Nano-SIM

Und es geht noch kleiner: Die Nano-SIM-Karte

Die Nano-SIM-Karte ist noch kleiner als die Micro-SIM. Ihr erster Einsatz erfolgte im iPhone 5. Um Smartphones und Tablets noch kleiner und flacher zu machen, setzen die Hardware-Hersteller auf eine weitere Miniaturisierung der Mobilfunk-Module.
AAA

Und es geht noch kleiner: Die Nano-SIM-KarteUnd es geht noch kleiner: Die Nano-SIM-Karte Nachdem Apple schon mit der Micro-SIM Vorreiter beim Einsatz eines kleineren SIM-Karten-Formats war, schickt sich das Unternehmen aus Cupertino mit der Nano-SIM an, eine zweite Welle der Verkleinerung voranzutreiben. Anfang Juni 2012 einigten sich zahlreiche Hardware-Hersteller und Mobilfunk-Netzbetreiber im Stan­dard­isier­ungs­grem­ium ETSI (Euro­pean Tele­communi­cations Standards Institute). Apples iPhone 5 war das erste Handy, welches die Nano-SIM verwendet.

Die Nano-SIM ist mit Abmessungen von 12,3 mal 8,8 mal 0,67 Millimeter etwa 40 Prozent kleiner als die Micro-SIM und weitgehend kompatibel zu den größeren Modellen. Damit setzte sich Apple mit seinem SIM-Karten-Design gegen einen gemeinschaftlichen Vorschlag von Nokia, Motorola und Blackberry-Hersteller RIM durch.

Mit ca. 0,67 Millimeter Dicke ist die Nano-SIM etwa 0,09 Millimeter dünner als die vorherigen SIM-Karten, deren Dicke durch den ISO-Standard für SmartCards auf etwa 0,78 Millimeter festgelegt ist. Allerdings gibt es auch einen Toleranzbereich für Abweichungen von bis zu 0,1 Millimeter zwischen den verschiedenen Standards.

Nano-SIM-Karten bei den deutschen Mobilfunk-Anbietern

Die Nano-SIM ist bei allen vier Netzbetreibern in Deutschland erhältlich. Auch viele Mobilfunk-Discounter bieten die kleine SIM-Karte an. Bestandskunden können in der Regel bei ihrem Anbieter ihre alte SIM-Karte gegen eine Nano-SIM tauschen, bei manchen Unternehmen fallen dabei allerdings Gebühren von bis zu 25 Euro an.

Anbieter Nano-SIM verfügbar? (Vertrag / Prepaid) Kosten für Wechsel (Vertrag) Kosten für Neukunden (Vertrag) Kosten für Wechsel (Prepaid) Kosten für Neukunden (Prepaid)
Telekom Ja / Ja kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos
Vodafone Ja / Ja 25,00 kostenlos 25,00 kostenlos
E-Plus Ja / Ja 15,00 kostenlos 15,00 kostenlos
o2 Ja / Ja 15,00 kostenlos 15,00 kostenlos
1 & 1 Ja / - 15,39 kostenlos - -
ALDI Talk - / Ja - - kostenlos 1) kostenlos 1)
BASE Ja / Ja 15,00 kostenlos 15,00 kostenlos
BILD Mobil - / Ja - - 14,95 9,95-14,95 2) 3)
Blau Ja / Ja kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos
callmobile - / - - - - -
Congstar Ja / Ja 19,99 kostenlos 19,99 kostenlos
discoPlus - / Ja - - 14,95 kostenlos
discoTel - / Ja - - 14,95 kostenlos
EDEKA Mobil - / Ja - - kostenlos 4) kostenlos 4)
Fonic - / Ja - - 10,00 4) 10,00 4)
freenet Mobil Ja / Ja 19,95 kostenlos 19,95 kostenlos
Fyve - / Ja - - kostenlos 1) kostenlos 1)
ja!mobil - / Nein - - - -
klarmobil Ja / Ja 19,95 kostenlos 19,95 kostenlos
Lidl - / Ja - - 10,00 1) 4) 10,00 1) 4)
maXXim Ja / Ja 14,95 kostenlos 14,95 kostenlos
McSIM Ja / Ja 20,47 kostenlos 20,47 kostenlos
NettoKom - / Ja - - kostenlos kostenlos
o.tel.o Ja / Ja kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos
Penny Mobil - / Nein - - - -
Phone House - / - - - - -
Phonex Ja / Ja 14,95 kostenlos 14,95 kostenlos
Schlecker - / Nein - - - -
simply Ja / Ja 14,95 kostenlos 14,95 kostenlos
simyo Ja / Ja 9,90 kostenlos 9,90 kostenlos
smartmobil Ja / - 14,95 kostenlos - -
smobil - / Ja - - 15,00 1) 4) 15,00 1) 4)
Tchibo Ja / Ja kostenlos kostenlos 4) kostenlos kostenlos 4)
Yourfone Ja / Ja kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos
Stand: Januar 2014, Preise in Euro.
1)  Es muss eine kostenpflichtige Hotline angerufen werden.
2)  Im Preis ist Startguthaben enthalten.
3)  Rufnummermitnahme mit Nano-SIM momentan nicht möglich.
4)  Es muss zunächst eine normale SIM-Karte bestellt werden, die dann wieder gegen eine Nano-SIM getauscht werden kann.

Apple setzte Design-Vorschlag gegen Nokia, Motorola und RIM durch

Im Streit der Hersteller um die Standardisierung der Nano-SIM ging es vor allem um die Frage der Kompatibilität zu den vorherigen, größeren SIM-Karten-Designs. So sind Micro-SIMs mittlerweile bei den meisten Providern erhältlich, häufig als perforierte Kombi-Karte im Mini-SIM-Format, aus welcher der Nutzer die Micro-SIM herausbrechen kann. Eine weitere Fortführung dieser Lösung wurde jedoch von einigen Herstellern kritisiert, da ihrer Ansicht nach die "große" SIM-Karte durch die zusätzlichen Perforierungen zu instabil geworden wäre. Das von Nokia angeführte Konsortium plädierte dafür, ein komplett neues Design für die Nano-SIM-Karte anzustreben, das platzsparender sein und bestimmte Fehlbedienungen ausschließen helfen sollte. Der Vorschlag von Apple legt hingegen vor allem Wert auf Abwärtskompatibilität zu den größeren SIM-Karten. So soll es möglich sein, die Nano-SIM mithilfe eines Adapters auch in Geräten einzusetzen, welche für die größeren SIM-Designs ausgelegt sind. Für den Nutzer könnte das einen schnelleren Verschleiß der Kontakte und Gefummel im Millimeter-Bereich nach sich ziehen.

Bei der Entwicklung der Micro-SIM zuvor hatte Apple jedoch nicht die Hände im Spiel. Diese war schon Ende der 90er Jahre als Mini-UICC durch die ETSI als kleinere Variante bei der Standardisierung einer UMTS-fähigen SIM-Karte (UICC - Universal Integrated Circuit Card) berücksichtigt worden - also lange bevor Apple die Micro-SIM mit dem iPhone 4 und dem iPad bekannt machte. In der Folge setzen auch zahlreiche andere Hersteller auf die Micro-SIM, um noch kleinere und flachere Bauformen bei Smartphones zu ermöglichen.

Meldungen zu Nano-SIM

1 2 3 4 5 vorletzte