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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 28.05.2012 |
RFID: Anwendungsbeispiele und SicherheitsbedenkenRFID-Chip im Reisepass
In zwei Artikeln haben wir Ihnen breits eine Einführung zu RFID gegeben und
die Technik näher erläutert. Jetzt wollen wir uns den Einsatzszenarien und der Frage der Sicherheit widmen.
Durch den Einsatz von komplexen RFID-Systemen erhofft sich beispielsweise die Handelskette METRO in der Warenlogistik Einsparungen in Millionenhöhe. Im Rahmen ihrer Initiative namens Future Store zeigt METRO nicht nur Möglichkeiten, das Einkaufen durch RFID-Tags an den Produkten zu vereinfachen, sondern stellt auch "intelligente" Haushaltsgeräte vor, die mit RFID-Technologie ausgestattet sind. Damit kann beispielsweise der Kühlschrank erfassen, wie viel Joghurtbecher mit welchen Verfallsdaten noch vorhanden sind und per Displayanzeige Vorschläge für die Einkaufsliste liefern, oder darauf hinweisen, was am schnellsten verzehrt werden sollte. Doch nicht nur im Warenhandel, auch in der Medizin oder in Bibliotheken werden Einsatzszenarien erprobt. Vereinzelt wurden RFID-Chips sogar schon Menschen zur Identifikation unter die Haut gepflanzt. RFID-Chip im Reisepass
SicherheitsbedenkenAngesichts der zunehmenden Nutzung - selbst im Reisepass - sollte man Sicherheitsbedenken bezüglich der RFID-Technologie nicht von vornherein als belanglos abtun. So könnten Fehler im Chip oder im Protokoll dazu führen, dass der Reisepass-RFID auch ohne vorheriges optisches Einlesen der maschinenlesbaren Zone antwortet. Kriminelle könnten damit massenhaft Daten darüber sammeln, wer sich wann wo aufgehalten hat, um anschließend gezielt Bürger unter Druck zu setzen und beispielsweise Schweigegelder zu kassieren. Aber es bedarf gar nicht des Fehlers im Pass-Chip, um Bewegungsprofile anzulegen. Nach der Bezahlung an der Kasse nicht deaktivierte RFID-Chips in der Kleidung oder in den Schuhen können ähnlichen Zwecken dienen. Zu Marktforschungszwecken mag das harmlos sein: "Im letzten Quartal kamen 238 Kunden wieder in unseren Laden, wobei sie ein paar Schuhe trugen, das sie im Quartal zuvor erworben hatten." Aber auch hier sind wesentlich problematischere Anwendungen möglich. Der "gläserne Bürger" rückt wieder einmal einen Schritt näher. RFID-Ratgeber:
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