E-Book-Reader

E-Book-Reader als Alternative zum gedruckten Buch

Dank neuer Lesegeräte werden E-Books zur ernsthaften Alternative zum gedruckten Buch. Bei manchen Modellen kann der Text auf dem Bildschirm mit Anmerkungen versehen werden. Platzsparend sind die elektronischen Bücher auch.
AAA

Der Kindle in der vierten GenerationDer Kindle in der vierten Generation E-Book-Reader bieten einige Vorzüge gegenüber klassischen Büchern: Die Inhalte kommen aus dem Internet via (drahtloser) Daten­übertragung in Form von E-Books schnell und ohne großen Aufwand auf das Gerät und ersparen den Gang in den Buchladen. Zudem speichern moderne Lese­geräte meist hunderte von Bücher, wodurch der Platz im Bücher­regal entfällt, und bieten Strom für mehrere Wochen.

Ein weiterer Vorteil der Geräte ist die Möglichkeit der individuellen Text­anpassung wie Schrift­größe und Schrift­art, Zeilen­abstand und Bildschirm-Layout. Sie machen es auch für Seh­behinderte möglich, Bücher zu lesen. Auch wer gern Text­stellen im klassischen Buch anstreicht, kann das je nach Gerät auch digital auf dem E-Book, die Verwendung von Lese­zeichen ist ebenfalls obli­gatorisch.

Doch auch Nachteile kommen mit dem E-Book: Für viele Leser hat der Griff zum Buch etwas kulturelles und der Anblick eines vollen Bücher­regals ist etwas besonderes. Zudem ist das Handling der E-Book-Reader im Vergleich zu echten Papier-Seiten gerade am Anfang gewöhnungs­bedürftig und wer zum Beispiel am Strand oder gar in der Bade­wanne lesen will, bedroht die Funktions­weise des Gerätes. Auch braucht ein echtes Buch keinen Akku und spart dadurch Strom.

Viele E-Book-Reader bieten viel mehr als die eigentliche Lese­funktion. Zu den Merk­malen aktueller Geräte gehören häufig auch integrierte MP3-Player, Bild­betrachter und Browser. Auch E-Book-Reader mit be­leuch­tetem Display sind mittler­weile erhält­lich. Mit Tablets sind die Lese­geräte dennoch nicht zu vergleichen, da sie meist mit so­genannten e-Ink-Displays aus­gestat­tet sind. Diese haben den Vorteil, dass sie die Schrift wie auf echtem Papier darstellen und dadurch sowohl klassisches Buch-Feeling verleihen als auch die Lese­freundlich­keit erhöhen. Die Darstel­lung ist bei den meisten Modellen mono­chrom, erste E-Book-Reader mit farbigen e-Ink-Displays streben aber langsam auf den Markt. Ein Beispiel ist hier beispiels­weise der Pocketbook Color Lux.

Wie alles begann...

Oyo von Thalia und Sony Reader Touch Edition PRS-650Oyo von Thalia und Sony Reader Touch Edition PRS-650 E-Book-Reader sind keines­wegs eine neuartige Erfindung. Bereits zu Beginn der 1990er Jahre brachte Sony den sogenannten Data Discman auf den Markt - ein Lese­gerät, das auf Mini-CD-Roms gespeicherte Bücher mit 32 mal 10 Zeichen und mit einer Auflösung von 256 mal 160 Pixel darstellen konnte. Der Data Discman, für den über­wiegend Nach­schlage­werke in digitaler Form zur Ver­fügung standen, schaffte den Durch­bruch allerdings nie.

14 Jahre später wagte sich Sony erneut an das Thema E-Book-Reader heran und brachte 2004 das Lesegerät Librie EBR-1000EP auf den japa­nischen Markt. Der Librie fand zumindest dort regen Zuspruch - Mit seinem e-Ink-Display und einer Auflösung von 800 mal 600 Pixel galt es als echte Alternative zum herkömm­lichen Taschen­buch. Dem Vorbild von Sony folgten ab 2006 E-Book-Reader wie der iLiad der Firma iRex Techno­logies, der Sony Reader (Nachfolger des Librie) sowie die Hanlin V2 und V8 von Jinke Electronics. Auch der franzö­sische Hersteller Bookeen brachte 2007 mit dem Cybook sein erstes eigenes Lese­gerät heraus.

2007 war auch das Jahr, in dem der Online-Händler Amazon seinen Kindle vorstellte. Die erste Generation des Lese­gerätes wurde für 259 US-Dollar ein­geführt und bot durch ein inte­griertes Mobil­funk­modul drahtlosen Zugriff auf Amazons Online-Shop sowie einen Speicher, der bis zu 200 E-Books fasste. Zwei Jahre nach dem ersten Kindle wurde der Kindle DX vorgestellt - ein 9,7 Zoll großer Reader, der sich überwiegend an Geschäfts­leute richtete. Nach langen Verhand­lungen wurde am 21. April 2011 die mittler­weile dritte Genera­tion von Amazons E-Book-Reader auch in Deutsch­land zugänglich. Ein halbes Jahr später stellte Amazon mit dem Kindle 4 eine weitere Kindle-Gene­ration vor. Seit April 2012 sind mit den verschiedenen Modellen des Kindle Touch auch Amazons erste E-Book-Reader mit Touch­screen in Deutschland erhältlich.

Mittlerweile hat sich eine Vielzahl an E-Book-Reader-Her­stellern etabliert. Neben den Pionieren Sony, Bookeen und Amazon tummeln sich auch Her­steller wie Kobo, Oyo (Medion), PocketBook, Tolino, Trekstor und weitere auf dem Markt. Einige Her­steller stellen auch so­genannte Lese-Apps für Android und iOS zur Ver­fügung, mit denen sich E-Books auch auf dem Smart­phone oder Handy lesen lassen.

Auf weiteren Seiten zu E-Book-Readern lesen Sie, welche Modelle aktuell ver­füg­bar sind, worin sich die ver­schie­denen ePaper-Displays unter­scheiden und welche Ein­schrän­kungen der Kopier­schutz bringt:

Weitere Ratgeber zu E-Book-Readern

Aktuelle Meldungen zu E-Book-Readern

1 2 3 420 vorletzte