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Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 29.05.2012 

HP/Palm-Pre-Familie: Das Aus für die webOS-Smartphones

HP kehrt webOS-Geräten den Rücken - Zukunft des Systems ungewiss


Palm, einst Vorreiter im PDA-Markt, steckte lange Zeit in der Krise. Daher beschloss das Unternehmen zunächst einen Neuanfang: Statt weiter auf das bekannte und beliebte, aber in die Jahre gekommene Palm OS zu setzen, präsentierte das Unternehmen Anfanfg 2009 mit dem Palm Pre ein Smartphone, das auf dem neuen Palm-Betriebssystem webOS basierte und mit Touchscreen und zusätzlich ausziehbarer QWERTZ-Tastatur ausgerüstet war. In der Folge kam dann zunächst das Palm Pixi auf den Markt, ein Smartphone im Blackberry-Design (also ohne Slider-Mechanismus), das ebenfalls die Kombination aus Touchscreen sowie vollwertiger QWERTZ-Tastatur bot und als webOS-Einsteigergerät konzipiert wurde. Weitere webOS-Geräte folgten.

Hierzulande war der Palm Pre seit Oktober 2009 erhältlich, der April 2010 war Starttermin für den Nachfolger Palm Pre Plus und den Palm Pixi Plus. Das "Ur"-Pixi fand dagegen nie den Weg nach Deutschland.

Mitte 2010 wurde Palm dann von HP übernommen - und zunächst war zu vermuten, dass die Marktmacht von HP für webOS ein echter Vorteil sein würde: Das Unternehmen hatte auch schon früh angekündigt, webOS weiterentwickeln zu wollen und lieferte die Version webOS 2.0 sowie neue webOS-Smartphones und das Tablet Touchpad. Doch dann kam der Bruch: HP teilte überraschend mit, die Produktion von webOS-Geräten einzustellen und verramschte seine Lagerbestände. Zur Zukunft des Systems äußerte sich HP bislang nur vage - Optionen wären zum Beispiel ein Verkauf oder eine Lizenzierung.

webOS: Palms Glanzstück

Artikel zum Palm Pre
HP Pre 3 und Veer im Kurztest
Test: Palm Pixi Plus - Blick aufs Pre Plus
Der Palm Pre im ausführlichen Test
Pre vs. iPhone - welches ist schneller?
Das kann das Palm-System webOS
Dabei kann webOS auf eine zunächst hoffnungsvolle Geschichte zurückblicken: Schon zur Einführung erntete das Betriebssystem sehr gute Kritiken - es konnte in der Praxis als eines der besten Smartphone-Systeme gelten, das der Markt zu bieten hatte und brachte dem Pre den Ruf ein, ein iPhone-Killer werden zu können. Bei webOS handelt es sich um eine Entwicklung auf Linux-Basis, über die eine eigene Benutzeroberfläche gestülpt wurde. Insgesamt ist das System sehr Internet-orientiert - der Name webOS ist somit nicht nur ein Marketing-Instrument.

webOS kann in erster Linie mit seiner grundlegenden Konzeption überzeugen, vor allem die intuitive Steuerung gefällt. Diese ist zwar hinsichtlich mancher Geste gewöhnungsbedürftig, aber durchdacht. Palm Pre mit aufgeklappter Tastatur
Pre mit echter QWERTZ-Tastatur
Das System und damit auch die entsprechenden Geräte unterstützen Multitasking - laufende Anwendungen lassen sich dabei wie Spielkarten nebeneinander aufreihen, zu Stapeln zusammenfassen, per Fingerstrich verschieben, erneut hervorholen oder "wegschnippen". Meldungen im Hintergrund laufender Applikationen erscheinen in einem schmalen Streifen am unteren Rand des Bildschirms und behindern somit nicht die aktuellen Tätigkeiten.

Zudem implementierte Palm eine "Synergy" genannte Technik in webOS, die zum Beispiel das Synchronisieren verschiedener Kontaktdaten über eine Oberfläche möglich macht: Hier wird bezüglich der gespeicherten Kommunikation nicht primär nach Diensten wie SMS oder E-Mail getrennt, sondern nach Kontakten geordnet. Außerdem werden zum Beispiel auch Kalenderdaten aus verschiedenen Quellen synchronisiert. All diese Features wurden bei der webOS-2.0-Version zudem mit neuen Features versehen - eine ausführliche Übersicht finden Sie übrigens auf unserer webOS-Sonderseite.

Chance für Palm: Erstes Smartphone mit webOS

Palm Pixi auf dem Touchstone
Palm Pixi
auf dem Touchstone
Während webOS also seit jeher überzeugte, gab es Kritik am Design der Palm-Smartphones: So galten der Palm Pre und sein Nachfolger Palm Pre Plus als schick, konnten aber in puncto Verarbeitung nicht überzeugen. Auch die Tastatur ist nicht in Gänze gelungen, die Tasten sind klein, das Tippen entsprechend kompliziert.

Kritik am Äußeren gab es auch beim Palm Pixi Plus: Wenngleich die Verarbeitung sogar etwas edler wirkt als beim teureren Pre (Plus), ist auch in diesem Fall das Keyboard eine Schwachstelle. Die Design-Problematik wurde mit dem Pre 3 gelöst - neben dem HP Veer das erste webOS-Gerät unter HP-Regie: Das Pre 3 ist erheblich besser verarbeitet als die Pre-Vorgänger.

Auch Palm verzichtet nicht auf einen AppStore

Seit Apple mit seinem AppStore an den Start ging, will fast kein Smartphone-Hersteller bzw. Betriebssystem-Lieferant mehr auf ein eigenes Pendant verzichten. Palm machte da keine Ausnahme und öffnete seinen App Catalog, der auch unter HP-Regie weiter besteht. In puncto App-Vielfalt lag webOS durch den späteren Startzeitpunkt immer hinterher - mit dem Apple- oder Android-AppStore ist das Sortiment nicht zu vergleichen. Die die unklare Zukunft dürfte sich daran auch in absehbarer Zukunft nichts mehr ändern.

Palm Pre Plus, Palm Pre 2, Palm Pixi Plus und Apple iPhone 4 im Vergleich

  Palm Pre Plus Details Palm Pre 2 Details Palm Pre 3 Details iPhone Details
  Palm Pre Plus Palm Pre 2 HP Pre 3 Apple iPhone 4
Displaygröße und Auflösung: 3,1 Zoll
320 x 480 Pixel
3,1 Zoll
320 x 480 Pixel
3,6 Zoll
480 x 800 Pixel
3,5 Zoll
640 x 960 Pixel
Tastatur: physikalisch physikalisch physikalisch virtuell
Maße in mm: 100,7 x 59,6 x 17,5 100,7 x 59,6 x 16,9 111 x 64 x 16 115 x 59 x 9,3
Gewicht: 138.5 g 145 g 156 g 137 g
Betriebssystem: webOS webOS webOS iOS 4
Kamera: 3 Megapixel mit LED-Blitz 5 Megapixel mit LED-Blitz 5 Megapixel mit LED-Blitz 5 Megapixel mit LED-Blitz
Prozessor: ARM Cortex A8, 500 MHz TI OMAP 3630, 1 GHz Snapdragon MSM8x55, 1,4 GHz Apple A4, 1 GHz
Arbeitsspeicher: 512 MB 512 MB 512 MB 512 MB
Speicher int.: 16 GB 16 GB 8 od. 16 GB 16 od. 32 GB
Konnektivität: WLAN, Bluetooth, GPS, USB WLAN, Bluetooth, GPS, USB WLAN, Bluetooth, GPS, USB WLAN, Bluetooth, GPS, USB
Mobilfunk: HSDPA 7,2 MB/s,
kein HSUPA,
EDGE
HSDPA,
HSUPA
HSDPA,
HSUPA
HSDPA 7,2 MB/s,
HSUPA 5,76,
EDGE
Akkuleistung: 5,5 Std. Sprechzeit, 350 Std. Standby 5,5 Std. Sprechzeit, 350 Std. Standby noch nicht bekannt 7 Std. Sprechzeit, 300 Std. Standby
Farbe: Schwarz Schwarz Schwarz Schwarz

Nettes Zubehör: der Touchstone

Das Ladegerät in Steinform, Touchstone genannt, ist eine Entwicklung, die das Referenz-Modell iPhone nicht zu bieten hat. Hier wird der Akku mittels magnetischer Induktion aufgeladen, auf das Anstöpseln von Kabeln kann verzichtet werden. Allerdings gibts die Ladestation nicht serienmäßig im Lieferumfang, sondern nur gegen Aufpreis - der Pre Plus kommt zwar im Gegensatz zum Pre direkt mit passender Rückenschale, aber ohne den "Stein" an sich. Im Zweifel muss also der USB-Anschluss herhalten.

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1 2 vor
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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
TouchSCREEN-Ladestation dereinehalt 20.05.11 16:31
Der Pre 3 dereinehalt 19.05.11 18:18
RE: @Teltarif: Falsche ... Schweini 09.05.11 14:04
@Teltarif: Falsche Fotounterschrift wolframcgn 06.05.11 19:13
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-12, Erwachsene ab 14 Jahre