazu führen, dass der Reisepass-RFID auch ohne vorheriges optisches Einlesen der maschinenlesbaren Zone antwortet. Kriminelle könnten damit massenhaft Daten darüber sammeln, wer sich wann wo aufgehalten hat, um anschließend gezielt Bürger unter Druck zu setzen und beispielsweise Schweigegelder zu kassieren.

Aber es bedarf gar nicht des Fehlers im Pass-Chip, um Bewegungsprofile anzulegen. Nach der Bezahlung an der Kasse nicht deaktivierte RFID-Chips in der Kleidung oder in den Schuhen können ähnlichen Zwecken dienen. Zu Marktforschungszwecken mag das harmlos sein: "Im letzten Quartal kamen 238 Kunden wieder in unseren Laden, wobei sie ein paar Schuhe trugen, das sie im Quartal zuvor erworben hatten." Aber auch hier sind wesentlich problematischere Anwendungen möglich. Der "gläserne Bürger" rückt wieder einmal einen Schritt näher.

RFID-Ratgeber:

Anzeige:

Handy-Allnetflat ab 19,90€/mtl. Hier klicken!
Hier klicken!
Informieren Sie sich jetzt über die neuen Optionen

Jetzt bei o2 – das HTC One X mit Smartphone-Tarif.
Testsieger SIM-Karte fürs Handy: nur 8 Ct/Min/SMS

Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RFID unterwandert Datenschutz? TPrivat 16.08.08 11:50
Leute, Leute ... Kohlerevier 09.03.08 10:57
RFID-Staub peggy 17.03.07 17:48
RE: RFID in Nahrung peggy 17.03.07 17:46
Beitrags-Index ]  [ Thread-Index ] 

Werbung

hier klicken!Advertisement



 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2012 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB/Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 190 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre